Piz Polaschin 3013 m, Chavagl dal Polaschin 2830 m


Published by Djenoun , 27 September 2014, 13h40.

Region: World » Switzerland » Grisons » Oberengadin
Date of the hike:25 September 2014
Hiking grading: T5 - Challenging High-level Alpine hike
Climbing grading: II (UIAA Grading System)
Waypoints:
Geo-Tags: CH-GR 
Height gain: 1028 m 3372 ft.
Height loss: 1028 m 3372 ft.
Maps:1257 St.Moritz

Der frühmorgendliche Schneefall hat aufgehört, der dichte Nebel ist weg, das tolle Herbstwetter hat sich durchgesetzt.
Ich starte beim Umstellwerk Bunarivo ob Silvaplana und wandere auf dem markierten Weg den steilen, bewaldeten Hang hinauf zur Hochebene von Muttaun. Allein schon wegen der wunderschönen Landschaft hier oben lohnt sich der Aufstieg.

Ich folge weiter dem Weg Richtung Lej da la Tscheppa, bis zur Koordinate 778 524/147 407. Ab da gehe ich in nordwestlicher Richtung auf das südöstliche Ende des markanten Vorbaus des Piz Polaschin zu. Über einen Schuttfächer erreiche ich ein steiles, gras- und kiesdurchsetztes Band, das nach links oben auf eine nicht minder steile, grasige Flanke führt, auf der ich zum eigentlichen Beginn des Südostgrates steige (markanter Steinmann).
Nun nehme ich den luftigen Grat in Angriff. Bis zum Erreichen des markanten Sattels nach dem Chavagl dal Polaschin sind einige schöne, z.T. ausgesetzte Kletterstellen zu bewältigen. Atemberaubende Tiefblicke in die steil abbrechende Nordseite des Grates versüssen die wenigen, schmalen Gehstücke. Besondere Vorsicht gilt losem und brüchigem Gestein.

Vom Sattel aus steigt man über eine lange Flanke problemlos zum Gipfel auf. Wegspuren und Steinmännchen weisen den Weg, es muss nicht geklettert werden. Der erwähnte Sattel wird den Spuren nach offensichtlich im Normalfall von Süden über eine lange Geröllhalde erstiegen.

Nur kurz geniesse ich die Aussicht und vor allem die Tiefblicke nord- und ostseitig zur Julierstrasse auf dem Gipfel. Für den Abstieg wähle ich den steileren Südgrat, der auf den ersten Blick von oben eher gfürchig aussieht. Er entpuppt sich aber als relativ einfach, richtige Kletterstellen fehlen, Wegspuren und wenige, gut platzierte Steinmännchen erleichtern die Orientierung. Als Zugabe hat man immer die imposanten Zacken der Crasta Tscheppa vor Augen.

Bald erreiche ich die Fuorcla Polaschin. Von da steige ich ostseitig über Geröllhalden und Blockfelder, vorbei am markanten Seelein auf ca. 2630 m, zum Wanderweg ab, den ich bei Pt 2587 erreiche. Nochmals durchwandere ich im Rückweg zur Strasse die malerische Hochebene von Muttaun. Ein würdiger Abschluss für eine schöne, anspruchsvolle Tour.

Hike partners: Djenoun


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