Seehorn (2321m) - im Winter immer wieder schön


Published by Daniel87 , 22 February 2014, 22h52.

Region: World » Austria » Nördliche Ostalpen » Berchtesgadener Alpen
Date of the hike:18 February 2014
Ski grading: PD
Waypoints:
Geo-Tags: A 
Time: 8:30
Height gain: 1350 m 4428 ft.
Height loss: 1350 m 4428 ft.
Route:Parkplatz Hintertal-Seehorn-Parkplatz Hintertal
Access to start point:Auf der Straße von Lofer Richtung Saalfelden, in Weißbach am Schild Hintertal/Hirschbichl, nach links abbiegen. Steigungsabschnitte der folgenden Straße waren heute kaum vereist (sonst Schneeketten; keine Salzstreuung). An einer Kehre bei Hintertal, vor dem Fahrverbot dann ein Parkplatz (2€).

Mangels Alternativen das Seehorn erneut besteigen, nachdem ich es schon einmal besucht hatte? Rückblickend war dies eine recht gute Entscheidung - nicht umsonst ist man hier selten allein unterwegs und findet oft schon eine Spur vor. Die Tour zeichnet sich nämlich nach wie vor durch ihren Reichtum an Abwechslung und ihre faszinierende Skiabfahrt aus. Die Landschaft ändert während des Tourenverlaufs immer wieder ihr Gesicht und man bekommt für diese Höhe ganz ordentliche Ausblicke geboten. Ihren Ursprung nimmt die Tour an einer Stelle, an welcher man oft noch mit Schnee rechnen kann, wenn andernorts dies jedoch schon nicht mehr zutrifft, was bekanntlich von Vorteil ist, sofern man ungern seine Skiausrüstung trägt.

Nachdem an jenem Tag in den Kalk- und Zentralalpen hohe Bewölkung prognostiziert wurde, musste für meine zweite richtige Skitour im eigentlichen Sinne, ein schönes Ziel möglichst weit östlich gefunden werden. Da ich die Berchtesgadener Alpen besonders mag, ging es nun eben wieder auf das Seehorn, welches für Touren mit Ski prädestiniert zu sein scheint.
Die abenteuerliche Steilstraße zum Ausgangspunkt stellte das größte Problem dar - das Eis war aber größtenteils abgetaut. Die Forststraße, ab der der Tag seinen Lauf nimmt, war noch einigermaßen gut verschneit, vom Waldboden konnte man das eher weniger behaupten. Bis etwa 1400m war die Schneedecke auch nordseitig nur hauchdünn. Die Forststraße zog sich wieder enorm dahin, doch wie so oft wurden die Eindrücke mit der Höhe immer intensiver. Weiter oben lichtete sich allmählich der Talnebel und weit in der Ferne schimmerte nun der winterlich weiße Gipfel in der Sonne. Hier wurde ich mir dann auch wieder der Dimension der Tour bewusst. Etwa zehn andere Tourengeher waren auch noch unterwegs und rauschten überwiegend mit beachtlichem Tempo an mir vorbei. Den Gipfel hatte ich dafür dann für mich allein und konnte bei warmen Temperaturen und diesmal vor allem ohne Sturm eine lange Pause einlegen.
Bei der Abfahrt waren die Latschen diesmal fast gänzlich überschneit und blockierten somit in den Kurven nicht wieder meine Bewegungen. Im Wald musste ich feststellen, dass präzise koordinierte Schwünge hier äußerst ratsam sind. Ergänzend sei noch erwähnt, dass sich der Schneebelag auf der Forststraße sicher bald auflösen dürfte.

Der Skiaufstieg war an den steileren Hängen recht anstrengend, da nur unverbundener Lockerschnee auf einer harschig-glatten Altschneedecke lag und ausrutschen aus naheliegenden Gründen keine Option war. Der leicht abgewehte Gipfelhang war zudem von freiliegenden Steinen übersät.
Die Tour weiß aber, nicht zuletzt auch wegen der tollen Abfahrt noch immer zu überzeugen.

Hike partners: Daniel87


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