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Hochflachkofel 3097m - Abseits der Rennstrecken


Published by georgb , 12 March 2014, 09h27.

Region: World » Italy » Trentino-South Tirol
Date of the hike:11 March 2014
Ski grading: PD+
Waypoints:
Geo-Tags: I 
Time: 7:00
Height gain: 1600 m 5248 ft.
Height loss: 1600 m 5248 ft.
Access to start point:Sand in Taufers-Rein-Parkplatz Säge
Maps:tabacco 035 Rieserferner Gruppe

Rein in Taufers, ein wunderschönes Fleckchen Erde, bietet Wintersportlern vielfältige Möglichkeiten: Ein kleiner Lift für Alpinskifahrer ist vorhanden, weitläufige Loipen für Langläufer und neuerdings auch Anstiege für Skitourenrenner. Was sich auf dem Weg zum Magerstein an manchen Tagen abspielt, ist erschreckend. Weit mehr als 100 Skitourengeher werden an schönen Tagen gezählt. Laut Führer benötigt man 5-6 Stunden für den Aufstieg, aber 3 Stunden sind inzwischen beinahe Standard und im Minutentakt werden wir von keuchenden und stampfenden Rennern überholt auf dem Weg zur Kassler Hütte.
Das wollen wir uns nicht weiter antun und zweigen kurz nach der Hütte ab Richtung Südosten zum Hochflachkofel. In Sekundenschnelle sind wir komplett allein unterwegs. Ein paar alte Spuren sind schon gelegt und wir marschieren hinterher über kupiertes Gelände immer mit den mächtigen Hoch- und Wildgall im Visier. Um auf den Östlichen Rieserferner zu gelangen, müssen wir über einen steilen Hang hinunterqueren, so tief ist der Gletscher inzwischen abgesunken. Besser wäre es schon viel früher gewesen auf ca. 2400m, aber auch unser Hang fühlt sich noch!? stabil an. 
Es folgt ein langer Haatscher hinauf zur Scharte zwischen Wildgall und Hochflachkofel auf 3000m, über eine weite Schneewüste in glirrendem Sonnenschein, beinahe surreal. Während sie drüben am Magerstein um die Wette steigen, sind wir die Einzigen auf dem Weg und nach dem harmlosen, flachen Ostgrat genießen wir die Ruhe auf dem Gipfel.
Die Abfahrt ziehen wir bis zum Hartdegenweg durch, auch wenn wir danach für 50 Höhenmeter wieder auffellen müssen, um zur Kassler Hütte zu gelangen. Es lohnt sich definitiv, auf den nordseitigen Hängen ist der Schnee zwar windgepresst, aber teilweise auch pulvrig!
Die Einkehr am Rifugio Roma ist äußerst entspannt, die Athleten sind längst alle abgefahren, sie gönnen sich sowieso kaum eine Rast mit der Stoppuhr immer im Blick. So sitzen wir im Kreise von Winterwanderern und Schneeschuhgehern, sprich Bergfreunden, die die Natur genießen wollen.
Dabei vergessen wir fast, dass der skitechnisch anspruchsvollste Teil noch bevorsteht, aber dank der vielen Begehungen und ausreichend Schneeauflage ist der Steig heuer in gutem Zustand und so sind wir den Skitourenrennern am Ende doch noch dankbar!

Hike partners: georgb


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