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Dent de Corjon-Besteigung mit Winterfeeling


Published by TeamMoomin , 9 April 2014, 22h57.

Region: World » Switzerland » Fribourg
Date of the hike: 6 April 2014
Hiking grading: T4+ - High-level Alpine hike
Mountaineering grading: PD+
Snowshoe grading: WT4 - High-level snowshoe hike
Waypoints:
Geo-Tags: CH-VD   CH-FR 
Time: 6:30
Height gain: 1000 m 3280 ft.
Height loss: 1000 m 3280 ft.

Da es am Sonntag doch schöner wurde als Anfangs Woche angenommen und eine Kollegin kurzfristig einem Treffen absagen musste beschloss ich spontan eine Tour zu unternehmen. Beim Rumstöbern fiel mein Blick wieder mal auf den Kanton Freiburg und seine "Zähne" und dann auf den Dent de Corjon. Eine Recherche bei Hikr ergab dass es im Sommer keine allzu grosse Sache war im Winter aber schwer. Einen Versuch wars wert, also auf nach Allières....

Da ich nicht genau wusste was ich für Verhältnisse antreffenwürde, hatte ich Schneeschuhe,Steigeisen Pickel und wie immer bei solchen Unternehmen zur Not mein Abseilmaterial dabei.
(Zur Schwierigkeitsbewertung siehe am Ende des Textes)

In les Allières wurde ich von einer totalen Nebelsuppe empfangen, na hoffentlich hatte sich der Wetterfrosch nicht getäuscht und es würde im Verlauf des Tages doch noch gut. Zuerst lief ich gemütlich dem Wanderweg entlang bis zur ersten Alp Pierra Derrey, von wo an es dann etwas steiler wurde.

Nachdem man ziemlich in direkter Linie über eine Wiese aufsteigt gehts dann anschliessend diagonal durch den Wald unter den Felsen durch, wobei dieser Teil bei Nässe oder Schnee aufgrund seiner doch ziemlichen Neigung nicht ungefährlich ist, vorallem da ein Ausrutscher wahrscheinlich zu einer sehr unsanften und längeren Rutschpartie führen dürfte.

Bei les Chatelards angekommen war eigentlich mein ursprünglicher Plan gewesen von hier direkt zum Wintergipfel P1791 auf zu steigen. Da ich aber gerade mal gut zwanzig Meter weit sah verwarf ich diese Idee und stieg weiter de Wanderweg folgend zur Alp Corjon auf.

Dort angekommen lichtete sich auch erstmals der Nebel etwas und ich bekam sogar einen Blick auf den les Villards. Und wenig später sah ich was auf dem Schneefeld hin und her rennen, ein Fuchs! Dieser war so vertieft in die Mäusejagd, dass er mich gar nicht bemerkte wodurch ich mich anschleichen konnte und mir so sogar ein Foto gelang. Als ich ncoh etwa 50Meter entfernt war bemerkte er mich dann und war augenblicklich verschwunden. (Bis hier ist das Gelände nie schwerer als T3 (Waldpassage).

Anschliessend stieg ich mit den Schneeschuhen auf einer durchgehenden Schneschicht zum P1791 auf. Und genau als ich auf dem Grat ankam brach die Wolkendecke auf und ich konnte ein schönes Stück de tollen Grates sehen und auch einen herrlichen Tiefblick ins Tal Pays d`Enhaut.

Dem Grat folgte ich dann noch ein gutes Stück mit den Schneeschuhen, wobei manhcmal auf die einte oder andere Spitzkehre nötig war um steilere Passagen zu überwinden (Schwerste Stellen WT4), bis hin zur Schlüsselstelle.

Diese fand ich noch massiv eingeschneit vor und da sie sehr steil und abschüssig ist, war hier sofort klar mit Schneeschuhen gehts hier nicht mehr weiter da die Abrutschgefahr viel zu hoch war
. Also zog ich nun die Steigeisen an und nahm den Pickel hervor.

Dann querte ich die Schlüsselstelle langsam hinüber zum Strauch der im Sommer oft als Auf-und Abstiegshilfe genutzt wird, hier anschliessend im steilen Schneehang bis zu den zwei Tannen unter denen durch und dann oben im Fels/Gras/Schneemixgelände auf den Grat. Ganz klat ohne Pickel und Steigeisen wäre dies viel zu heikel gewesen!

Oben auf dem Grat angekommen folgte gleich ein sehr ausgesetztes und ziemlich steiles Stück, sozuagen eine Stairway to Heaven. Konzentriert setzte ich einen Fuss um den anderen und genoss den Augenblick auf diesem luftigen Stück über dem Abgrund, ein Gefühl von Freiheit wie man es sonst selten im Alltag spürt.

Anschliessend wurde es etwas flacher und der Grat wieder etwas breiter trotzdem leistete auch hier der Pickel und die Steigeisen gute Dienste, obwohl der Teil vielleicht auch ohne zu bewältigen gewesen wäre.

Beim Vorgipfel dem P1909 angekommen bekam ich einen herrlichen Blick auf den Hauptgipfel, wirkliche in toller Grat auf einen tollen Berg mit schönem Winterfeeling im Frühling! Beim letzten Stück hies es vorallem Acht auf die ziemlich grossen Wechten zu geben und die in genügendem Abstand zu umgehen.

Und dann war es soweit Moomin udn ich standen auf dem Dent de Corjon, mutterseelen allein umgeben von herrlichen Bergen ein schönes Gefühl!

Genüsslich machten wir eine Pause und liesen die Umgebung und das Erlebte auf uns wirken, auhc die Fotokamera kam rege zum Einsatz.
Doch bei solch einer Tour ist der Aufstieg immer nur die halbe Miete und wirklich den Berg besucht hat man erst wenn man wieder unten ist. Also amchte ich mich nach etwa einer halben Stunde wieder an den Abstieg.

Der steile Grat und die Schlüsselstelle verlangten dann auch nochmals alle Konzentration und der untere Teil stieg ich dann rückwärts ab da es doch arg steil war.
Von unten gesehen links der Schlüsselstelle stieg ich dann im Wald einige Meter ab und konnte dnan auf einem langen Restschneefeld fast bis zur Alp les Chatelards absurfen, herrlich!

Dann gings wieder mit Wanderschuhen und Stöcken weiter und bald war der Abstieg mit dem kurzen Gegenanstieg nach Allières auch schn vorbei und es ging wieder nach Hause.

Fazit: WIrklich ein kleines Juwel im Kanton Freiburg das erstaunlicherweise nur selten besucht wird, obwohl es zumindestens im Sonner für geübte Berggänger gut zu erreichen ist. Im Frühling mit viel Schnee oder WInter muss man sich aber bewusst sein dass besonders die Schlüsselstelle und das folgende Gratstück eine ganz andere Herausforderung aufweisen. Mit dem nötigen Können udn Material aber auf jedenfall eine lohnende Tour!

Bewertung Schwierigkeit: Die Schwierigkeit bezieht sich ganz klar auf eine Begehung des Grates mit viel Schnee und einer verschneiten Schlüsselstelle und hat mit eine Sommerbesteigung nur wenig gemeinsam. Die WT-Bewertung bezieht sich auf das erste Gratstück bis zur Schlüsselstelle, für den ganzen Grat wäre es klar WT6, wobei ich nicht weiss ob die Schlüsselstelle überhaupt mit Schneeschuhen zu machen ist.
DasT4+ und Ws+ habe ich gegeben da die kurzen schneefreien Passagen auf dme Grat ca. T4+ sind der verschneite Grat und besonders die Schlüsselstelle eher den Charakter einer Hochtour haben. WS+ deshalb weil Schlüsselstelle kurzer Teil danach ziemlich Steil sind und auf einigen Passagen ein Absturz fatale Folgen hätte, da das Gelände doch zeimlich ausgesetzt sind.

Für eure EInschätzung und Rückmeldung wäre ich sehr dankbar da ich eine möglichst genaue Angabe der Schwierigkeiten für kommende Hikr`s erstellen möchte.




Hike partners: TeamMoomin


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T5+
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