Auf dem Dach der Türkei


Published by TeamMoomin , 1 August 2014, 23h11.

Region: World » Turkey
Date of the hike:12 July 2014
Mountaineering grading: F
Waypoints:
Geo-Tags: TR 
Time: 3 days
Height gain: 3000 m 9840 ft.
Height loss: 3000 m 9840 ft.

Bach unserer Besteigung des wunderschönen kleinen Ararats war es nun an der Zeit auch noch seinem grossen Bruder einen Besuch abzustatten. Es sollte eine tolle Besteigung werden, doch einiges kam anders als geplant und so wurde es eine Besteigung mit gemischten Gefühlen. Doch der Reihe nach....

Als wir vom kleinen Ararat zurückkamen ging es Klaus plötzlich irgendwie nicht mehr gut. Er klagte über Magenkrämpfe und allgemeines Unwohlsein. Da es dann ziemlich schnell ernsthaft wurde, besorgten wir Ihm Medikamente und er beschloss den Ruhetag auch als solchen zu nutzen, während Daniel und ich einige Sehenswürdigkeiten der Umgebung anschuaen gingen (Siehe Fotos dazu Bericht kleiner Ararat).

Als wir dann am Tag drauf starteten gings Klaus wieder einigermassen gut, er fühlte sich zwar noch etwas wacklig aber wir hofften dass es Ihm wie mir dazumal am Cotopaxi in Ecuador schnell wieder besser gehen würde.

Wir wurden dann mit dem Auto bis auf ca. 2200m hochgefahren und von da an gings dann zu Fuss weiter. Während eine grosse Gruppe mit der wir im Basecamp und im Highcamp das Essenszelt teilen sollten (aus logistischen Gründen gegen das wir auch nichts hatten), noch auf die Pferde für den Transport des Matrials warteten schulterten wir usnere Rucksäcke und liefen los.
Wir wollten nämlich den Berg ehrlich besteigen also ohne Träger etc., und so schleppten wir unseren Kram selbst hoch.

Zuerst gings ganz gemütlich über Alpweiden vorbei an kurdischen Hirten und Ihren Schafherden, ohne das man gross Höhenmeter gemacht hätte. Erst nach einigen Kilometern began das Gelände allmälich gemütlich anzusteigen und auf ca. 2800 fragte uns Çetin ob wir gerne bei einer der Hirtenfamilien Tee trinken würden.

Dies nahmen wir gerne an hatten wir so doch das Glück eines Ihrer Lager von nahmen sehen zu dürfen und diese äusserst gastfreundlichen Menschen erleben zu dürfen. So sassen wir wenige Minuten später also gemütlich im Zelt und tranken gemütlich sehr starken Schwarztee während um uns herum allerlei Tiere liefen und die Kinder immer wieder verschmitzt die komischen Ausländer betrachten kamen ;-)

Nach der zweiten Tasse hies es dann Abschied nehmen und nochmals etwas zu laufen bis zum Basecamp warens noch ca. 400Hm. Kaum waren wir losgelaufen wurde es mir plötzlich innerhalb von zwei, drei Sekunden speiübel und dann konnte ich mich gerade noch hinsetzen und schon musste ich erbrechen. Und wenige Sekundne später gings mir wieder blendend.
Ich weiss bis heute nicht was dies genau gewesen war, vielleicht hatte ich den sehr starken Tee nicht vertragen oder was auch immer jedenfalls hatte ich noch nie eine so schnell kommende und vergehende Übelkeit erlebt.

Danach liefen wir gemütlich zum Basecamp und ich versicherte dem besorgten  Çetin mehrmals das wirklich alles in Ordnung sie und ich auch nicht wisse was das gewesen war.

Im Basecamp angekommen hies es erst mal gemtülich die Zelte aufbauen und dann abwarten bis es Nachtessen gab. Da es hier viele tolle ganz glatte Lavabrocken gab lagen wir nach wenigen Augenblicken alle ind er Sonne und dösten vor uns hin, herrlich so müssen Ferien sein!

Etwas später bevor es Nachtessen gab beschlossen wir noch etwas höher zu steigen und dort etwas zu verweilen um in der Nacht ebsser zu schlafen. Und dann wurden wir auch schon zum Nachtessen gerufen.

Es gab wieder ein herrliches Essen und dabei konnten wir die grosse Gruppe die mit dem Bruder (Metin)unserers Guides unterwegs war kennenlernen. Es waren drei Russen, ein Franzose und mehrere (glaubs 8) Engländer.

Nach mehreren guten, und teilweise ziemlich lustigen Gesprächen war dann Zeit ins Bett zu gehen was wir auch ganz gerne taten wars doch ganz schön frisch geworden.

Ich schlief dann auch gleich gut ein und verpasste so die ganze Dramatik welche sich im Zelt von Klaus und Daniel abspielte. Irgendwann nach Mitternacht war ich kurz mal draussen auf dem WC, als plötzlich Daniel und Metin zu mir kamen.

Ich erfuhr dass es Klaus plötzlich wieder sehr schlecht gegangen war und er absteigen musste. Nach einem Telefon mit unseren Reiseleiter Sefer, wurde Klaus gesgat ja er solle absteigen er würde dann von Ihm am Parkplatz abgeholt werden. So lief Klaus alleine los, zum Glück musste er aber nach wenigen Metern erbrechen udn bekam Bedenken dass er es alleine runterschaffen würde und kehrte daher um.

In der Zwischenzeit war Çetin über das ganze informiert worden, er bekam sofort Stress und holte seinen Bruder Metin, welcher dann den einten Einheimischen hollte. Dieser und Çetin wollten Klaus gerade nacheilen als dieser zurückkam. Nun steiegn Sie zusammen mit Klaus ab, und Metin erklärte uns es sei lebensgefährlich alleine hier in der Nacht abzusteigen, da es Wölfe gebe (die wohl eher ein kleines Problem sind) aber vorallem die Kangals welche in der Nacht die freilaufenden Schafsherden bewachten würden sich auf alles stürzen was diesen Herden zu nahe komme. Und da in der Nacht kein Hirte da istd er die Hunde dann zurückpfeift kann dies sehr schnell böse enden.

Noch während er das uns erzählte, und ziemlich angepisst war über unseren Reiseleiter Sefer, hörten wir plötzlich mehrere Schüsse! Ich dachte da nur noch Scheisse was geht denn jetzt ab, aber Metin beruhigte uns und erklärte und das Einheimische ein Gewehr dabei hätte um die Kangals zu vertreiben und wir deshalb Schüsse hörten.

So begaben wir uns dann wieder in unsere Zelte denn wir konnten ja nichts mehr tun, und mit mulmigen Gefühl schlief ich langsam ein während die Nahct immer wieder von Schüssen durchzogen wurde.

Am anderen Tag erfuhren wir dann es Klaus soweit ok ginge er wieder im Hotel sei und nun seine Magendarm-Geschichte am Auskurieren sei.
Da unser Guide Çetin ja mit Klaus abgestiegen sei würden wir nun in die grosse Gruppe von Metin verlegt werden udn mit ihm auf den Gipfel gehen.

Diese Nachricht machte mich stinksauer, genau aus dem Grund hatten wir ja extra unsere eigene Gruppe reserviert udn auch mehr bezahlt als in einer grossen Gruppe weil wir eben in unserem Tempo auf uns gestellt auf die zwei Berge steigen wollten und nicht mit einer grossen Gruppe mit Pferden und Leuten die noch nie auf einem Berg gewesen waren (teilweise waren Leute dabei die echt noch nie auf einem 2000er gewesen waren.   Ich meine dies nicht wertend gegen diese Leute nicht das man mich hier falsch versteht).

Daniel konnte mich dann etwas beruhigen immerhn waren alle sehr nett in der Gruppe und besser so auf den Berg zu kommen als gar nicht. Also nahmen wir dieses kleinere Übel in Kauf und starten etwas später mit der Gruppe hinauf zum Highcamp.

Bald verliessen wir die Graswiesen und kamen wieder in unser geliebtes Vulkanschottergelände. Da der grosse Ararat im Vergleich zu seinem kleinen Bruder aber sehr gut besucht ist hatte es einen richtigen Pfad und so wars kein Problem, und man rutschte auch nicht die ganze Zeit wieder nach hinten.

Ein paar hundert Meter unter dem Highcamp machten wir dann noche ien Pause bei einm jungen Kurden der sich hier seinen eigenen "Kiosk" errichtet hatte. Er verkaufte Eisgekühlte Getränke, welche er hier hochgebracht hatte. Da ich sienen Geschäftsinn cool fand unterstützte auch ich seinen kleinen Kiosk mit dem Kauf eines getränks.

Danach gings gemütlich die letzten paar hundert Höhenmeter hinauf zu Highcamp. Gerade als wir das Zelt fertig aufgebaut hatten schlug das Wetter plötzlich schlagartig um.

Wir konnten gerade noch ins Zelt fliehen und dann gings richtig los, Blitz und Donner Hagel und Schneeregen und ein heftiger Wind erfasste das Highcamp. Dieser Ministurm dauerte dann etwa eine halbe Stunde und verschwand dann genau so schnell wie er gekommen war. Danach war plötzlich wieder Sonnenschein.

Dann gabs erstmals ein leckeres "Zvieri" mit super Datteln, Kekse etc. lecker!

Etwas später gabs dann Nachtessen, und was für ein leckeres ein super tolles kurdisches Ragout ähnliches Gericht und eine bombastische Gewürzsuppe, echt mega fein!!!!

Dann gings auch schon in den Schlafsack und einige Stundne später genauer gesagt um halb eins Uhr morgens klingelte auch schon wieder der Wecker.

Das Frühstück und der Abmarsch verzörgte sich dann aber um über eine halbe Stunde da einige der Gruppe nicht rechtzeitig aufgestanden waren oder sehr lange brauchten um sich bereit zu machen.

Um 2Uhr gings dann endlich los, wobei der erste Teil alles im Zick zack den Schotter hoch führte, Metin ging ein gutes Tempo und ich freute mich dass es doch so gut klappte und dachte ist ja gar kein Problem. Doch nach kurzem machten wir die erste Pause und Metin meinte wir wären schneller gelaufen um warm zu werden und würden nun langsamer gehen.

Und dann wurde es dann wirklich langsam da der schwächste ind er Gruppe hinter Metin gehen musste und das Tempo angab. Da diese Person aber in den letzten Tagen fleissig jeden Tag ein Pack Zigis geraucht hatte und noch nie auf einem hohen Berg gewesen war wurde das Tempo bald extrem langsam, was mich doch nervte.

So schlurften wir vor uns hin und Daniel und mir wurde bald klar das wir es niemals bis zum Sonnenaufgang zum Gipfel schaffen würden, was mich wiederum ärgerte war es doch eine sternenklare Nacht und versprach ein perfekter Morgen zu werden.

Bei der nächsten Pause ging ich dann in mich und beruhigte mich, die Umstände waren wie sie nun mal waren und ich wollte mir nicht die ganze Besteigung versauen indem ich mich nur aufregte, oder gar Daniel sein erstes 5000er Erlebnis vermissen. Also beschloss ich das beste draus zu machen und das ganze zu geniessen, denn ein Vorteil hatte das Schneckentempo ich konnte es total gemütlich nehmen und als es hell war immer in aller Ruhe Fotos schiessen.

Als wir dann unter dem Vorgipfel ankamen und wir eine Pause machten um die Steigeisen anzuziehen sahen wir dann den wunderbaren Schatten des Berges. Obwohlw ir das gerade wenige Tage zuvor am kleinen Ararat erleben durften berührte es mich auch wieder mega, wirklcih dieser Moment gehört zu etwas vom tollsten das es an den hohen Bergen gibt!

Nun gings langsam zum kleinen Hochplateau dass vor dem Gipfel ist, dort machten wir dann ein Rucksackdepot und stiegen die letzten Meter zum Gipfel empor.

Und dann standen wir auf dem Dach der Türkei, Daniels erstem 5000er (Gratulation nochmals an dieser Stelle ganz suverän gemacht Chapeau!!) und blickten auf den kleinen Bruder hinunter und genossen die eindrückliche Fernsicht.
Ja wirklich dieser Blick von einem hohen Berg hinab in die "andere Welt" verliert nie ihren Reiz im Gegenteil es macht geradezu süchtig!

Nach einigen Fotos und Herumalbereien hiess es dann auch schon wieder absteigen was meine Hände eine gute Idee fanden war es doch bei dem starken Wind auf dem Gipfel ganz schön kalt um ohne Handschuhe Fotos zu machen.

Der Abstieg ging dann natürlich viel flotter voran, wobei der einte oder andere doch klare Anzeichen von Müdigkeit (unsicherer Gang etc.) zeigte.

Kurz bevor wir dann wieder in den Schotterteil oberhalb des Highcamps kamen gab es dann noch eine Schreckenssekunde. Auf den letzten relativ steilen Metern des letzten Firnhanges den wir noch abzusteigen hatten verlor der einte Russe das Gleichgewicht und stürzte. Er nahm sehr schnell Fahrt auf und drehte immer wieder um die eigene Achse. Zum Glück prallte er dann in einen Felsbrocken udn konnte sich an diesem festkrallen sonst wäre er viel wieter abgesürzt ohne noch gross Chancen zu ahbend en Sturz abbremsen zu können, und wäre wohl unten dann mit voller Wucht in ein Steinfeld gedonnert, wie sowas ausgegangen wäre kann sich ja jeder denken.
Zum Glück hatte er sich nichts ernsthaft verletzt und so stiegen wir nach einer kurzen Pause weiter ab.

Nachdem im nasen und ziemlich glitschigen Schotterteil nochmals volle Konzetration gefragt war, erreichten wir dann bald das Highcamp. Dort machten wir eine Stunde Pause bevor es dann gemütlich im Verlauf des Tages bis hinunter zum Auto-Parkplatz ging.

Daniel und ich waren dann doch froh als nach gut 3000Hm der Abstieg ein Ende fand, vorallem unsere Knie dankten es uns.

Danach gings zurück ins Hotel  wo wir Klaus antrafen dem es unterdessen schon wieder etwas besser ging und dann von dort nach Van wo wir am anderen Tag unser letztes Abendteuer erleben sollten, doch dies ist eine andere Geschichte...

Fazit: Ein einfacher ( für etwas geübte Bergänger die wissen wie man mit Steigeisen läuft) und doch schöner kleiner 5000er der sich wohl auch sehr gut als erster höherer Berg eignet. Die Aussicht ist wirklich toll, besonders die SIcht auf den kleinen Bruder. Da man in nicht alleine besteigen darf sollte man sich aber sienen Guide gut aussuchen, es war eine nette Gruppe und Metin ist ein sehr sympatischer Guide das wir nicht das bekommen haben was wir eigentlich gewollt ahben ist alleine der Unfägigkeit unseres Reiseleiters Sefer zu zuschreiben. trotzdme eine schöne Bergtour!

P.S: Sefer unterhält die Seite http://www.climbingararat.com, ich würde Ihn nicht weiterempfehlen, da er einfach nicht die Leistung welche man mit Ihm abmacht erbringt (WIr haben auch von anderen ähnliches über Ihn gehört)

Hike partners: TeamMoomin


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Comments (10)


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pika8x14 Pro says:
Sent 2 August 2014, 00h39
Hi Oli,

herzliche Gratulation zum Ararat.

Zwei Dinge überraschen uns aber an den Gipfelfotos -
die aserbaidschanische Flagge und vor allem: der Sonnenschein ;-).

Viele Grüße, Andrea und André.

TeamMoomin says: RE:
Sent 3 August 2014, 11h04
Danke, ja was diese Fahne dort sollte keine Ahnung aber der Guide schien sich nicht daran zu stören, und mit dem Foto bekomme ich vielleicht eines Tages einfacher ein Visum ;-)
Ja und der Sonnenschein war die konzentrierte Form von dem was ihr leider nicht hattet.

Lg Oli und Moomin

Felix Pro says:
Sent 2 August 2014, 07h27
Ciao Oli

Toll die Gegend, das Gelände, dieser Gipfel - ich gratuliere dir!

lg Felix

TeamMoomin says: RE:
Sent 3 August 2014, 11h05
Hoi Felix, danke für die Glückwünsche. Ja ist wirklich ein schöner Trekkingberg, würde dir sicherlich auch gefallen!

Lg Oli und Moomin

maawaa Pro says:
Sent 2 August 2014, 14h40
Super - eine tolle Expedition habt Ihr da gemacht ! Ganz herzliche Glückwünsche zum höchsten Gipfel der Türkei !

LG, Marco

TeamMoomin says: RE:
Sent 3 August 2014, 11h06
Danke Marco, wobei Expedition ist ja schon übertrieben ;-)

Lg Oli und Moomin

Linard03 Pro says:
Sent 2 August 2014, 20h52
Hey Oli,

coole Sache; Gratulation zum höchsten der Türkei! Auch wenn die Begleiterscheinungen nicht optimal waren - geklappt hat's ja trotzdem ...

LG, Richard

TeamMoomin says: RE:
Sent 3 August 2014, 11h07
Hallo Richard, danke viel mals. Ja es hat trotzdem geklappt und es ist ein schöner Berg und ein toller Gipfel und den Rest lösche ich einfach aus meinen Erinnerungen ;-)

Lg Oli und Moomin

Vauacht says:
Sent 3 August 2014, 20h50
Gratulation zum Ararat und Danke für den detaillierten Bericht!

Auch wenn nicht alles nach Plan lief...es lief :) Das ist ja die Hauptsache, nicht?

Happy trails!
\R.

TeamMoomin says: RE:
Sent 3 August 2014, 22h44
Merci, und schön hatd er Bericht gepasst.
Ja die magischen Momente am Berg kann einem niemand wegnehmen egal ob das andere vielleicht nicht ganz so läuft wie es sollte.

Lg Oli und Moomin


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