Der ultimative Regenschauer am Fuya Fuya (oder ein nasser Gras 4000er)


Published by TeamMoomin , 12 December 2012, 22h47.

Region: World » Ecuador
Date of the hike:22 November 2012
Hiking grading: T4+ - High-level Alpine hike
Climbing grading: II (UIAA Grading System)
Waypoints:
Geo-Tags: EC 
Time: 3:15
Height gain: 650 m 2132 ft.
Height loss: 650 m 2132 ft.

Am dritten Tag sollte es nun auf unseren ersten 4000er in Ecuador gehen, oder besser gesagt auf einen Zwischensattel vor dem etwas niedereren Fuya Fuya Este. Doch Andi uns ich gingen dann noch auf den Hauptgipfel was ich danke eines Missgeschickes mit einem meiner Stöcke mit einem sintflutartigen Regen bezahlen musste doch der Reihe nach....

Von der Hauptstadt Quito, welche ich unterdessen aufgrund ihres Smogs schon ziemlich satt hatte, gings am dritten Tag bei eher bescheidenem Wetter in einer abendteuerlicher Fahrt zur Laguna de Mojanda hoch. Dort hiess es Regenkleider anziehen und zuerst ein längeres Stück durch eher flache Paramo Landschaft (andines Grasland mit ganz miesen Bromeliengewächsen dazwischen) zu wandern.

Dann bog der Weg nach rechts ab und es ging steiler über einen stark ausgelatschten Erdweg hinauf zum Sattel (P.4205) neben dem etwas niedereren Nebengipfel Fuya Fuya Este. Da ich am Abend zuvor eine Magenverstimmung gehabt hatte fühlte ich mich doch etwas wacklig auf den Beinen aber Stück für Stück gings bewusst langsam hoch.

Nach einer kurzen Pause in der Andi bereits Richtung Hauptgipfel unterwegs war bestieg ich mit dem Rest der Gruppe den Fuya Fuya Este, wo unser Guide erzählte dies sei der Hauptgipfel aber man könne wenn man wolle noch auf den Nebengipfel. Ich wusste dass das Bullshit ist und machte mich sofort auf um auch noch zum Hauptgipfel zu gelangen bevor das Wetter entgültig umschlug.

Nach einem kurzen etwas glitschigen und deutlich steileren Gratstück gelangte ich an die Schlüsselstelle eine Platte welche man über einen diagonalen Riss erklettert, und hier traf ich Andi der bereits wieder im Abstieg war. Nachdem er abgestiegen war stieg ich zügig auf überwand die zwei kleinen Ier Stellen nach der Schlüsselstelle und stand wenige Minuten später auf dem Gipfel.

Irgendwie war es ein ganz bizzares Gefühl, in dne Alpen steht man auf einem 4000er immer in Schnee und Eis und Fels und hier stand ich zwischen Blumen und Gras auf über 4000, irgendwie komisch ;-)

Da das schlechte Wetter immer näher kam stieg ich bald wieder ab und in der Schlüsselstelle passierte mir dann das Maleur. Als ich mein Gewicht vorsichtig nach rechts verlagerte löste sich mein einter Stock von miener Hand und fiel etwa 15Meter den Hang hinunter wo er zum Glück hängen blieb.

Also musste ich vorsichtig weiter abklettern und in wieder holen, und genau dies kostete mich zuviel Zeit. Als ich wieder auf dem Este Gipfel ankam began es in Strömen zu regnen. Innerhalb von Minuten verwandelte sich der erdige Weg in eine Megarutschbahn, und nachdem ich das erste mal auf meinem Gesäss 2 Meter gerutscht bin und mit der Hand dabei in eine Bromelienpflanze griff machte ich dann ganz langsam.

So kam ich zwar gut und ohne Probleme hinunter aber ich wurde dermassen mit Wasser überschüttet, dass ich doch ziemlich nass war als ich dann beim Bus war, wo der Regen dann auch prombt aufhörte!

Danach gings nach Otavalo, einer sehr schönen (eine der schönsten Städte in Ecuador überhaupt) Stadt welche praktisch nur von Indigenas bewohnt wird. Am Abend gingen wir noch etwas raus und machten einige tolle Entdeckungen , wobei die Müllabfuhr zu was vom coolsten gehörte was ich je gesehen habe.

Am anderen Tag gings zuerst noch auf den Markt und dann leider wieder zurück nach Quito.

Fazit: EIne super Aklimatisationstour auf der man aber umbedingt den Hauptgipfel auch besuchen sollte da dieser sicherlich der interessanteste Teil darstellt. Bei Nässe ist vorsicht geboten da der Weg zur Rutschbahn wird, was in einer sehr unangenehmen Bromeliengewächslandung enden könnte. Und Otovalo ist umbedingt zu empfehlen und mit Markt etc. echt ein Besuch wert!

Andis Bericht siehe:

http://www.hikr.org/tour/post59080.html

Hike partners: Sputnik, TeamMoomin


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