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Chlein Schwarzhorn 2968 m - Kleine Perle am Flüelapass


Published by Ivo66 , 17 August 2013, 17h31.

Region: World » Switzerland » Grisons » Davos
Date of the hike:17 August 2013
Hiking grading: T4 - High-level Alpine hike
Waypoints:
Geo-Tags: CH-GR 
Time: 3:30
Height gain: 620 m 2034 ft.
Height loss: 620 m 2034 ft.
Route:Flüelapass - P. 2705 m - P. 2852 m - Südgrat - Chlein Schwarzhorn
Maps:1:25'000 Scalettapass

Das Chlein Schwarzhorn steht am Flüelapass zwar im Schatten des prominenteren 3146 m hohen Schwarzhorns, ist aber ein eigenständiger Berg und so "chlein" ist er nun auch wieder nicht, denn läge er knapp 100 km weiter nordöstlich, wäre er der höchste Berg Deutschlands.

Während das Flüela Schwarzhorn einer der am meisten bestiegene Berg Graubündens sein dürfte, fristet sein kleiner Bruder - nur einen Kilometer nördlich davon gelegen - ein Mauerblümchendasein: Gemäss den Einträgen im hübschen Gipfelbuch wird das Chlein Schwarzhorn in manchen Jahren nur 4 - 5 mal besucht; dieses Jahr war unser Eintrag allerdings bereits der 13., weshalb das Jahr 2013 klar auf Rekordkurs ist. Hingegen standen auch heute auf dem Flüela Schwarzhorn bereits ein vielfaches an Menschen dessen, welches das Chlein Schwarzhorn dieses Jahr je sehen wird.

Genau diese etwas vernachlässigten Berge sind es, die uns immer wieder anziehen. Auf der Reise über den Flüelapass bot er sich unmittelbar an für eine kleine Bergtour. Da die gesamte Route von der Passstrasse aus weglos ist und zu einem grossen Teil über Schutt- und Geröllfelder führt, ist eine Besteigung trotz der geringen Höhendifferenz von nur etwa 600 m ziemlich anstrengend. Die Aussicht vom Gipfel kann durchaus mit jener vom Flüela Schwarzhorn mithalten, sieht man einmal davon ab, dass ein Teil des Panoramas gegen Süden von eben dem grossen Bruder eingenommen wird.

Auf kürzester Distanz erlebt man auf dieser Mini-Bergtour eine prächtige Vielfalt an Alpenblumen, farbenfrohes Geröll, einen kleinen Gletscher mit einem Seelein, einen schönen Blockgrat, welcher zu einem einsamen Gipfel führt und nach der Gipfelrast eine rasante Abfahrt durch rutschige Schutthalden. Heute kreuzte eine Gams mit ihrem Kitz unseren Weg und auf dem Gipfelgrat posierte eine Alpenbraunelle für die Fotokamera.

Das Waschküchenwetter - auf der Anreise aus dem Unterengadin hatte es sogar geregnet - verleihte dem Ganzen einen stimmungsvollen Rahmen.

Routenbeschreibung:

Man steigt am besten im Bereich der Flüelapasshöhe südlich des Sees die gegen oben immer steileren Hänge auf. Wir hielten uns dabei links. Schon von unten fällt einem ein markanter Felsriegel auf. Wir stiegen durch diesen - linkerhand - durch eine markante, breite Rinne auf, wo wir den Gletschersee westlich von P. 2705 m erreichten.

Vom Gletscherseelein peilt man über weite Geröllfelder die Einsenkung im Grat an (P. 2852 m). Der Zustieg dort hinauf ist sehr steil und mühsam, da dort viel lockeres Kleinmaterial liegt. Am besten hält man sich den Felsen entlang rechterhand. So bald wie möglich steigt man dann von Vorteil rechts über Schrofengelände zum Grat hinauf. Der einfache Blockgrat bietet keine Schwierigkeiten bzw. solche können in den Flanken ohne Probleme umgangen werden. Gegen den Gipfel zu geht der Grat in einen Schutthang über. Schwierigkeit aufgrund der Steilheit und des nicht immer einfachen Geländes T4.

Abstieg: Wir stiegen nur kurz dem Grat entlang ab und surften bald an geeigneter Stelle durch ein steiles Schuttfeld ab, wo wir später wieder den Gletschersee erreichten. Ein Aufstieg dort wäre zwar möglich, aber wohl sehr kraftraubend.

Hike partners: Ivo66, Lena


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