ich weiß, das ist selbst hier bei hikr.org ein Streitthema, ob man bei stark frequentieren Bergen nicht gleich jeden Quadratzentimeter Natur tottrampeln soll, der noch etwas unberührt erscheint. Ich stehe mit meiner naturfreundlichen Einstellung leider eher alleine da, wie...
 
 

Kommentare (4)


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83_Stefan hat gesagt:
Gesendet am 26. Dezember 2014 um 14:06
Naja, also wenn man bedenkt, dass die Almbauern im Sommer gefühlte 17579,3 Kühe pro Quadratzentimeter auf den Berg treiben, die alles völlig platt trampeln und knietiefe Löche im Böden hinterlassen, dann braucht man nicht viel Hirn um zu verstehen, dass die paar Wanderer keine vergleichbaren Schäden hinterlassen. Es geht hier - wie so oft - rein um den Besitzgedanken. "Das Gebiet gehört mir und da sollen die Wanderer gefälligst fern bleiben"... daher gibt es auch keine rechtliche Grundlage, Wanderern weglose Abstecher zu verbieten.
Aber in der Tat: am Hirschberg bleibe ich selbstverständlich gerne am Steig, bevor ich mich durch Brennesseln und Schlamm hinauf wühle ;-) .

scan hat gesagt: RE:
Gesendet am 26. Dezember 2014 um 21:49
Nein, ich glaube nicht, daß irgendein Almbauer das draufgeschrieben hat, sondern eher die zuständige DAV Sektion und die werden sich schon was dabei gedacht haben. Warum soll dabei jetzt "Besitzgedanken" vorherrschen, wenn der Weg A durch die Alm führt ebenso wie Weg B? Ich gehe davon also aus, daß eventuell ein Sinn dahintersteht, der mir sich vordergründig vielleicht nicht sofort erschließt und gehe halt außenrum die 50m Umweg. Ob da Kühe im Sommer rumstehen weiß ich nicht, war noch nie im Sommer da, macht aber auch kein Unterschied.

Ich hätte hier auch noch 3 Bilder von "Abschneider zerstören die Vegetation" reinstellen können, wo ebenfalls Leute fleißig abkürzen - In der Masse machen sie das sensible Ökosystem kaputt.

83_Stefan hat gesagt: RE:
Gesendet am 26. Dezember 2014 um 22:05
>Nein, ich glaube nicht, daß irgendein Almbauer das draufgeschrieben hat, sondern eher die zuständige DAV Sektion und die werden sich schon was dabei gedacht haben

Ich war drei Jahre lang Wegewart des Deutschen Alpenvereins und ich wage schon zu behaupten, dass ich weiß, auf was es bei der Wegeinstandhaltung ankommt. Schaut das für dich wie ein offizielles Alpenvereinsschild aus? Klar gibt es die AV-Schilder "Abschneider zerstören die Vegetation", die sind aber eher als "Entgegenkommen" z.B. gegenüber Almbauern und Gebietsbesitzern zu verstehen.
Ich möchte aber nicht, dass du mich falsch verstehst: Ich persönlich mag diese Abschneider auch nicht gerne. Allerdings rege ich mich nicht auf, wenn sie jemand benützt - es gibt definiv Schlimmeres, z.B. zu viele Kühe am Berg, die alles platt trampeln ;-) .

scan hat gesagt: RE:
Gesendet am 27. Dezember 2014 um 00:15
"Abschneider vermeiden" Schilder sind sicherlich nicht als "Entgegenkommen" zu verstehen, sondern dienen primär dazu, ein Ökosystem zu erhalten und Schäden vorzubeugen.

Ich verstehe auch nicht, was daran so schlimm ist, diese Schilder einfach zu befolgen, anstatt zu orakeln, ob da ein Almbauer irgendwelche Besitzgedanken auslebt.

Schlimmeres siehst du übrigens, wenn du 3 Bilder weiterkickst, keine Ahnung, wie man sowas schaffen kann. Aber es ist halt die Frage, ab wann fängt man an, ein Ökosystem zu schädigen oder wann bewahrt man es?

Wie gesagt, ob das eine Almwiese im Sommer mit Kühen ist, weiß ich nicht. Ich denke mir aber doch, daß das Schild nicht "just for fun" da hingestellt wurde. Klar, bei Schnee wird das Ökosystem nicht so geschädigt und das Bild ist relativ. Aber wie gesagt, es ist offenbar bei hikr unpopulär, sich gegen das Tottrampeln jedes kleine Flecken Natur bei eh schon so gebeutelten Bergen wie der Hirschberg auszusprechen.


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