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Marwees


Published by Urs , 29 May 2015, 12h49.

Region: World » Switzerland » Appenzell
Date of the hike:28 May 2015
Hiking grading: T4+ - High-level Alpine hike
Climbing grading: II (UIAA Grading System)
Waypoints:
Geo-Tags: CH-AI   Alpstein 
Time: 4:45
Height gain: 1436 m 4710 ft.
Height loss: 1436 m 4710 ft.
Route:Wasserauen - Hüttentobel - Bogartenlücke - Bogartenmannli - Marwees Gipfelkreuz - Marwees Hauptgipfel - Widderalpsattel - Alp Bötzel - Bötzelsattel - Meglisalp - Schrennen - Schirmhütte - Klein Hütten - Hüttentobel - Wasserauen
Maps:1115 Säntis

     
 

Endlich kann ich wieder einmal bei Sonnenschein und blauem Himmel zu einer Wanderung starten. Von Wasserauen geht es durch das Hüttentobel hinauf nach Klein Hütten. Beim Abzweiger zum Seealpsee wandere ich weiter in Richtung Bogartenlücke. Der Weg ist vor allem ab Mar sehr schön und bietet tolle Aussicht auf das Bogartenmannli und die Felswände von Bogartenfirst und Marwees. Kurz vor der Lücke wird der Wanderweg noch von ein paar Schneeresten überdeckt. Diese können jedoch gut umgangen oder überstiegen werden. Ich lege eine erste Pause ein zum Fotografieren und Wegstudium.

Frisch erholt und mit reduziertem Puls erklettere ich wieder einmal das Bogartenmannli. Für den Aufstieg lasse ich das Fixseil rechts liegen und klettere (II+) über den linken Grat hinauf zum Gipfelchen. Die Befestigung des Seils scheint den Winter gut überstanden zu haben, deshalb nutze ich es auch für den Abstieg.

Auf dem blau-weiss markierten Weg gelange ich hinüber zur Rinne. Diese ist immer noch voll mit Schnee. Unter dem weichen Neuschnee liegt relativ harter Altschnee. Vorsicht ist geboten und ein Pickel kann zusätzlich Sicherheit bringen. Bis auf eine kurze Stelle beim Quergang kann man dem Schnee nun recht gut ausweichen. Beim Aufschwung kurz vor dem Gipfelkreuz steige ich direkt über den schneefreien Grat. Während der Pause erfreue ich mich am neuen schönen Gipfelbuch, der super Aussicht und Wetter.

Der Weg über den Grat ist weitestgehend schneefrei. Nur die Abschnitte welche in die Nordflanke führen haben noch einige unschwierige Schneefelder. Für die Überschreitung halte ich mich möglichst gratnah. Zum Schluss geht es nochmals fast 100Hm hinauf zum Hauptgipfel. Hier hat man hervorragenden Einblick zu den höhergelegenen Alpsteinzielen. Dort hat es auch noch sehr viel Schnee, zudem habe ich noch nie so viele Lawienenniedergänge (bereits unten) gesehen. Allein deren drei im Übergang vom Widderalp- zum Bötzelsattel.

Plötzlich taucht ein Regahelikopter auf und fängt an die Gegend um den Hundstein abzusuchen. Kann jedoch nirgends Personen auf einem Wanderweg entdecken. Während dem Abstieg zum Widderalpsattel begegne ich noch einigen jungen Steinböcken, welche recht unbeeindruckt von mir sind, als ich mich zum Fotografieren nähere. In der Zwischenzeit sehe ich auch den Grund des Rega- Einsatzes. Zwei Bergtouristen müssen aus dem Nordaufstieg zum Hundstein befreit werden. Hab den Weg schon von der Marwees aus beobachtet und für mich gedacht, dass ich den Aufstieg bei diesen Schneeverhältnissen noch nicht machen würde. Nacheinander werden die beiden Wanderer bei der Alp Bötzel abgeladen. In der Zwischenzeit bin ich auch dort angekommen. Nach einem kurzen Gespräch kann ich den eindrücklichen Start des Helis und den Abflug vom Boden live miterleben. Auch mit den beiden Geretteten wechsle ich kurz ein paar Worte und mach mich dann auf den Weiterweg zum Bötzelsattel und hinunter zur Meglisalp. Sie sind in der Gegenrichtung unterwegs und wollen Richtung Sämtisersee zum Zelten. Hochalpine Ausrüstung (Steigeisen, Pickel, Seil) und in einer der gemütlichen Bergbeizen übernachten wären wohl die besser Idee gewesen, als das ganze Zeltgepäck mitzunehmen. Oder noch besser den Hundsteinkamin bei diesen Verhältnissen weglassen. Häufig sieht man bei den Wanderern die Erfahrung/Vorbereitung schon der Schuhwahl an :-). Zum Glück ist nichts Ernsthaftes passiert.

Bei der Meglisalp lege ich nochmals eine Pause ein. Ich geniesse den Meglisalp- Whisky, ein Sonnwendlig und den Kaffee bei traumhaftem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen. Danach folgt der Schlussabstieg über Schrennen nach Wasserauen. Dieser ist auch bereits komplett schneefrei und kann gut begangen werden.

 
 
     
 
Zeiten: 0:59 h  Wasserauen - Bogartenlücke
0:35 h  Bogartenlücke - Marwees (inkl. Bogartenmannli)
0:47 h  Marwees - Widderalpsattel (inkl. Hauptgipfel)
1:05 h  Pausen
Entfernung ungefähr (ebenenprojiziert): 13.3 km
Wetterverhältnisse: sonnig
Wegmarkierung: weiss-rot-weiss, Wandertafeln, weiss-blau-weiss
Gipfelbuch: Marwees Gipfelkreuz
Hilfsmittel: Pickel evtl. Hilfreich
Tageszeit: 13:07 - 17:50 Uhr
 
 

Hike partners: Urs


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Comments (4)


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alpstein says:
Sent 29 May 2015, 14h31
Deine Fotos machen Lust auf den Alpstein :-)

Beste Grüße
Hanspeter

Urs says: RE:
Sent 31 May 2015, 22h10
Danke.
Der Schnee geht auch täglich massiv zurück, kommt es mir vor.

Grüsse Urs

Patman says: Danke!
Sent 31 May 2015, 08h51
Vielen Dank Urs :-) Von Deinem Eintrag motiviert, habe ich gestern Deine Tour wiederholt. Bist Du das Bogartenmannli mit schwerem Schuhwerk hochgekraxelt? Mit meinem "La Sportiva Evo" war das kaum zu bewerkstelligen :-( Auf meiner Garmin Forerunner hat es bei der Auswertung der Daten übrigens einen positiven Hm-Unterschied von 1900Hm angegeben! Berggruss Patrick

Urs says: RE:Danke!
Sent 31 May 2015, 22h08
Ja, tolle Tour. Wie ich heute vom Schäfler aus sehen konnte ist die Marwees bereits gut besucht.
Habe ein Garmont Tower GTX, ein Halbsteigeisenfester Schuh, bin sehr zufrieden.
Auf Reibung ist ein Kletterschuh natürlich besser zum Klettern aber für Alpine Routen bis zum 3. Grad bin ich sehr zufrieden.
Beim Mannli musst du halt auf den linken Grat, dann hat es angenehme Kanten und Absätz.
Verwende für die Aufzeichnung ein Suunto Ambit 2 zusätzlich habe ich die Hm aus der Karte gemessen, auf 20 Hm sollte die Angabe im Bericht stimmen.
Grüsse Urs


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