Der falsche Pasochoa in Ecuador


Published by TeamMoomin , 16 December 2012, 12h17.

Region: World » Ecuador
Date of the hike:24 November 2012
Hiking grading: T3 - Difficult Mountain hike
Waypoints:
Geo-Tags: EC 
Time: 3:00
Height gain: 650 m 2132 ft.
Height loss: 650 m 2132 ft.

Was passier wenn man einen verlogenen Guide wie Marcelo hat und einmal die Karten nicht ganz genau studiert? Ja genau man wird im Nebel auf einen Gipfel hingewiesen von dem behauptet wird es sei der Hauptgipfel, was sich dann ZuHause als absoluter Bödsinn herausstellt. Aber wie ich bei einer Netzrecherche rausfand passiert dies bei Schlechtwetter einigen Leuten am Pasochoa....

Heute sollte es von Quito aus zur weiteren Akklimatisation wieder auf einen kleineren 4000er gehen (klingt in Betrachtung auf die Alpen schon etwas susbekt nicht?) diesmal auf den Pasochoa.
Ich freute mich sehr da man laut Program durch einen Nebelwald aufstiegen und am Schluss noch etwas kraxeln müsste, genau wie ich mir so eine Vortour vorstellte.

Es stellte sich dann aber heraus, dass wir nicht via Nationalpark was der normale Weg wäre gingen sondern über eine Hasienda wo unser Guide den Besitzer kannte (Wie wir später rausfanden musste er dort nur 5 Dollar pro Kopf zahlen anstatt wie beim Nationalpark 7.-).

So starteten wir bei einer Kuhkoppel und liefen zuerst alles einer breiten sanft ansteigenden Erdstrasse entlang bis zu deren Ende, was ca. 2 Kilometer waren. Ab hier biegt man dann nach rechts ab und geht durch das übliche Paramo (andine Graslandschaft) zuerst im Zick Zack etwas empor bevor man neben einem lustigen Felsknuppel welcher aus der Landschaft ragt nochmals nach rechts abbiegt und nun immer auf den Hauptgrad zuhält.

Dieser Teil steilt dann kurz vor dem Grat nochmals um einiges auf ist aber mit Stöcken, solange nicht nass, ohne Probleme zu erwandern. Oben auf dem Grat kommt man bei einem kleinen Baum an und hier muss man nun nach LINKS dem Grat folgen um am Schluss noch mit etwas einfacher Kletterei dann auf den Pasochoa zu gelangen.

Leider war es bei uns eine totale Nebelsuppe in der man kaum 10 Meter weit sah und da erzählte und Marcelo wir müssten nach rechts abbiegen und dann käme gleich der Gipfel. Aufgrund von Orientierungslosigkeit weil wir nicht wie im Programm beschrieben aufgestiegen waren und diesen Berg nicht genauer studiert hatten sowie wegen des vielen Nebels der die Orientierung auch sehr schwer machte glaubten wir dies und gingen nach rechts.

Nun ging es ein kurzes Stück etwas steiler hoch dann für Andi und mich direkt über eine kleine Felsstufe, welche der Weg umgeht und schon standen wir auf dem Pasochoa, welcher in Wirklichkeit der Pasochoa Norte war.

Da das Wetter doch sehr bescheiden war gings nach einer kurzen Gipfelrast bereits wieder hinunter, über den gleichen Weg.

Fazit: Es ist einfach nur traurig wenn Bergführer sich so aufführen und Gästen direkt ins Gesicht lügen, sojemand sollte mal überlegen ob er den richtigen Beruf hat wenn er anscheinend immer nur aus Bequemlichkeit auf irgendwelche Vorgipfel will.
Der Weg ist eigentlich unschwierig könnte aber bei Regen wie am FuyaFuya, da ein ausgetretener Erdweg, auch sehr rutschig werden. Bei schönem Wetter ist die Pasochoa-Überschreitung sicherlich lohnenswert.

Für Andis Bericht siehe:

http://www.hikr.org/tour/post59127.html

Hike partners: Sputnik, TeamMoomin, nici73


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T3
24 Nov 12
Pasochoa Norte ~4170m · Sputnik

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