1x Schwefelinhalation am aktiven Guagua Pichincha


Published by TeamMoomin , 16 December 2012, 22h39.

Region: World » Ecuador
Date of the hike:25 November 2012
Hiking grading: T5- - Challenging High-level Alpine hike
Mountaineering grading: F
Climbing grading: II (UIAA Grading System)
Waypoints:
Geo-Tags: EC 
Time: 3:45
Height gain: 650 m 2132 ft.
Height loss: 650 m 2132 ft.

Nach den ersten Akklimatisationstouren wurden langsam etwas höhere Ziele angestrebt und so stand an diesem Tag der Guagua Pichincha auf dem Program. Dies sollte unser erste Vulkan in Ecuador werden, der als sehr aktiv galt und ich freute mich ungeheim auf Vulkanaction auf fast MontBlanc Höhe...

Nach den obliganten 2Stundne Fahrt erreichten wir den Parkplatz und Startpunkt unserer heutigen Tour welcher sich schon auf Breithorn-Niveau befindet. Allerdings hatten wir schon eine leichte Verspätung da wir in Quito zuerst noch Pannenhilfe gegeben hatten, dies sollte sich aber aufs Wetter heute nicht auswirken da es den ganzen Tag trocken aber sehr durchzogen blieb.

Vom Parkplatz aus geht der Weg zuerst auf einer sandigen sehr gemütlichen Strasse in vielen leicht ansteigenden Kurven weiter empor bis zum Refugio Guagua Pichincha. Die einzelnen Schlaufen lassen sich durch direkt aufsteigende Erdwege abkürzen.

Dies tat ich dann auch bei der ersten Gelegenheit um etwas warm zu werden, so traf ich Andi, Hermann und Carsten wieder nach ein paar Kurven. Kurz darauf verzog sich der Nebel zum ersten Mal und man sah wunderschön das Refugio und den Vorgipfel, sowie links davon den kleinen Felsaufbau wo die Kappelle steht.

Als wir bei der Hütte angekommen waren wollten wir nach einem Schluck Tee weiter doch da kam Marcelo angekeucht und sagte wir würden hier auf alle warten, dan eine Pause machen und dann alle zusammen in seinem Tempo zum Gipfel gehen. Also durften wir erst mal in der kalten Hütte sitzen und warten.

Nachher geht der Weg zuerst in der Diagonale zu Kappelle von wo aus man dann dem Grat immer folgend zum Vorgipfel wandert. Ab hier kommt dann der interessante Teil, welcher meiner Meinung nach dem Berg auch viel Charme verleit.

Wenige Meter nach dem Vorgipfel kommt ein ca. 3,5m hoches Wändchen an welchem man abklettert, danach folgt man einem weiteren Gratstück bevor man kurz drauf zum Hauptgipfelaufbau gelangt.
Um auf den höchsten Punkt zu gelangen gehts über drei kleine Stufen in schön griffigem Fels im IIten Grad empor. Hier beim klettern roch es auch zum ersten mal so richtig nach faulen Eiern sprich Schwefel.

Am Gipfel angekommen war die Freude derjenigen die mitgekommen war gross wirklich ein schöner kleiner Gipfel mit etwas Platz und einem kecken Felsknuppel als höchsten Punkt. Und hier merkte man wirklich auch, dass dieser Vulkan noch sehr wohl aktiv ist denn man bekam eine Schwefelinhalation umsonst ;-)

Nachdem wir Gruppenfotos etc. gemacht hatten und gesehen hatten wie die anderen am Vorgipfel umgekehrt waren beschlossen wir uns ebenfalls gemütlich auf den Rückweg zu machen. Hierbei konnten wir nun das ganze in umgekehrter Reiehnfolge klettern wobei sich die kurze Stufe beim Vorgipfel zum hochklettern als viel einfacher herausstellte während es beim Gipfelaufbau kaum ne Rolle spielte ob hinauf oder hinunter.

Danach gings Querfeldein über eine schöne Schotterpiste hinunter, wobei wir es uns hier nicht nehmen liessen wieder mal zu surfen, und Jens bestieg noch shcnell den Nebengipfel oberhalb der Hütte.
Wieder bei der Hütte angekommen ging jeder bzw. in kleinen Gruppen nach Lust und Laune in sienem Tempo wieder hinunter zum Bus.

Fazit: Eine wirklich schöne Akklimatisationstour welche bis zum Vorgipfel einfach ist und dann am Schluss nochmals eine schöne Steigerung erlebt, wobei es echt schade ist lässt man das letzte Stück aus. Die Schwefelinhalation war auch echt ein Erlebnis und solange man nicht einen ganzen Tag das Zeugs einatmet sicherlich auch unproblematisch. Ja diesen Berg kann man als Voraklimatisation für die Grossen Ecuadors sicherlich empfehlen, vorausgesetzt man mag leichte Kletterei.

Hike partners: TeamMoomin


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