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Piz Traunter Ovas 3152 m - Der schwarz-orange Berg zuhinterst im Val Bever


Published by Ivo66 , 18 August 2013, 19h35.

Region: World » Switzerland » Grisons » Oberengadin
Date of the hike:18 August 2013
Hiking grading: T4 - High-level Alpine hike
Waypoints:
Geo-Tags: CH-GR 
Time: 6:15
Height gain: 1100 m 3608 ft.
Height loss: 1100 m 3608 ft.
Route:Julierpass - Fuorcla Alva - Fuorcla Margun - Vadret Traunter Ovas - Fuorcla Traunter Ovas - Piz Traunter Ovas - Fuorcla Margun - Corn Margun - Fuorcla Margun - Fuorcla Alva - Julierpass
Maps:1:25'000 - Bivio

Der Piz Traunter Ovas liegt geografisch gesehen zwar im Engadin (Gemeinde Bever), ist aber vom Oberhalbstein aus schneller erreichbar, als aus dem langen Val Bever. Wer einmal in der farbenprächtigen Geröllwüste zwischen Oberhalbstein und Engadin unterwegs war, wird fasziniert sein von dieser einzigartigen, weiten Landschaft. Aus diesem endlosen, mehrfarbigen Schutt- und Geröllgelände sticht der Piz Traunter Ovas dank seiner orangen und schwarzen Färbung markant heraus. Besonders vom grösseren Nachbarn, dem Piz Surgonda aus, weiss er durch seine aussergewöhnliche äussere Erscheinung zu gefallen.

Es war an der Zeit, diesem wenig begangenen Berg einen Besuch abzustatten. Die Besteigung ist nicht schwierig, verlangt aber wohl passable Verhältnisse, da ein grosser Teil der Route über den Gletscher Vadret da Traunter Ovas führt. Dieser ist zwar wie fast alle Gletscher der Gegend auf einen eher kümmerlichen Rest zusammengeschmolzen, doch dürfte bei Schneelage nicht immer sicher zu erkennen sein, was sich unter der Schneedecke genau befindet. Heute war der Gletscher komplett ausgeapert und ein wohl nicht unerheblicher Teil befindet sich in Form von Toteis unter den Schutt- und Geröllhalden.

Diese farbenfrohen Kontraste machen die Tour dann zum Genuss: Schwarze, grüne, orange und weisse Steine - bunt gemischt und im Einklang mit dem grau und weiss der Gletscher. Hinzu kommt ein prächtiges Gipfelpanorama, welches sich zwar aufgrund des höheren Piz Surgonda auf die Aussicht gegen Westen, Norden und Osten beschränkt, aber dennoch überwältigend ist, liegt einem doch das ganze, lange Val Bever zu Füssen, flankiert mit den wilden Bergen der Albula-Alpen. Wer sich scheut, solch scheinbar mühsam zu begehendes Gelände unter die Füsse zu nehmen, wird angenehm überrascht sein, denn das Terrain ist meist gut, über weite Strecken sogar bequem zu begehen; passabler als manch ein ruppiger Wanderweg.

Die Gewitterneigung blieb harmlos, weshalb noch Zeit für den kurzen Abstecher zu unserem "Privat-Berg", dem Corn Margun 3034 m, vorhanden war. Vor zwei Wochen deponierten wir hier ein Gipfelbuch, welches wie erwartet noch immer jungfräulich in der Gamelle lag. Zu unserem grossen Erstaunen tauchte just bei unserem Eintreffen am Gipfel vom Ostgrat her wie aus dem Nichts ein anderer Berggänger auf, der sich nach uns als erster im Buch eintrug. Was für ein Zufall: Da bekommt der Corn Margun wohl alle paar Monate mal Besuch, und dann dafür gleichzeitig von zwei Partien aus zwei verschiedenen Richtungen. Wir waren alle gleichermassen erstaunt, aber auch erfreut über die unerwartete, aber sehr sympathische Begegnung.

Routenbeschreibung:

Julierpass - Fuorcla Alva - Fuorcla Margun (T3)

Etwas nordöstlich des Gasthauses La Veduta bei einem Parkplatz in einer Kurve der Passstrasse steigt man weglos die Grashänge hoch und wandert anschliessend, teilweise auf Pfadspuren, durch das recht flache Tal über eine Hochebene hinauf zur Fuorcla Alva. Von dort geht es in gleicher Richtung, zunächst leicht abwärts haltend, weiter (zu Beginn Pfadspuren). Später geht man weglos mehr oder weniger in der Falllinie mässig steil über gut begehbares Schuttgelände hoch zur Fuorcla Margun.

Fuorcla Margun - Fuorcla Traunter Ovas (T4)

Man traversiert am besten leicht absteigend in nordwestlicher Richtung den steilen Schutthang (vereinzelt Pfadspuren) und erreicht den Gletschersee, welchen man nördlich umgeht. Danach peilt man über flaches Gelände an beliebiger Stelle die Fuorcla Traunter Ovas an, wobei man den Gletscher nördlich umgeht. Erst wenn man sich dem Gletscher nähert, kann man erkennen, dass der ganze, kurze Aufstieg zur Fuorcla Traunter Ovas ohne Gletscherkontakt erfolgen kann. Über zum Teil etwas unangenehmen Schutt stiegen wir so zur Fuorcla auf.

Fuorcla Traunter Ovas - Piz Traunter Ovas (T3)

Ohne Schwierigkeiten folgten wir dem wenig ausgeprägten Grat bzw. Rücken, der von der Fuorcla Traunter Ovas zum Gipfel führt.

Abstecher Corn Margun von der Fuorcla Margun (T5)

siehe hier .

Hike partners: Ivo66, Lena


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Comments (4)


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trainman says:
Sent 19 August 2013, 02h04
Geniale Landschaftsbilder, gratuliere!!
Grüsse trainman

Ivo66 says: RE:
Sent 19 August 2013, 12h17
Vielen Dank. In einer solch unglaublichen Landschaft allerdings ein Selbstläufer;-)

Viele Grüsse, Ivo

KraxelDani says: Steine in allen Farben am Traunter Ovas
Sent 19 August 2013, 21h42
Hallo Ivo, hallo Lena,

ja, der Traunter Ovas... Gefällt mir wirklich sehr.
Ich gehe übermorgen mit einer Gruppe in die Jenatschhütte, da werden wir wahrscheinlich auch mal auf den Traunter Ovas steigen...

Liebe Grüsse,
Dani.


Ivo66 says: RE:Steine in allen Farben am Traunter Ovas
Sent 19 August 2013, 22h32
Hallo Dani

Da wünschen wir Dir bzw. Euch schöne Touren. Das Wetter spielt ja mit - wie so oft im Oberhalbstein und dem Engadin...

Gruss Ivo und Lena


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