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Blaser, 2240 m - schöne Eingehtour im Wipptal


Published by sqplayer , 18 August 2013, 14h03.

Region: World » Austria » Zentrale Ostalpen » Stubaier Alpen
Date of the hike: 4 August 2013
Hiking grading: T2 - Mountain hike
Waypoints:
Geo-Tags: A 
Time: 5:00
Height gain: 1000 m 3280 ft.
Height loss: 1000 m 3280 ft.
Route:ca. 10 km
Access to start point:Von Steinach am Brenner nach Trins im Gschnitztal, dort Parkplätze am Ortsausgang
Access to end point:Von Steinach am Brenner nach Trins im Gschnitztal, dort Parkplätze am Ortsausgang

Vor meiner Zugspitzenbesteigung wollte ich zumindest schonmal einen 2000er bestiegen haben, um die Knochen schonmal an das stramme, Marschieren zu gewöhnen.
 
Da ich in Steinach am Brenner residierte, kam der Blaser, 2240 m, in Frage. Die Serles wäre eigentlich noch besser gewesen, aber bis dato wusste ich noch gar nichts von ihr. Der Blaser sollte angeblich der "schönste Blumenberg der Alpen" sein, ich war gespannt.
 
Also fuhr ich Sonntag morgen ein paar Minuten lang in das kleine Dorf Trins im unaussprechlichen Gschnitztal, welches nicht weit von Steinach ist. Am Ortsausgang stellte ich die Kiste ab und schulterte den Rucksack.
 
Es ging gleich pervers steil eine Straße hinauf und es war 30 Grad heiß und sehr schwül. Für 14 Uhr waren Gewitter angekündigt und es war 11 Uhr. Das könnte knapp werden, da der Aufstieg ca. 2,5 Stunden war! Leider bin ich nicht so der Frühaufsteher ;-)
 
Nach der steilen Straße fand ich mich am eigentlichen Ausgangspunkt wieder. Zwei Wege gingen hier zum Blaser: der als "bequemster Weg" ausgeschilderte mit 3,5 Stunden und der harte Weg Nr. 30 in 2,5 Stunden. Keine Frage, dass ich mich für die maximale Quälerei entschied ;-)
 
Da die 1 Stunde Zeitgewinn ja auch irgendwo begründet sein musste, ging es auch gleich steil bergan über eine kleine Wiese, dann durch einen Wald. Mehrmals kreuzte ich den "bequemen Weg". Der Schweiß lief mir aufgrund der Temperatur in Strömen herunter.
 
Irgendwann hörte der Wald auf und steil ging es über AlmWiesen bergan. Nun konnte ich schon das Gipfelkreuz erblicken. In einem weiten Schlenker ging das letzte Stück auf dem Fahrweg vorbei an der Blaserhütte und dann in ca. 10 Minuten bis zum Gipfel. Hier hat man eine wunderbare Aussicht bis nach Innsbruck und zum Patscherkofel. Auch die mächtige Pyramide der Serles sieht man hier. Hätte ich von der Serles früher gewusst, hätte ich lieber sie bestiegen. Der Berg sieht zwar furchteinflößend aus, soll aber relativ einfach sein. Man sieht auch den mächtigen Habicht mit seiner markanten Form. Aber das beste war der Blick auf die Zillertaler 3000er! Der Hochfeiler war leider nicht sichtbar, da er sich offenbar hinter Olperer und Co. befand.
 
In der etwas unter dem Gipfel gelegenen Blaserhütte kehrte ich kurz ein, weil ich einen Mordshunger hatte. Ich bestellte Leberkäse mit Spiegelei und ein Skiwasser. Mmmmmh, lecker! Als ich kurz auf die Uhr sah, bemerkte ich, dass es bereits 14 Uhr war. War nicht von Gewitter die Rede? Ich schaute nach rechts zur Serles hinüber und stellte fest, dass die dort hängenden Wolken sich nochmals verdunkelt hatten. Überhaupt schien es sich jetzt schnell zuzuziehen. Da blieb mir doch der Leberkäse im Halse stecken, Herrschaftszeiten nochamal! Die Wirtin sagte, wenn ich schnell bin, schaffe ich es noch runter.
 
Also ging ich los, oder eher gesagt "rannte" ich los! Kurz vor dem Wald merkte ich die berühmte "Ruhe vor dem Sturm". Und dann kam auf einmal Wind auf, ein typisches Zeichen eines nahenden Gewitters. Gerade als ich im Wald war, begann es im Himmel zu Grummeln. Zum Glück war ich nicht direkt im Zentrum des Gewitters, dieses schien eher über der Serles zu sein. Im Minutentakt blitze und donnerte es. Ich schaffte es noch durch das obere Waldstück, doch dann kam eine längere Passage an einem Waldschut-Drahtzaun entlang. Das ließ ich lieber sein, stellte er doch den perfekten Blitzableiter dar. Also hockte ich mich im Wald auf den Boden und wartete das Gewitter ab, welches nach einer halben Stunde nachließ.
 
Nach ca. 5 Stunden insgesamt kam ich wieder am Auto an. Der Blaser über Weg Nr. 30 ab Trins ist anstrengend, aber auch eine landschaftlich sehr schöne Eingehtour mit Tiefblick nach Innsbruck. Von Blumenpracht habe ich aber nicht viel gesehen - vielleicht war August da zu spät!

Hike partners: sqplayer


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