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Piz Palpuogna 2730 m - durch Alpenrosen und Sträucher über den Nordwestgrat


Published by Ivo66 , 23 July 2013, 20h14.

Region: World » Switzerland » Grisons » Albulatal
Date of the hike:20 July 2013
Hiking grading: T5 - Challenging High-level Alpine hike
Waypoints:
Geo-Tags: CH-GR 
Time: 6:15
Height gain: 1000 m 3280 ft.
Height loss: 1000 m 3280 ft.
Route:Naz - Alp Mulix - P. 2379 m - Nordwestgrat (P. 2599 m) - Piz Palpuogna - Murtel Trigd - Alp Mulix - Naz

Der Piz Palpuogna trohnt als eher unbedeutender Gipfel hoch über dem bekannteren Palpuognasee am Albulapass. Gegen Nordwesten läuft von ihm ein Grat aus, dessen Überschreitung durchaus lohnend ist, wenn man sich auch bewusst sein muss, dass die Route von der Alp Mulix bis zum Beginn des Grats zuerst gefunden und vor allem mit viel Kampfgeist durchstiegen werden muss, denn es warten scheinbar endlose Flanken, welche mit allerlei Gestrüpp und Stauden überwuchert sind, ehe das Gelände etwas freundlicher wird.

Damit ist schon gesagt, welche Ausrüstung am Piz Palpugona – zumindest für den Aufstieg über den Nordwestgrat – am wichtigsten ist: Lange Hosen! Tatsächlich ist man im unteren Teil meistens bis über die Knie inmitten von Sträuchern unterwegs. Die vielen Alpenrosenfelder waren am Morgen noch klatschnass. So dachten wir erstmals auf einer Bergtour bereits nach weniger als einer Stunde Gehzeit ernsthaft über einen Abbruch nach. Wir redeten uns aber immer wieder ein, dass das Gelände bald vergnüglicher würde, was aber seine Zeit dauerte, denn die äusserst unwegsame Gehstrecke beträgt alleine im Aufstieg über einen Kilometer, der einfach abgestolpert werden muss.

Weiter oben weden die Alpenrosensträucher von Heidelbeerfeldern abgelöst; diese waren um einiges angenehmer zu begehen. Im Abstieg war das Ganze nochmals wesentlich einfacher, da das Gelände inzwischen abgetrocknet war und die besten Durchschlüpfe von oben besser eingesehen werden konnten.

Der Nordwestgrat bot dann vergnügliche, einfache Kletterei; auch hier mussten wir ab und zu nach der bestmöglichen Variante suchen. Die Kletterstellen reichten knapp bis in den 2. Schwierigkeitsgrad hinein. Dass wir auch heute alleine unterwegs waren, versteht sich von selbst; diese Tour wird wohl sehr selten ausgeführt. Angesichts des wirklich unangenehmen unteren Teils werden wir vermutlich von einer Zweitbegehung ebenfalls absehen. Das ändert allerdings nichts daran, dass auch diese Tour ein besonderes Erlebnis war, zumal sie in einer atemberaubend schönen Berglandschaft stattfindet. In Erinnerung bleiben auch die Begegnungen mit einem Schneehuhnpaar und einigen Steingeissen mit ihrem Nachwuchs.

Routenbeschreibung:
Aufgrund des wirklich unangenehmen Abschnitts zwischen der Alp Mulix und dem Beginn des Nordwestgrats ist eine Beschreibung gerade für diesen Abschnitt nicht einfach, da man eigentlich immer das Gefühl hat, nicht optimal unterwegs zu sein…

Naz – Alp Mulix (T2)

Auf dem schönen, markierten Bergwanderweg von Naz folgt man den Wegweisern Richtung Lai Negr bis zur Alp Mulix, wo man eine kleine Hütte erreicht.

Alp Mulix – Einstieg Nordwestgrat P. 2379 m (T4)

Bei der kleinen Hütte überquert man auf der gut ausgebauten Brücke den Bach und folgt kurz der Wegspur, welche sich aber nach wenigen Metern verliert. Man steigt irgendwie durch den mit Sträuchern und Stauden überwucherten Hang in nordöstlicher Richtung, stets etwas aufsteigend, auf, immer unterhalb der Felsen oben. Man erreicht dann flacheres Gelände und erblickt den ausgeprägten Nordwestgrat des Piz Palpuogna, zu dem man ohne Schwierigkeiten aufsteigt.

Nordwestgrat – Piz Palpuogna (T5)

Man folgt dem zunächst breiten Grat, bald über grosse Blöcke mit einigen Kletterstellen und je nach Gutdünken hin und wieder Ausweichen in die Flanken. Man gelangt zu P. 2599 m, den man wenig unterhalb rechts umgeht. Kurz vor dem Gipfelaufbau kann man grosszügiger in die Flanke rechts ausweichen und steigt durch eine markante, breite Rinne wieder auf den Grat auf. Die letzten Schritte zum Gipfel erfolgen über steile, gut gestufte Schrofen.

Abstiegsvariante durch den Trichter von Murtel Trigd (T4).

Man kann in der oben erwähnten Rinne weiter absteigen und erreicht weiter unten in westlicher Richtung nochmals einen Einschnitt, durch den man in steilem, aber gut gestuften Gelände in den Trichter von Murtel Tridg absteigen kann. Man erreicht später wieder die Aufstiegsroute am Fusse des Nordwestgrats 


Hike partners: Ivo66, Lena


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Comments (2)


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Sent 29 July 2013, 14h44
Bravo. Schöne Bilder.

Ivo66 says: RE:
Sent 29 July 2013, 22h20
Danke:-) Gruss Ivo


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