Auf dem Dach des Irans


Published by TeamMoomin , 2 June 2013, 12h28. Text and phots by the participants

Region: World » Iran
Date of the hike: 5 May 2013
Mountaineering grading: PD-
Climbing grading: I (UIAA Grading System)
Waypoints:
Geo-Tags: IR 
Time: 2 days
Height gain: 2700 m 8856 ft.
Height loss: 2700 m 8856 ft.

Nun war es soweit - wir waren nach unseren Akklimatisationstouren 1 und 2 im Iran bestens an die Höhe angepasst und bereit, der Krönung unserer Iranferien entgegen zu wandern bzw. zu steigen: Dem Dach des Irans, dem höchsten Vulkan Asiens und einem unglaublichen Berg, dem Damavand. Und es sollte eine unvergessliches Erlebnis werden...

Zum Berg:

Nachdem wir gegen Mittag wieder in Laloon angekommen waren, fuhren wir nun Richtung Polur, wobei Mohammad nach einigen Kilometern bei einem Stop um Trinkwasser zu kaufen uns auf ein iranisches Bier einlud. Dies hiess alkoholfrei, war sehr fruchtig (Klaus hatte Pfirsich ich Tropical) und super erfrischend - echt lecker!

Danach ging die Fahrt weiter, und mit den lustigen und guten Gesprächen verflog die Zeit bis nach Polur wie im Fluge. Am Stadtrand von Polur hielten wir dann bei Amir, einem Kollegen von Mohammad, welcher dort ein eigenes kleines Restaurant für Bergsteiger betreibt, an um zu essen. Wir schlemmten uns einmal quer durch die iranische Küche und nach einer Stunde streckten Klaus, Mohammad und ich zufrieden unsere Bäuche von uns - welch ein Genuss nach 2 Tagen Instantessen!

Danach fuhr uns Mohammad noch zur Bergsteigerunterkunft in Polur und sagte uns, dass er Amir gebeten hätte, uns morgen zur Mosche Gusfand Sara hoch zu fahren. Die Bergsteigerunterkunft selbst hat definitiv schon bessere Tage gesehen und die "Nasszelle" ist echt ,naja, sagen wir mal: am besten einfach: Luft anhalten, Augen zu und durch.

Nachdem wir für den Berg gepackt hatten - das Zelt liessen wir unten - da es hiess die Hütte sei momentan doch bewartet und es hätte viel Schnee oben gegeben, liefen wir dann in der Abendsonne noch nach Polur. Hier kauften wir nochmals Getränke und Glace und genossen noch den Abend.
Wenn man von der Bergsteigerunterkunft Richtung Dorf kommt, ist der vierte Laden zu empfehlen: gutes Sortiment und ein äusserst freundlicher Besitzer.
Die Preise im Bergsteigerzentrum selber sind im vergleich zum Dorfladen völlig überrissen; die paar hundert Meter lohnen sich also auch schon deswegen.

Auf dem Rückweg hielten noch einige Iraner an und wollten uns mitnehmen. Wir erklärten, dass wir gleich beim Bergsteigerzentrum seien und bedankten uns fürs Angebot; echt nett die Leute!

Der Aufstieg ins obere Lager (Bargah-e Sevvom)

Am anderen Tag stand Amir pünktlich um 7 iranischer Zeit bereit und wir fuhren als Einzige zur Moschee hoch. Auf dem Weg sahen wir einige Schafherden und Hirtenhunde am Wegesrand. Plötzlich hörten wir einen Hund wie wild bellen und gleich darauf rief Amir: "look a wulf". Ich dachte zuerst noch, was Wolf wo?? Und dann sahen Klaus und ich wenige Meter vor dem Auto einen grossen, wilden Wolf im Morgenlicht stehen, der uns sehr kritisch betrachtete bevor er sich abwandte und vor dem anrückenden Herdenhund Reissaus nahm.

Was für ein Erlebnis - wir hatten einen wilden echten Wolf sehen dürfen: Dieser kurze Augenblick hat sich sehr tief in mir festgebrannt und wird mir wohl für immer in Erinnerung bleiben - wirklich einmalig! 

Kurz darauf kamen wir, immer noch ganz happy über unser Erlebnis, bei der Moschee an; wir waren die Einzigen, und Amir meinte, dies sei wohl, weil es in den letzten Tagen oft geschneit hätte und wohl niemand momentan aufsteige für einen Gipfelversuch. Wir aber könnten es schaffen, da er jemandem dies ansehe. Gestärkt durch dieses Kompliment verabschiedeten wir uns und liefen los.

Zuerst noch bei gutem Wetter gings langsam Stück für Stück dem Weg entlang durch eine herrliche Landschaft immer empor. Wir sahen mehrmals verschiedene Vögel und immer wieder kleinere oder grössere Blumen, und der Blick auf den Berg selbst war einfach nur gigantisch. Solche freistehenden Berge haben wirklich ihre ganz eigene Aura.

Je höher wir stiegen, desto besser wurde die Aussischt bis sich leider relativ schnell, gegen ca. 9 Uhr, das Wetter änderte und es immer mehr zu schneien begann. Bald blies ein eisiger Wind und wir liefen total eingepackt mehr dem Gefühl nach empor da der Weg immer wieder mal verschwand. So gings dann noch eine gute Zeit lang weiter bevor wir endlich bei der Hütte ankamen.

Beim Abstieg war uns nur ein Holländer mit seinem Guide entgegengekommen, welcher vorgestern bei Null Sicht auf dem Gipfel gewesen war - alle anderen hätten umkehren müssen und seit dem sei niemand mehr auf dem Gipfel gewesen, da das Wetter sehr unbeständig und der Schnee reichlich gewesen sei.

Dies bereitete uns ziemlich Sorgen und als wir auf der Hütte ankamen, sahen alle Gäste, die wir antrafen, auch eher demotiviert aus.
Zwei Holländer mit ihrem Führer und eine Gruppe von jungen Ukrainern und einer Russin, erzählten uns alle, dass sie es heute Morgen versucht hätten, aber um 9.30 Uhr wegen dem schlechten Wetter auf ca. 5000m umkehren hätten müssen.
Als wir Sie nach der Startzeit fragen hiess es Sie seien um 5.30 Uhr gestartet da es in der Nacht laut Guide unmöglich bzw. viel zu gefährlich sei.

Wir fragten dann den Guide, wieso, worauf er uns keine richtige Antwort geben wollte, uns aber gleich anbot uns Morgen um 5 Uhr zu führen was wir dankend ablehnten. Wir erklärten ihm, wir würden um 1 Uhr Nachts starten, da das Wetter in den letzten Tagen am Morgen immer stabil gewesen sei und wir hofften so bei Sonnenaufgang auf dem Gipfel zu stehen und eine gute Sicht zu haben. Er sagte, dies gehe nicht - es sei zu kalt etc.. Aber wir liessen uns nicht beirren schliesslich hatten wir im Vergleich zu ihm Schalenbergstiefel, Expeditionshandschuhe etc. dabei und nicht, wie er, Sommerwanderschuhe und Wollhandschuhe.

Kurz darauf kam einer der Ukrainer zu uns und fragte ob die Russin wohl mit uns mitkommen dürfte, da sie es umbedingt nochmals versuchen möchte ,aber der Rest der Gruppe keine Lust mehr hatte. Klaus und ich erklärtem ihm dann dass sie von uns aus schon mitkommen könne aber ganz klar für sich verantwortlich sei und wir absolut keine Verantwortung für sie übernehmen würden. Sie war damit einverstanden und nachdem wir uns gegenseitig vorgestellt hatten - sie hiess Yana und kam aus Sibirien - machten wir auf 1 Uhr Nachts ab.

Klaus und ich assen dann noch was bzw. Hamid der nette Hüttenwart zauberte uns ein Reis - Lamm Gericht, das für die Höhe, wo mein Appetit meist eher gering ist, echt lecker schmeckte. Danach hiess es Ausrüstung ready machen und dann kam das Schlafen/Trinken/Studieren, wie es immer in der Nacht vor solch einem Berg üblich ist.

Der Gipfeltag

Als um halb eins der Wecker losging brach Klaus, sagen wir es mal diplomatisch, nicht gerade in Begeisterungsstürme aus ;-)
Nachdem ich aber kurz draussen gewesen war und Ihm erzählt hatte, dass der Sternenhimmel klar sei und praktisch kein Wind vorhanden war entflammten seine Lebensgeister ziemlich schnell und so machten wir uns nach einem kurzen Frühstück ready.

Berglurch sagt: Äh, ja.... gähn.... Morgenmuffel und so. Tut mir leid ;-)

Als wir um 1Uhr zur Hütte hinaustraten war Yana auch schon da und der erste Blick auf sie wunderte mich schon, sie trug ein paar Stoffhandschuhe und als ich sie fragte, wo ihre warmen Handschuhe seien ,sagte Sie "no other this will fit". Das fängt ja gut an dachte ich mir....aber sie muss wissen was sie da macht.

Dann starteten wir und ich stampfte in einem langsamen gleichmässigen Tempo los der noch schwach sichtbaren Abstiegsspur von Gestern entlang.

Zuerst stiegen wir so in ziemlich gerade Linie etwa 50 Höhenmeter empor bevor es langsam in Kehren immer wieder dem von der Hütte aus gesehen rechten Grat entlang zwischen den Steinen emporging.

Nach knapp einer Stunde, auf ca. 4450m verlor sich die Spur dann entgültig, der Neuschnee und der Wind hatten ganze Arbeit geleistet. Wir legten unsere erste kurze Teepause ein und studierten nochmals ganz genau die Karte. Yana schien mir zu dem Zeitpunkt schon unendlich müde zu sein und ich fragte sie ob sie wirklich noch weiter aufsteigen wolle, worauf Sie einfach nur meinte "Summit".

Nach der kleinen Pause spurte ich nun durch etwa knietiefen Schnee immer mehr oder weniger dem Grat entlang hinauf. Schon hier merkte ich es würde richtig taff werden, sollte bis oben soviel Schnee liegen. Ich dachte noch, hoffentlich ist der Schnee wenigsten im Gipfelbereich etwas abgeblasen.

Nach einer halben Stunde machte ich eine Verschnaufpause und lies Klaus vor, damit er nun spuren konnte. So stampften wir Meter um Meter durch die dunkle, eisige Nacht und selbst in der Spur des anderen war es immer noch relativ streng. Immer wieder mal schaute ich über die Schulter um zu sehen wie es Yana ging - sie lief einfach unbeirrt wie eine Maschine hinter uns her und keuchte vor sich hin.

Einige Zeit später machten wir wieder eine Pause und als Yana bei uns ankam fragten wir wieder wie es ihr ginge, sie meinte ok und "Summit". Als wir sahen dass sie nur halb gefrorenes Wasser bei sich hatte und keine Thermoskanne gaben wir ihr von unserem Tee und schärften ihr nochmals ein, dass sie umkehren müsse wenn es ihr nicht gut ginge aber sie meinte es würde gehen. Also liefen wir weiter.....

Irgendwo kurz unterhalb der 5000m Marke bemerkte ich, dass der Hang plötzlich einiges steiler wurde. Ich blieb stehen und leuchtete mit meiner Lampe umher aber links von mir war nur eine kleine unpassierbare Felswand und weiter rechts wurde es noch etwas steiler. Wir beschlossen, dass die anderen warten sollten und ich mir das ganze mal näher ansehen würde.

Da ich aber nirgends einen alternativen Weg sah, spurte ich schliesslich an der flachsten Stelle direkt den Hang hinauf, was bei fast Hüfthohem Schnee eine unglaubliche Schinderei war. Nach nur ca. 25 Höhenmeter war ich total kaputt und liess mich erschöpft oberhalb der kleinen Felswand niedersinken. Dann rief ich Klaus und Yana nach; sie sollten einzeln nachkommen. Als ich nun hinunter schaute sah ich etwas unterhalb der Felswand eine kleine Lücke, über die man gemütlich links der Felswand hätte aufsteigen können - naja für den Abstieg würde ich mir das merken.

Es war nun etwa halb 4 und wir beschlossen nochmals eine kurze, da es nun echt sehr kalt war (ca. -15 Grad), Pause zu machen und dann möglichst an einem Stück bis zum Gipfel hoch zu steigen. Yana meinte auf unsere obligate Frage, ihre Hände seien kalt und als Sie die Handschuhe auszog sahen Ihre Fingerkuppen leicht bläulich aus. Daher gaben Klaus und ich Ihr nochmals warmen Tee - wir hatten beide genug dabei - und massierten ihr die Hände bis es besser wurde.

Danach gings immer dem Bergrücken entlang in ziemlich gerader Linie empor, wobei es hier wenigstens Teilweise dank des Windes nicht mehr viel Schnee hatte.

Irgendwann wurde es dann am Horizont langsam heller und man konnte den Gipfel erahnen; er war immer noch ein gutes Stück entfernt aber Klaus und ich waren frohen Mutes, ihn bei Sonnenaufgang erreicht zu haben. Aber je weiter wir aufstiegen desto mehr forderte das Schneestampfen seinen Tribut und oft wechselten wir uns nach kurzer Zeit schon wieder ab.

Dann mussten wir an einer Stelle nochmals etwas kraxeln und wühlen um auf den oberen abgeblasenen Kamm zu gelangen, und genau die Stelle (Ich war im Vorstieg) machte mich dann echt mürbe. Als ich nach Bewältigung dieser Strecke vor dem Gipfelaufbau stand (die letzten 120-150Höhenmeter), war die Energie einfach raus. Klaus konnte zum Glück nochmals seine Reserven mobilisieren und übernahm nochmals das Spuren.

Endlos lange wie mir schien trotteten wir nun dahin und es schien kein Ende mehr nehmen zu wollen, als auf den letzten Metern dann noch Schwefelwolken dazukamen, welche einem fast zu Kot*** brachten, war es dann echt eine mentale Tortur, aber anderseits kannte ich dieses Gefühl ja nun schon ein bisschen und ich wusste das ich nur noch wenige Meter vom Gipfel entfernt war.

Und dann war es soweit wir taten unsere letzten Schritte und standen gemeinsam auf dem Dach des Irans!!!!
Klaus und Ich umarmten uns und eine unglaubliche Freude übermannte mich: Wir hatten es geschafft - trotz der widrigen Bedingungen standen wir kurz nach Sonnenaufgang bei blauem Himmel auf diesem wunderbaren Berg und genossen eine unglaubliche Aussicht!

An der Stelle möchte ich Klaus ganz herzlich danken!!, ohne seine Mithilfe beim Spuren hätte ich es ziemlich sicher nicht auf den Gipfel geschafft das war echt super Teamwork! Und Ihm natürlich auch zu seinem ersten 5000er gratulieren!

Berglurch sagt: Ja, und ich dir natürlich auch. Das war Teamwork, wie es sein sollte!!!

Wir genossen die Aussicht und sahen uns an der einmaligen Landschaft die uns umgab satt, einzig das Kaspische Meer war leider von einer Wolkendecke verdeckt. Und da sahen wir auch Yana kommen: Sie hatte es echt geschafft! Wir gingen ihr dann entegegn als wir sahen wie sie etwa 10 Meter unter dem Gipfel wegen den Schwefelwolken umkehrte.

Als wir mit Ihr redeten sagte sie hätte Angst vom Schwefel und wäre vorhin fast erstickt als sie eine Wolke voll getroffen hätte, wir versuchten dann nochmals an der Schwefelwoke vorbei zu kommen aber es ging nicht ganz ohne den Dampf ein bisschen ab zu bekommen und das war ihr zuviel. So setzten wir uns mit Ihr etwa 10 Meter unter dem höchsten Punkt hin und machten doch noch einige Fotos.

Nach etwas Tee und weiteren Fotos beshlossen wir dann schweren Herzens - wer möchte nicht Tage in solch einem Adlerhorst verbingen und wie ein solcher Vogel die Landschaft betrachten - uns wieder an den Abstieg zu machen, da es wahrscheinlich auch heute wieder gegen 9-10 Uhr einen Wetterwechsel geben würde und wir dann bei der Hütte sein wollten.

So stiegen wir ab und genossen den ganzen Weg welchen wir in der Nacht kaum über die Stirnlampe hinaus gesehen hatten. Vielerorts sahen wir schöne Schnee und Eisskulpturen, welche der Wind an den felsen hinterlassen hatte. Der Blick von solch einem Giganten ins Tal ist für mich beim Abstieg jedesmal wieder ein absolutes Highlight!

So verging der grösste Teil des Abstieges wie im Fluge und erst auf den letzten paar hundert Meter wurde es dann nochmals zu einer Willensanstrengung da man das Ziel wo man trinken und endlich die Füsse hochhalten kann zum Greifen nahe ist.

Hamid kam uns dann sogar auf den letzten Metern entgegen und gratulierte uns herzlich, wirklich ein flotter Kerl! In der Hütte gabs dann erstmal nen leckeres Delster Bier und ein paar Kekse. Unsere Stimmung wurde dann noch besser als wir erfuhren dass Amir heute noch nach Teheran fahren würde und uns gleich mitnehmen könnte, er wolle auch unterwegs noch schnell anhalten um was Essen zu gehen, perfekt!

ABER die Sache hatte einen Haken: Er musste um 5 Uhr dort sein dass hiess er müsste uns genau in 1,5h bei der Moschee abholen kommen damit es noch zu seinem Termin in Teheran reichen würde, also mussten wir die 1200Höhenmeter zur Mosche hinunter, jetzt nach kaum einer vorhandenen Pause, in 1,5h gleich noch dranhängen :-(

Klaus meinte dann ganz trocken ja dann machen wir dass und nach einem herzlichen Abschied von Hamid gings dann im Eiltempo zu Tale wobei Yana wohl am wenigsten zu beneiden war: So hatte sie sich das wohl nicht vorgestellt.

Ziemlich fertig kamen wir dann gerade noch rechtzeitig unten an und wurden von Amir herzlich begrüsst und beglückwünscht. Wir konnten in Polur sogar noch kurz anhalten und eine Katzenwäsche und Kleiderwechsel machen.

Bei der Fahrt hatten wir es sehr lustig und versuchten mit Yana in einer MIschung aus Englisch ein paar russischen Worten und viel Zeichensprache zu kommunizieren. Sie meinte für uns sei dies ja anscheinend gar nicht schwer gewesen und Sie sei schon müde; Da mussten Klaus und ich echt lachen klar die Frau hat wahrscheinlich hundert mal mehr gelitten und ich habe echt noch nie erlebt dass eine Frau so kämpfen kann, aber das es uns leicht gefallen sei war wohl auch ne sehr krasse Untertreibung ;-)

Beim Essen auf dem Weg nach Teheran langten wir dann voll zu und danach gings müde und mit vollen Bäcuhen in die Hauptstadt. Dort angekommen hätten wir fast noch Probleme mit der Sittenpolizei bekommen, da Yana uns mitten auf der Strasse zum Abschied Küsse auf die Wange gab, was einige Leute um uns rum doch sehr schockierte ;-)

Dann hiess es endlich wieder mal richtig duschen und dann nur noch schlafen.

Nach dem Berg

Am Tag danach gingen wir auf den Bazar von Teheran wo wir uns nach einer ziemlich verworrenen Suche noch mit Amir, seiner Frau und seiner Schwester trafen und noch was Essen gingen. Wir kauften uns noch sehr leckeren Tee und einige Kleinigkeiten. Der Bazar ist echt beeindruckend und auf jedenfall einen Besuch wert.

Am letzten Tag besuchten wir dann noch den nördlichen Stadtrand und verbrachten dort noch etwas Zeit bevor wir dann zum Hotel zurückkehrten um zu packen und noch einige Stunden zu schlafen bevor es um Mitternacht an den Flughafen ging

Fazit: Der Damavand ist ein unglaublich schöner Berg - nicht nur seine tolle Form und die Tatsache ,dass er ein Landeshöhepunkt ist machen ihn so besonders. Die Schwefellöcher und die Aussicht sind wirklich ein Erlebnis! Unterschätzen darf man Ihn aber auf keinen Fall, erstens sind es von der Hütte gute 1500Höhenmeter zum Gipfel, was in der Höhe doch eine gewisse Distanz ist und das Wetter kann Aufgrund seiner Ausgesetztheit sehr rasant ändern. Und mit Schnee ist es was ganz anderes als im Sommer, so scheiterte sogar Reinhold Messmer mal im Winter an diesem Berg.

Bemerkung zur Schwieirgkeitsbeurteilung:  Normalerweise im Sommer ist der Damavand ganz klar mit L zu bewerten wir haben uns aber für WS- entschieden da es mit dem Schnee und der Kälte und der nächtlichen Besteigung sicherlich schwerer war.

Fazit zum Iran:  Man hört bei uns in den Medien eigentlich immer nur schlechtes oder sehr bedenkliches über dieses Land, und sicherlich ist einiges im argen und gewisse Gebiete in diesem Land sind vielleicht für Touristen wirklich nicht zu empfehlen, ABER wir haben eigentlich nur positive Erfahrungen gemacht und sind mit der Ansicht nach Hause gekommen, dass es ein sehr tolles Land ist das viel kulturelles bietet zum Bergsteigen genial ist extrem freundliche und offene Menschen hat und wo man sich eigentlich sehr frei und ungezwungen bewegen kann. Für mich war es jedenfalls eines der positivsten Reiseerlebnise der letzten Jahre und ich werde sicherlich nicht das letzte mal dieses tolle Land mit seinen netten Menschen besucht haben


Hike partners: Berglurch, TeamMoomin


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Comments (21)


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xaendi says:
Sent 2 June 2013, 13h39
Super schöne Eindrücke aus diesem tollen Land. Gratulation zu eurem Gipfelerfolg - da hattet ihr's wohl einiges strenger als wir im Sommer.
Boah, ich krieg grad Lust auf einen feinen Kabaab!

TeamMoomin says: RE:
Sent 2 June 2013, 18h33
Danke! Ja ist wirklich ein ganz tolles Land, werden wir wohl beide sicher wieder mal besuchen!
Und das Essen, du sagst es...Hmm einfach lecker! ;-)

Lg Oli und Moomin

Mel says:
Sent 2 June 2013, 14h01
herzliche gratulation zu diesem eindrücklichen abenteuer! der bericht ist wunderbar geschrieben und lässt einem auch vom bequemen sofa zu hause etwas teilhaben. finde ich super, dass ihr so was aussergewöhnliches angepackt habt - allen vorurteilen und mühen zum trotz! je härter man für einen berg kämpfen muss, umso mehr geniesst man den gipfelerfolg :-)

TeamMoomin says: RE:
Sent 2 June 2013, 18h35
Danke Mel, ja es war eine Reise wert und sehr viele Bedenken welche wir am Anfang der Reise noch hatten waren wirklich nur blöde Vorurteile! Und ich glaube auch wenn was nicht so ring geht hat man dafür auch mehr davon.

Lg Oli und Moomin

jfk says: coole Sache
Sent 2 June 2013, 14h32
Spannende Einblicke in ein für uns Westler doch eher unbekanntes Land habt ihr da mitgebracht. Natürlich auch Gratulation zu diesem grossartigen Gipfel.

Grüsse Jonas

TeamMoomin says: RE:coole Sache
Sent 2 June 2013, 18h36
Merci Jonas. Es ist wirklich ein Land das viel bietet und unglaublich viele tolle Touren hat die nur auf Abenteuerlustige Hikrs wartet.

Lg Oli und Moomin

frmat says: Gratulation
Sent 2 June 2013, 14h39
zu diesem Super-Berg und dem tollen Bericht! Macht ganz viel Laune einmal selbst dorthin zu reisen! WIr planen übrigens im nächsten Jahr für etwa diese Zeit den Elbrus (dann den 2. und hoffentlich erfolgreichen Versuch). Wenn du Interesse hast mitzukommen...
Viele Grüße aus dem Schwarzwald!

TeamMoomin says: RE:Gratulation
Sent 2 June 2013, 18h37
Merci, kanns euch nur empfehlen dort hin zu reisen. Das mit dem Elbrus klingt interessant mal schauen wie es nächstes Jahr mit meinen Ferien aussieht, kannst dich ja gerne mal melden wenn du konkreteres weisst.

Lg Oli und Moomin

Sputnik Pro says:
Sent 2 June 2013, 18h08
Hallo Klaus und Oli,

Nochmals herzliche Gratulation zum Gipfelerfolg, der Bericht und die Fotos zeigen einmal wieder dass Iran und seine Leute eine Reise absolut wert sind! Und nächstes Mal: Russinen sind viel zäher als unsere verwöhneten Westfrauen :-)

LG, Andi


TeamMoomin says: RE:
Sent 2 June 2013, 18h39
Danke Andi! Ja ist wirklich ein super Land und ich weiss ganz sicher dass es nicht mein letztes Mal war. Also wenn alle Russinen so zäh sind (ist dem wirklich so?) dann Hut ab, Yana jedenfalls ist echt ne Maschine! ;-)

Lg Oli und Moomin

Alpinist says:
Sent 2 June 2013, 18h45
Gratuliere Euch zu diesem Erfolg.

Gruess cornel

TeamMoomin says: RE:
Sent 2 June 2013, 21h54
Merci Cornel, war wirklich schön und bleibt sicherlich noch lange in Erinnerung!

Lg Oli und Moomin

rkroebl Pro says:
Sent 2 June 2013, 21h12
Immer wenn man meint, der Oli und sein Moomin hätten die Superlative im Sack, setzen sie noch einen oben drauf. ;-)

Herzlichen Glückwunsch Euch allen zur erfolgreichen Tour, danke für den tollen Bericht!

LG, Ray

TeamMoomin says: RE:
Sent 2 June 2013, 21h55
Danke für die Blumen, da wird man ja fast rot! Schön wenn die Bilder von Klaus und mir gefallen und ich euch ein tolles Land etwas näher bringen konnte.

Lg Oli und Moomin

maawaa Pro says:
Sent 2 June 2013, 21h21
Hi Oli,

auch von mir natürlich herzliche Gratulation zum Damavand, und auch zu den andern Höhepunkten Eurer Reise ! Auch die ersten beiden Berichte haben mir schon gut gefallen. Tolle Expedition habt Ihr drei da gemacht :)

Viele Grüsse, Marco

TeamMoomin says: RE:
Sent 2 June 2013, 21h56
Merci, schön wenn dir die Berichte gefallen haben. Hoffentlich wird es jetzt dann mal Sommer dann können wir endlich mal zusammen was in der Schweiz unternehmen, würde mich freuen.

Lg Oli und Moomin

pika8x14 Pro says: Herzliche Gratulation
Sent 2 June 2013, 21h41
… auch von uns zu diesem unvergesslichen Erlebnis. Der Bericht und die vielen eindrucksvollen Bilder machen wirklich Lust auf eine Reise in den Iran und zum Damavand (… auf unserer "Wunschliste" ist der Berg auf jeden Fall wieder weiter nach vorn gerückt;-).

Viele Grüße, Andrea + André.

TeamMoomin says: RE:Herzliche Gratulation
Sent 2 June 2013, 21h58
Schön hat euch der Bericht gefallen und MErci für die Gratulation. Da dürft Ihr euch auf einen ganz speziellen Berg freuen! Falls Ihr dann zu irgendwas Infos benötigt helfe ich sehr gerne!

Lg Oli und Moomin

Linard03 Pro says:
Sent 3 June 2013, 19h30
auch von meiner Seite herzliche Gratulation zum Damavand; toll gemacht!

Jedenfalls interessanter Bericht und Fotos; die beschriebene Gastfreundschaft kann ich nur bestätigen.

LG, Richard

TeamMoomin says: RE:
Sent 4 June 2013, 22h48
Merci Richard für deine Gratulation, schön hats dir gefallen es zu lesen und die Fotos anzuschauen.
Warst du schon öfters im Iran?

Lg Oli und Moomin

Linard03 Pro says: RE:
Sent 5 June 2013, 00h04
öfters wäre masslos übertrieben ... - letztes Jahr war ich 2x in Tehran ...

LG, Richard


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