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Fess-Dur mit Schlüechtli-Variationen


Published by Polder , 1 March 2014, 21h42.

Region: World » Switzerland » Grisons » Safiental
Date of the hike:25 February 2014
Ski grading: AD+
Waypoints:
Geo-Tags: Signina   CH-GR 
Height gain: 2600 m 8528 ft.
Height loss: 5200 m 17056 ft.

Fess-Moll wäre dann der Böse Fess mit Bruchharsch... Wir hingegen genossen Tenner Traumtage, 6 Tage (fast) immer Sonne, perfekter Pulver, günstige Lawinensituation und die Grosseltern, mit welchen wir uns in der Kinderbetreuung abwechseln - was für ein Kontrast zum bisher mässigen Winter!

23. Februar: Schlüechtli mit Abfahrt via NNW-Grat, Brüner Alp nach Arezen Fatscha (2 mal 650 Hm auf, 1300 Hm ab)

Früh morgens Aufbruch, im Sinne hatten wir den Fess, doch da noch keine Spur in den steilen Hängen zu den Schneeböden lag und wir denen und den zu unterquerenden steilen Südhängen des Nollen nicht so trauten, wählten wir den Spatzen in der Hand und bogen schliesslich gegen das Schlüechtli ab. Ein Schäumchen Neuschnee und der strahlende Morgen entschädigten für die leise Enttäuschung. Wegen dem frühen Aufbruch waren wir (abgesehen von sich eben aus dem Zelt schälenden Biwäklern) die ersten oben und v.a. die allerersten in der NW-Abfahrt. Inzwischen sahen wir 3 Personen am Piz Rien, in offenbar anstrengender Spurarbeit und in steilen Hängen. Wegen der Rückenlage machte uns unsere Abfahrt lawinenmässig keine Sorgen, der perfekte Pulver jedoch umso mehr Spass! Abgesehen von einer kurzen Tragepassage im Wald reichte der Schnee just knapp zur Poschihaltstelle, von wo uns der 10.30-Kurs in 18 Minuten zurück ins idyllische Tenna brachte.
Den Schwiegervater überkam ob unserer euphorischer Berichte auch noch das Jucken, sodass ich die Tour ein zweites Mal anging, diesmal mit nördlicherem Aufstieg nahe am Tenner Chrüz vorbei. Ebenso Pulver sehr gut, einfach mit 6 Spuren mehr!

25. Februar: Piz Fess (1300 Hm auf und ab)

Seit vorgestern lag also eine Aufstiegspur am Piz Riein, aber immer noch keine Abfahrtsspuren... Eine alternative Abfahrtsroute konnten wir uns kaum vorstellen, sodass wir uns etwas Sorgen machten... Um allfälligen Nassschneerutschen zu entgehen, brachen wir noch früher, kurz nach 6 auf. Die Querung war problemlos, der anschliessende Steilaufstieg zur Tällihütte  - wo wir 3 Vorgänger mit Splitboard einholten - hart und etwas mühsam, insbesondere wegen zweier grosser frischer Lawinenkegel. Oben dann die perfekte Winterwelt - inzwischen war auch das Spurrätsel geklärt: Dieselben Splitboarder fuhren vorgestern in steilenCouloirs der N-Flanke des Riein ins Tälli ab!
Wir verliessen ihre Spur, um über zwei kurze Steilstufen und unter Vermeidung grosser Steilhänge die gleissenden jungfräulichen Schneeböden zu gewinnen - ein Skitourentraum! Imposant der im letzten Moment auftauchende böse Zahn des Fess, der das übliche Fernpanorama in origineller Weise ergänzt. Um rechtzeitig unter dem Nollen durch zu sein, machten wir uns alsbald an die Abfahrt, die allerbeste dieses Winters, bis unter die Tällihütte perfekter unverfahrener Pulver, der uns auch im oberen Teil des Tobels (das wir für die Abfahrt wählten) erhalten blieb. Unten dann eng, mit Lawinenschnee, aber summa summarum problemlos, sodass wir noch vor 11 in der Pension Alpenblick zum hausgemachten Steinpilzsüppchen eintrafen.

27. Februar: Schlüechtli via NE-Rücken (Scala) nach Arezen Fatscha (650 Hm auf, 1300 ab)

Endlich einmal Nebel und ca. 5 cm Neuschnee :-)! Es sah jedoch nach Besserung aus, sodass wir nochmals zum Schlüechtli aufstiegen, in blendigem Whiteout auf der alten Autobahn. Oben dann doch nicht die erhoffte totale Aufklarung, aber immerhin drückende Sonne und Lüftungen des Nebelschleiers, was uns eine gut sichtige Abfahrt erlaubte. Diesmal wählten wir in genialem Pulver die 600-Hm-Hammerflanke am NE-Rücken, die im Fatscha-Tobel ausläuft, wo der Schnee klebrig und die weitere Abfahrt zur Arbeit wurde. Kurz vor Arezen auf einem Ziehweg nach rechts raus und dann über schöne Lichtungen zur Safienstrasse kurz ob Arezen Fatscha - ab dort wie gehabt, diesmal aber aufs 13.30-Poschi!

Hike partners: Polder


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