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Tag 1: Glatten - Brüelchälen - Glattalphütte


Published by Bergamotte Pro , 19 April 2015, 19h10.

Region: World » Switzerland » Uri
Date of the hike:11 April 2015
Ski grading: AD+
Waypoints:
Geo-Tags: CH-UR   Ortstockgruppe   CH-SZ 
Time: 5:00
Height gain: 1460 m 4789 ft.
Height loss: 720 m 2362 ft.
Access to start point:PW ins Sali
Accommodation:Glattalphütte
Maps:246S (R. 650a/b)

Höhepunkt dieses Wochenendes sollte natürlich die Besteigung des Ortstocks ab Glattalp werden. Dass auch ein Hüttenzustieg eine erfüllende, abwechslungsreiche Tagestour sein kann, beweist diese Variante über den Glatten mit eindrücklicher Abfahrt durch die Inner Brüelchälen. Wem das mit Zweitagesgepäck zu dumm ist, dem steht mit den Chrümpfen ein vergleichsweise kurzer Aufstieg zur Verfügung.

Die Normalroute ab Sali (1149m) auf den Glatten muss nicht näher erläutert werden. Sie ist bei allen möglichen und unmöglichen Verhältnissen gespurt. Der Himmel zeigt sich wolkenverhangen und grau, die Sicht trotzdem gut. Erinnerungen an eine Sommertour kommen auf, bei der ich im dichtesten Nebel durch den Karstwirrwarr am Chli Glatten geirrt bin. Im Winter präsentiert sich die gleiche Gegend lieblich eingeschneit.

Dem Wetter sei dank geht es heute ruhig zu und her am beliebtesten Skitourenziel im beliebten Bisisthal. Vergleichsweise gemütlich absolviere ich die 1400Hm aufs weite Plateau des Glatten (2505m), frische Beine fühlen sich anders an und der Rucksack drückt schwer. Kein Wunder, für den langen Nachmittag in der Hütte habe ich allerhand Lektüre und Verpflegung eingepackt.

Vom Glatten fahre ich die 250Hm ins Firner Loch (2248m) ab. Von hier aus lässt sich wunderbar noch der Läckistock anhängen: keine zwei Kilometer Luftlinie neben dem beliebten Glatten gelegen, aber herrlich einsam. Des morgigen Programms wegen verzichte ich heute auf diesen Schlenker und spure direkt Richtung Mären P. 2304. Das Gelände ist unschwierig, gute Sicht aber Voraussetzung, um die Einfahrt in die Inner Brüelchälen zu finden. Hier öffnet sich der Himmel für knapp zwei Stunden und verwandelt das triste Grau in ein blau-weisses Farbenspiel.

Die Abfahrt durch den Felskessel der Inner Brüelchälen ist landschaftlich sehr eindrücklich und zählt zum Schönsten überhaupt in der Region. Technisch schwierig oder ausgesetzt ist das nicht, doch das Gefälle von über 40° (vor allem zuoberst) erfordert sehr sichere Verhältnisse. Im schattigen, nordexponierten Kessel finden sich sogar noch Pulverreste. Unten auf dem Schafboden muss leider nochmals angefellt werden, um - etwa dem Sommerweg folgend - die Glattalphütte (1896m) zu erreichen. Diese ist bis Juni unbewartet, aber bestens ausgerüstet mit Elektroherd, Geschirr und Holzofen. Zuerst allein und dann gemeinsam mit drei Schneeschühlern, die drei Tage für eine Hochtourenwoche trainieren, geniesse ich einen langen, faulen Nachmittag. Nun bin ich froh um das mitgeschleppte Extragewicht in Form von Gersten- und Traubensaft... neidische Blicke garantiert...

Übrigens, gegen Abend klart der Himmel aus Westen immer mehr auf. Das führt nicht nur zu schöner Abendstimmung über den Bisisthalern Gipfeln, sondern garantiert beste Verhältnisse für die morgige Rundtour auf den *Ortstock. So schläft es sich besonders entspannt.


Zeiten
3:15  Glatten
1:45  Glattalphütte

Hike partners: Bergamotte


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Comments (1)


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Felix Pro says:
Sent 3 May 2015, 22h00
"kleine" Auftakttour - gross herausgekommen!


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