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Nach uns die Sintflut... ab ins Tessin und auf den Sassariente (1768 m)


Published by Ivo66 Pro , 2 June 2013, 22h14.

Region: World » Switzerland » Tessin » Locarnese
Date of the hike: 2 June 2013
Hiking grading: T4 - High-level Alpine hike
Waypoints:
Geo-Tags: CH-TI   Gruppo Cima dell'Uomo 
Time: 6:15
Height gain: 1570 m 5150 ft.
Height loss: 1590 m 5215 ft.
Route:Cugnasco - Curogna - Monti Velloni - Monti Pianelle - Monti della Gana - Sassariente - Alpe di Foppiana - Monti di Motti - Bazzadee - Monti Sassulto - Gordola
Access to start point:cff logo Cugnasco
Access to end point:cff logo Gordola

Genug vom Wechsel zwischen Niesel- und Dauerregen, keine Lust mehr auf Tageshöchsttemperaturen von 9 Grad und dies alles zu Beginn des meteorologischen Sommers. Sommer? Nach dem Winter sollte doch gemäss korrekter Reihenfolge noch Platz für etwas Frühling sein? Dieser fällt wohl dieses Jahr ausnahmsweise aus. Aber klagen hilft nichts; es gibt nur eine Lösung: Ab in den Süden!

Zusammen mit etlichen anderen Wetterflüchtlingen fuhren wir in aller Herrgottsfrühe aber sehr gemütlich per Bahn durch den Gotthardtunnel, den wir allerdings beide verschliefen. Kurz vor 9:00 Uhr entstiegen wir nach einer langen Odyssée in Cugnasco dem Postauto und nach fünf Minuten Gehzeit entledigten wir uns der Winterkleidung und stiegen fortan im T-Shirt durch Tessiner Bergwald die steilen Hänge hoch. Tessiner Feeling von der ersten Minute an! Unvergleichlich. Die Route zum Sassariente von Cugnasco über die Monti della Gana besticht mit schönen Aufstiegen durch scheinbar endlose Bergwälder, die aber immer wieder tolle Ausblicke über die Magadinoebene und den Lago Maggiore frei lassen.

Nach den Monti della Gana wird der Steig dann schmal und verläuft zum Teil ziemlich ausgesetzt durch wilde Bergflanken, und dies immer wieder mit der spektakulären Felsbastion des Sassariente vor Augen. Anstelle des etwas zu künstlichen Holzsteigs am Gipfelaufbau empfiehlt sich für den Schlussaufstieg die alte Route, wozu vom Einstieg des Holzsteigs noch etwa 20 Meter abgestiegen werden muss. Man kommt so in den Genuss eines alpinen Aufstiegs in tadellosem Fels, mit Fixseilen und Eisenbügeln für alle Fälle.

Auf dem Gipfel drängten sich dann zu unserer Überraschung gut und gerne bereits 20 Menschen, also mehr als wir bei unseren bisherigen über 50 Tessiner Gipfelbesteigungen zusammen angetroffen haben. Der Sassariente ist nämlich - wenn man einen PW zur Verfügung hat - von Monti di Motti aus einfach und schnell zu erreichen. Ist man wie wir heute per ÖV unterwegs, sieht man sich hingegen mit über 1500 Höhenmetern konfrontiert, was die Tour aber umso lohnender macht.

Aufgrund des Rummels am Gipfel beschlossen wir, die Mittagsrast an der Polenmauer abzuhalten mit tollem Blick ins Verzascatal und zum mächtigen Pizzo di Vogorno, wo noch tiefster Winter herrscht. Den Abstieg über die Alpe di Foppiana und Monti di Monti brachten wir dann zügig hinter uns. Sehr angenehm präsentierte sich auch der gemütliche Abstieg nach Gordola.

Wieder einmal ein gelungener Tagesausflug ins Tessin, wozu man allerlei in Kauf nimmt, wie z. B. das Fahren mit 1. Klasse-Tickets in vollen, unklimatisierten 2. Klasse-Bahnwagen, da die komfortableren Zonen bis auf den letzten Platz gefüllt waren. Die halbe Deutschschweiz schien heute dem schlechten Wetter der Alpennordseite entflohen zu sein; zu Recht.

Routenbeschreibung:

Cugnasco - Monti della Gana (T2)

Die Route ist von Cugnasco aus bestens ausgeschildert Richtung Sassariente und vorbildlich markiert. Jede Abzweigung ist gekennzeichnet. Die angegebenen 5 Stunden sind etwas gar grosszügig; wir benötigten für den Aufstieg 3 Stunden 45 Minuten und waren nicht besonders schnell unterwegs.

Monti della Gana - Gipfelaufbau Sassariente (T3)

Auch dieser Steig ist sehr gut ausgeschildert und markiert. Er ist über längere Strecken aber sehr schmal und auch ausgesetzt. Es ist absolute Trittsicherheit notwendig. Bei Nässe dürfte dieser Auf- oder gar Abstieg heikel sein.

Schlussaufstieg zum Sassariente:

Variante 1: Über den Holzsteg (T3). Sehr gut gesichert.

Variante 2: Alter Zustieg (T4):

Man steigt vom Holzsteg etwa 20 Meter ab - in sehr steilem Gelände. Der Pfad ist noch recht gut auszumachen. Der Aufstieg erfolgt dann zunächst über eine steile Stufe, wo eine Metallleiter weiterhelfen kann. In der Folge sind mehrere felsige Aufschwünge mit Eisenbügeln entschärft. Meistens lässt es sich aber auch daneben in tadellosem Fels gut aufsteigen. Zuoberst trifft man dann auf den neuen Holzsteg.

Abstieg nach Gordola (T2)

Auf sehr guten Wegen, bestens ausgeschildert.

Hike partners: Ivo66, Lena


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