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Herrliche Herbstwanderung auf der Hohgantkette


Published by TeamMoomin , 8 November 2013, 14h04.

Region: World » Switzerland » Bern » Berner Voralpen
Date of the hike: 1 November 2013
Hiking grading: T5- - Challenging High-level Alpine hike
Climbing grading: II (UIAA Grading System)
Waypoints:
Geo-Tags: CH-BE   Schrattenflue-Gruppe 
Time: 7:30
Height gain: 1350 m 4428 ft.
Height loss: 1200 m 3936 ft.

Vom goldigen Herbst habe ich bis jetzt leider sehr wenige Tage erwischt, daher wollte ich jeden nutzen den ich noch erwischen konnte und so ergab es sich an diesem Freitag dass ich mit meinem Wanderkollegen unverhofft einen wahren Supertag im Emmental erleben durfte.....

Das Wetter sollte zumindest am Morgen noch gut sein also beschlossen Janno und ich von Kemmriboden auf den Furggengütsch zu steigen und dann spontan je nach Wetterverlauf evtl. auf dem Grat noch weiter zu gehen.

In Kemmriboden angekommen gehts zuerst relativ unspektakulär auf der Strasse entlang bis Hinders Hübeli, wo dann der Weg auf eine breite Schotterstrasse abbiegt und sich bald schon langsam im Wald Richtung Schärpfeberg Alp empor begibt. Ab dort gehts dann auf den Bergweg welcher durch ein extrem schönes Hochmoorgebiet zur Hohganthütte hochführt. Gerade im Herbst sieht dieser Teil wahrlich bombastisch aus, und erinnerte mich sehr stark an Skandinavien.

So verging der Aufstieg auch wie im Fluge und alsbald schon standen wir bei der Hohganthütte, welche obwohl Sie geschlossen war mit einem schönen grossen Bank zur Rast einlud. So sassen wir dort genossen unser Znüni und bestaunten die schöne Umgebung, wirklich eine tolle Hütte an einem grandiosen Ort! Schade hats dazumal mit dem geplanten HIkr Treff hier nicht geklappt wäre sicherlich ganz toll geworden!

Danach stiegen wir gemütlich  hinauf zum P.1897 und von da aus im Trichter dem Wanderweg folgend zwischen Hohgant Steinigi Matte und Furggengütz empor, wobei der Weg hier teilweise etwas mühsam da er ziemlich aufgeweicht und rutschig war. Vom Vorgipfel des Furggengütsch (P. 2188) steigt man dann nochmals einige Meter ab, wobei auch hier aufgrund des aufgeweichten und dadurch rutschigen Untergrunds Vorsicht geboten ist, und dann einige Meter empor und schon steht man auf dem Gipfel.

Die Aussicht ist herrlich! Vom Brienzergrat, Schrattenflue die ganzen Berner Riesen bis ins Wallis sowie Obwalden etc. bietet dieser Berg für seine geringe Höhe gradezu eine spektakuläre Aussicht! So genossen wir trotz eisigem Wind unsere Gipfelrast mit fotographieren und bestaunen der herrlichen Landschaft.

Da das Wetter immer noch stabil aussah beschlossen wir den Hohgant-Steinigi Matte ebenfalls noch zu besuchen. Zuerst gingen wir zusammen wieder bis zur Abzweigung des Wanderweges welcher zur Hohganthütte hinunterführt zurück von wo aus dann Janno dem Wanderweg folgend zum Gipfel aufstieg.

Ich stieg direkt dem Grat folgend zum Gipfel ,über die drei Bären, hoch. Zuerst gehts in einer Rinne, in der man über einen Klemmblock steigt und dann unter einem durchkriecht auf den ersten Turm. Von da aus muss man vorsichtig wieder etwas abklettern um in eine Zwischenscharte zu kommen bevor man dann in gut gestuften Gras/Felskombogelände auf den zweiten Turm steigt, und dann ähnlich weiter über die weiteren zwei bis zum Gipfel.
Das Gelände stellt sicherlich auf dieser Tour die Schlüssestelle dar, daher auch die Bewertung mit T5 II, ohne diesen "Umweg" über die drei Bären dürfte die Tour ca. T3+ sein.

Auf dem Hohgant-Steinige Matte trafen wir uns dann wieder, und da das Wetter immer noch vielversprechend aussah beschlossen wir nun definitiv den rest des Grates auch noch zu bewandern un dann nach Innereriz abzusteigen.

So folgten wir bei herrlichem Panorama alles dem Grat bzw. dem Trampelpfad der hinüber Richtung Aff führt. Der Weg selbst führt direkt unter dessen Gipfelaufbau herum, wobei ich es mir nicht entgehen liess noch schnell den Gipfel zu besuchen während Janno lieber kurz eine Pause machte. Zuerst gehts wenige Meter im Steilgras empor, Achtung ziemlich rutschig (ist in den nächsten tagen mit dem vielen Regen sicher nicht besser geworden). Dann durch eine schmale Rinne ein beherzter Griff und schon ist man auf dem Aff oben dann noch wenige Meter zum höchsten Punkt rüber et voilà.

Wie sich nachher zeigte könnte man den Aff auch einfach von der anderen Seite besteigen, generell iste r viel einfacher zu ersteigen als zuerst gedacht.

Danach folgten wir dem Trampelpfad unter dem Wysschrüzgrat entlang bis wir ziemlich direkt unter dem Widderfeld standen, dort verliesen wir den Weg und gingen im ZickZack die Grasflanke empor immer wieder schöne Trittspuren von Wild ausnutzend zum Grat empor und dann wenige Meter auf einem Trampelpfad unschwer zum Gipfel.

Als wir hier auf dem Gipfel einen Juchzer losliesen erschracken wir fast ab dem Mehrfachecho das uns entgegenschlug, natürlich freuten wir uns diebischdarüber und verbrachten die nächsten Minuten mit rumblödeln bzw. allerlei Echosprüche los zu lassen ;-)

Danach gingen wir zum Hohgant West Gipfel hinüber ud von dort Richtung Chrindenpass. Auf diesem Stück Weg hattenw ir dann noch eine ganz tolle Begegnung mit ein paar Alpenschneehühner die uns extrem nahe herankommen liesen (ca. 10Meter), herrliche Tiere!

Geradezu beflügelt durch diese tolle Begegnung beschlossen wir noch weiter zu wandern und das Trogehorn auch gleich noch zu besteigen, wobei die schlammige Rinne mit den kleinen Leitern welche man dabei absteigen muss ziemlich rutschig/matschig war und daher eher unangenehm. (Hier war leider der Akku meiner Kamera leer, daher gibts a hier keine Fotos mehr)

Der Aufstieg zum Trogehorn wartet dann auf den letzten Metern nochmals mit herrlichem Blockgelände auf wobei das Kraxeln hier wahrlich Spass machte! Nachdem wir eine kurze Rast gemacht hatten gings dann im Eiltempo nach Innereriz hinunter da wir laut Wanderweg noch 2 Stunden benütigten und aber in 75Minuten das letzte Postauto abfahren würde. Wir waren dann sogar so schnell das es noch für ein Bier im Wirtshaus zur Säge reichte :-)

Fazit: Eine wahrlich königliche Herbsttour die alles bot was das Herz begehrt, eine unendlich schöne Aussicht schöne Kraxelpassagen die man aber bei Bedarf alle weglassen kann, eine schöne Begegung mit Alpenschneehühnern und ein toller Tag ind er Natur mit einem Kollegen, also Glück pur!


Hike partners: TeamMoomin


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