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Ihr Wanderweg führt durch unseren Streichelstall....


Published by Henrik , 6 September 2013, 20h30. Text and phots by the participants

Region: World » Switzerland » Luzern
Date of the hike:16 August 2013
Hiking grading: T2 - Mountain hike
Waypoints:
Geo-Tags: CH-LU   CH-NW 
Time: 5:30
Height gain: 421 m 1381 ft.
Height loss: 678 m 2224 ft.
Route:Lifelen - Meiestoss - Vorder Lauenen - Gantersei - Dorschnei - Obernau - Kriens
Access to start point:cff logo Schwarzenberg LU, Lifelen
Access to end point:cff logo Obernau, Dorf
Maps:Tobi's Sinn für gute Bergbeizen!

... wenn ich aus Affoltern am Albis aus dem Dienst spätabends mit dem Range Rover nach Basel zurückfahre, nehme ich mir für den Folgetag doch etwas Zeit. Ursprünglich hatten mich die Rotsee-Schnäbler für ein Date im Bahnhof Luzern für acht Uhr „bestellt“, zwei SMS und ein Anruf ins „Lozärnische“ liessen uns einen späteren Zeitpunkt vereinbaren, der genügend „Spazi“ bereit hielt, auch zeitig noch den „Futtertrog“ zu erreichen, denn der Monschter-Türeler und Lagopus wollten mir ihr „felsiges Hinter- und Kinderzimmer“ im Eigenthal zeigen.  
 
... mit dem ICN gleite ich durch Mittelland, ohne Zeitungstasche, dafür mit dem „Wischmob“ auf den Knien! Ab Sursee bleibt der Blick ausschliesslich auf die Landschaft gerichtet, die immer wieder neue Facetten eröffnet – feinstes Kräuseln auf dem Sempachersee, die ersten Badenden bei St. Margarete oder aus den Wipfeln der Uferbäume nach Nottwil erheben sich Gruppen von Krähenvögeln in die Luft. Das Handy vibriert in meiner Jackentasche: was dürfen wir dir denn zum Trinken offerieren, steht auf dem Display? „Eine Schale bitte“ schreibe ich zurück. Der Monschter-Türeler und sein Schneehuhn sind spettacolo-Fans – diese Schaumhauben mit den Schoko-Splittern eröffnen oft einen Reisebeginn mit der Bahn – als GA-Nutzer sowieso! An Gleis 7 werde ich herzlich und schoko-schalen-warm begrüsst und sogleich „weitergeschoben“ zum Verbindungszug, mit der S 6 nach... Malters. Das uns auch schon für eine andere Tour Ausgangs- und Verbindungspunkt gewesen ist.
 
... statt wie üblich, befördert uns ein kleiner Shuttlebus, da das Poschti in der Werkstatt sei, erhellt uns der Chauffeur. Kopfeinziehen, meint er mich ansichtig, Danke! Und kriecht die langgezogenen Serpentinen hoch nach Schwarzenberg. Das Mittelland überblicken wir nun doch etwas besser, aber dunstig ist es. Und die Hangfelder werden durch verschiedene Typen Traktoren bearbeitet. An der Haltestelle Lifelen steigen wir aus – verstauen zu warme Kleidung und klauben die Bildmaschine hervor. Zuerst spazieren wir auf der Strasse hinaus aus dem Ortsteil von Schwarzenberg, Richtung Meiestosschäppeli. Wir befinden uns im Bannwald. Waldkühle erreicht wohltuend die Stirn. Wir sind gemächlich unterwegs, plaudern, schauen uns um, halten inne, sind still. Beim Gehöft Meiestoss (am Rand eines alten Moorgeländes) erblickt das halbfreudige Auge „Wehranlagen“ des Bundes  (die Schweizer Armee betreibt im Meienstoss für die Territorialregion 2 einen Schiessplatz, der seit 1904 in Betrieb ist) ...wie andernorts ja auch so ziemlich üblich... von geschützter Natur ziemlich weit entfernt! Bei Punkt 944 überquert der Wanderer einen Steg über die Rümlig, die das Eigenthal entwässert. Beim Platz Linde hat die Gemeinde dem Gratisparking einen Riegel geschoben.
 
... bisher spazierten wir mehrheitlich alleine, nun sind wir Teil eines Kreuzzuges, eines Tatzelwurmes, mit Ziel Alpwirtschaft Unterlauenen am Fuss des Tomlinshornes. Der Fussweg von Eigenthal bis hierher ist problemlos zu bewältigen und kinderwagentauglich. Reservieren ist eine gute Idee – wir erreichen die grosse, offene Terrasse genau eine Stunde nach Überschreiten der Sonne am Zenit. Das Mobiliar besteht aus Holz, durchwegs, Sonnenschirme sind zwar vorhanden, aber nicht paritätisch verteilt. Wir ergattern gerade noch einen.  Die teils üppige Kost war mir etwas suspekt und zu kalorienreich. Das Dessert von Tobi hat aber den Weg in die Kamera geschafft – Jogi wie beim Grosi! Schliesslich möchte ich noch Punkte verteilen: die Toilettenanlagen in Unterlauenen verdienen einen „Löwen“!

... für den Rückweg haben sich Tobi und Lagopus eine Perlenroute ausgedacht, eine beschauliche, berührende Landschaft, an Steilhängen und schliesslich eine Schlucht hinunter. Wir spazieren einen Teil der vorgängigen Route zurück bis zum Lindehüsli, steigen eine kleine Passage hinauf zum Chraigütsch, die mit einer Holzanlage überrascht, sechskantig, dessen Zweck sich meiner entzieht, die aber mit drei „Ritigampfi“ (Hängeschaukel) ausgestattet ist? Von hier ist weit ins Mittelland zu sehen, Luzern und sein Agglomerationsumschwung. Biker kreuzen uns und auch einige wenige Wanderer, die im Aufstieg sich befinden. Nunmehr steigen wir ab, über kunstvolle Holzstufen, an den Rand des Stösswaldes. An der Rosshütte vorbei, kurz vor dem Ränggbach intensive Arbeiten mit grossem Maschinenpark – eine Tafel verrät: Renaturierung – ökologische Aufwertung nennt sich das... Ein Tümpel wird „gebaut“, den Rest soll die Natur wieder beleben!
 
... nur wenige Meter trennen uns vor dem nächsten Boxenstopp, das Berggasthaus „Dorschnei“, das mit Fisch gar nichts gemein hat, nachzulesen auf deren Homepage. Es ist für einige (abendliche, bedingt mit dem PW erreichbare) Stammbeiz, eine Gruppe sitzt gestikulierend und palavernd an ihrem Hopfentee. Die Region ist meinen Begleitern aus schneereichen Winter sehr bekannt – als Kind ein idealer Ort um zu Schlitteln, bis nach Obernau hinunter. Wir umrunden die Gibelegg am Nordende auf einem Betonband bis zum Steg am Rotbach, und steigen dort in die Tiefe. Kunstvolle und aufwändige Bachverbauungen, die sogar Nummern tragen (1 – 44), machen diesen Abstieg zu einem Erlebnis, später stehen wir vor einer Abbruchkante, einer Steilstufe, die durch eine sehr steile Treppe (mit sehr schmalen Tritten) den Reiz einerseits verstärkt, aber auch einige Schweissperlen losschickt. Eine solche Treppe bin ich bis dato noch nie abgestiegen – Tobi ist zur Stelle, „.....ob er vorgehen soll?“, nein, das werde ich schaffen, langsam. Freihändig schaffe ich das allerdings nicht! Das Ganze ruht übrigens nicht auf einer Felsgrundlage, sondern auf Sandstein! Und die ist auch geologisch interessant, wie die einzelnen Schichten zeigen.  Dort wo sich der Rängg- und Rotbach vereinigen, sind weitere Verbauungen angebracht, die erneut mit Nummern versehen sind. Der WW verläuft nun dem Ränggbach entlang (der in die kl. Emme fliesst), daneben ein kleiner Waldstreifen, dann die rege genutzte Strasse hinauf nach Hergiswald bzw. Schwarzenberg.
 
... nochmals den Ränggbach querend, über eine gedeckte Holzbrücke, die 2012 endlich Entlastung gefunden hat durch den Neubau einer parallel verlaufenden  Strassenbrücke! Wir treten aus dem Wald und sehen rechter Hand die Rigi, vor uns weitverstreutes Siedlungsgebiet von Kriens/Obernau, das unser Ziel ist. Der WW folgt fast parallel der Strasse, einem wahrscheinlich nicht namenlosen Bach, ein Ortsbach, der nicht auf der LK-Topo erscheint....
 
... meine Salzspeicher begehren auf. Ob nochmals ein Boxenstopp drin liegt? Wir erheischen noch kurz einen Blick auf dem  Busfahrplan Obernau-Stampfeli. Alle sieben Minuten fährt ein Kurs zum Bahnhof Luzern. Rückwärtig, an der Haltestelle liegt das Fischrestaurant Obernau, ein Plattenbau, dessen Charme allenfalls auf der Toilette zu finden ist: sehr eigenwillige Darstellungen von Nixen und Highwaygestalten!

Hike partners: Henrik , Tobi, Lagopus


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