Thai-Climbing


Publiziert von orome , 6. Februar 2013 um 23:05.

Region: Welt » Thailand » Krabi
Tour Datum:25 November 2012
Klettern Schwierigkeit: VIII (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: T 

Ein Jahr ohne richtigen Kletterurlaub ist kein gutes Jahr. Zum Glück fanden sich doch noch 2 freie Wochen um dem nasskalten Wetter zu entfliehen. Aus zahlreichen Videos und Fotos ist bestens bekannt, dass es sich in Thailand gut klettern lässt. Das Ganze in Verbindung mit Strand, Cocktails und Curry, wer kann da schon nein sagen. 

Allgemeines: 
Nach der Anreise im Longtailboot von Ao Nang hat man verschiedenste Unterkunftmöglichkeiten: Am Tonsai Beach finden sich meist einfachere Unterkünfte von Strohhütte bis zementierter Hütte mit Bad und Ventilator. Vor allem sind hier fast nur Kletterer und ein paar Rucksacktouristen. 
Teurer geht es am Railey West zu, noch teurer Railey East. In Railey hat es auch eher die Touristen, die man in Thailand erwartet. Also finanzielle gute Alternative bietet sich das Diamond Cave, so grob zwischen Railey East und West an. 

Kletterei:
Mit Meerblick oder direkt am Strand, teilweise abhängig von Ebbe und Flut. Die Kletterei ist mehrheitlich athletisch an grossen Taschen, Sintern in feinem Kalk, wie man es teilweise von den Mittelmeergebieten kennt. Eigentlich hat es nur 2 Gebiete in denen sich Routen unter 6a finden. So richtig Spass wird man in Thailand erst ab 6a haben, ansonsten steht man an und darf sich mit den Kletterschulen um die Routen streiten. Ab 6c ist die Auswahl aber riesengross und die Bewertung ist auch "ferientauglich". 

Und dann natürlich DeepWaterSoloing. Entweder man bucht einen Trip mit einer Kletterschule, oder mietet mit ein paar Leuten ein Longtail. 
In den Kletterführern hat es einige Beschreibungen, hier http://www.mattmaddaloni.com/Guide%20Books.htm ist der wohl ausfürlichste Führer zu erwerben. 
Die Spots sind sehr genial, hier hat es dann auch einige leichtere Möglichkeiten als 6a. 

Eigene Erfahrung: 
Wir hatten leider etwas Pech mit dem Wetter, es hat fast jeden Tag einen richtigen Tropenregen gegeben, immer ausgiebig und manchmal auch über Stunden. Die ersten Tage waren wir in Tonsai, aber nachdem in den feuchten Hütten nichts getrocknet ist, und sich nach dem Regen alles immer in knietiefen Batz verwandelte, zogen wir nach einigen Tagen um in eine klimatisierte Hütte. 

Die Kletterei ist sehr fein, die Aussicht übers Meer natürlich super. Aber um wirklich an seinem Limit zu klettern ist es einfach zu heiss und vor allem zu feucht. Ich habe noch nie so geschwitzt, mein Chalkbag war von Innen(!) nass. 
Die DWS-Möglichkeiten haben mir sehr gut gefallen, leider war bei uns die eine Wand total nass. Den grossen Zapfen an der Spidermanwall sollte man sich jedoch wirklich nicht entgehen lassen: Eine etwas schmierige Querung auf 8m (6a) bis zur riesen Tufa, ein beherzeter Spreizschritt und dann einfach aber hoch und ausgesetzt bis auf ca 22m. Dort kann man dann sitzen und sich moralisch auf den Sprung vorbereiten ....

Als gemütlichen Entspannungsurlaub in dem man schon jeden Tag Klettern gehen möchte, aber auch gepflegtes Cocktaileinfüllen am Strand und gutes Essen nicht zu kurz kommen darf, kann ich Krabi sehr empfehlen. Für einen puren Kletterurlaub finde ich gibt es interessantere Ziele. Mir war es einfach zu heiss, und teilweise auch etwas zu voll. Für chillge Stimmung beim Heldentatenbesprechen mit Gleichgesinnten und Bier sollte man in Tonsai bleiben. 
Vielleicht hatten wir aber auch einfach nur etwas Pech mit dem Wetter, so häufiger Regen ist sehr ungewöhnlich. An der Luftfeuchtigkeit hätte dies aber nichts geändert ;)

Leider hat mein Foto das Salz und die Feuchtigkeit nicht so vertragen, und fast alles ist unscharf geworden ....

Tourengänger: orome


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