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Liderner Gipfelrunde


Published by Bergamotte Pro , 30 September 2012, 18h40.

Region: World » Switzerland » Uri
Date of the hike:30 September 2012
Hiking grading: T5 - Challenging High-level Alpine hike
Waypoints:
Geo-Tags: CH-UR 
Time: 4:00
Height gain: 1075 m 3526 ft.
Height loss: 1075 m 3526 ft.
Accommodation:Lidernenhütte SAC
Maps:1172 Muotathal

Neben den Aushängeschildern Rossstock und Chaiserstock findet sich im Lidernengebiet eine ganze Reihe weiterer Gipfel. Praktischerweise sind die meisten in Griffweite zum Spilauersee angeordnet, so dass sie sich einfach zu einer gemütlichen Rundtour kombinieren lassen.

Auf der Fahrt hoch nach Chäppeliberg kommen mir Zweifel an meinem Tourenplan, denn dichter Nebel beschränkt die Sichtweite auf ein Minimum. Doch kurz vor der LSB Bergstation geschieht das Unglaubliche, die Meteorologen behalten recht. "Oben Top, unten Flop" lautet aber sofort wieder das Motto für die nächsten Monate.

Von Gitschen (1716m) ziehe ich - zunächst den Markierungen folgend - Richtung Hälmisbiel. Wo genau man zum Hundstock Aufstieg ansetzt und welcher Linie man dabei folgt, spielt keine grosse Rolle: Karrenfelder wohin das Auge reicht. Westlich von P. 2168 wird das Gelände grasig und wenig später stehe ich beim Gipfelkreuz des Hundstock (2213m). Nach einer Stunde Marschzeit bereits auf dem ersten Gipfel zu stehen, das kommt mir doch reichlich ungewohnt (und unverdient) vor.

So nehme ich direkt den SO-Grat in Angriff, der Richtung Siwfass runterzieht. Ich bin froh, dass auch die übrigen Hikrs diese Passage mit T5 (statt T4 wie der Führer) bewerten - leider nicht der einzige Fauxpas im SAC-Werk. Es scheint, als hätten Toni Fullin und Andy Banholzer ihren Alpinführer alleine den Sportkletterern gewidmet; auf der Strecke bleibt der ambitionierte Alpinwanderer. Aber genug gemeckert. Der Hundstock-Grat ist sehr ausgesetzt (auch wenn technisch nicht schwierig), im oberen Teil bricht er auf beiden Seiten senkrecht ab. Bei der heutigen Restnässe verlässt man die Komfortzone sehr schnell. Nichtsdestotrotz, der Abschnitt ist wohl ein Schmankerl für jeden Alpinwanderer.

Einmal im Sattel unten erreicht man den Siwfass (2180m) in wenigen Minuten. Ich steige nun direkt über dessen Südgrat ab, was T5 erreicht. Der Normalweg umgeht diesen Abschwung einfach auf der Westseite. Kurz darauf stehe ich bereits auf dem Hagelstock (2182m), einer harmlosen Graskuppe (T2). Doch seine Beliebtheit als Skigipfel kann ich gut nachvollziehen.

Deutlich prägnanter zeigt sich das benachbarte Hagelstöckli (2183m), welches ich über schwache Wegspuren erreiche (T2). Und das Gipfelsammeln geht munter weiter. Möglichst höheneffizient steige ich gegen Osten ab, quere das Geröllfeld auf der Ostseite des Spilauer Stock, bis ich wieder Grasterrain erreiche (T3). Von hier auf Wegspuren einfach auf den Gipfel des Spilauer Stock (2270m), eine grosse Mittagsrast hab ich mir nun verdient. Trotz Sonne sorgt der Wind für frische Temperaturen, so dass ich um alle Kleiderschichten froh bin.

Der Grat zum Spilauer Grätli rüber scheint - zumindest von hier - nicht vernünftig begehbar. Auf Experimente hab ich heute ohnehin keine Lust, ist ja immerhin Sonntag. So steige ich zunächst über den gleichen Weg wieder ab. Wichtig: Ein Abstieg bis Alt Stafel und Wisses Bödeli ist unnötig, denn auf circa 2090m kann einfach der Spilauer Stock Nordwand entlang gequert werden (schwache Spuren vorhanden). Anschliessend verliert man nochmals um die 30 Höhenmeter, aber das wärs auch schon (T3). So erreiche ich rascher als erwartet das Spilauer Grätli (Übergang: ca. 2270m, Aussichtspunkt: 2303m).

Wer mag, könnte von hier zur Rossstocklücke rüberqueren und diesen Gipfel auch noch anhängen - das wär dann die komplette Spilauer Gipfelrunde. Doch ich war schon zwei Mal oben, also lass ich's bleiben. Teils weglos, teils Spuren folgend erreich ich den Spilauersee (1837m), wo sich allerhand Volk tummelt - ist eben auch ein ausgesprochen lauschiges Plätzchen. Das Wasser hat noch knapp Badetemperatur, doch Striptease vor Familien mit Kindern? So ziehe ich weiter und erreiche wenig später wieder Gitschen (1716m).

Oben Top, unten Flop.


Zeiten
1:00  Hundstock
0:35  Siwfass - Hagelstock
0:45  Hagelstöckli - Spilauer Stock
0:50  Spilauer Grätli
0:50  Gitschen

Hike partners: Bergamotte


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