Ungeplante Tour auf den Speer


Published by TeamMoomin , 27 May 2012, 22h10.

Region: World » Switzerland » St.Gallen
Date of the hike:20 May 2012
Hiking grading: T4- - High-level Alpine hike
Climbing grading: I (UIAA Grading System)
Waypoints:
Geo-Tags: Speerkette   CH-SG   Speer-Mattstock   Zürcher Hausberge 
Time: 6:45
Height gain: 1523 m 4995 ft.
Height loss: 1523 m 4995 ft.

Eigentlich war eine lange Appenzeller Hügelwanderung geplant gewesen, und ich hatte sogar Andi (Sputnik) noch abgesagt welcher über den Klettersteig auch auf den Speer wollte weil mein Wanderkollege Janno der mitkam sich dies nicht zutraute.
Doch dann kams anders....

Ich mache die Augen auf schaue auf den Wecker......SCHE....... 8 Uhr. Rufe Janno an der sagt er gehe via Normalweg auf den Speer ich könne ja nachkommen, was ich dann kurzentschlossen auch mache.
In Weesen angekommen ist es schon nach 11 Uhr und mein Kollege hat gut 2 Stunden Vorsprung.

Auf dem Wanderweg steht Speer 4.25 Stunden Oberchäseren 3.30 Stunden, na das könnte aber knapp werden mit Aufstieg und Abstieg ausserdem muss Janno dann lange warten. Also war der Turbomodus angesagt.

So schnell es mir eben in der Mittagshitze möglich war stieg ich zuerst dem eher uninteressanten Wanderweg folgend bis Matt auf, wo mich zu meiner Erleichterung die Sonne verliess und es angenehm kühler wurde. Weiter gings nun über einen schönen Schotterweg durch typische Almlandschaft nach Unterchäseren wo mich Janno dann anrief und sagte er sei jetzt beo Oberchäseren angekommen und warte dort auf mich.

Von Unterchäseren aus geht es auf einer geschlossenen Schneedecke empor, der Weg ist aber problemlos zum finden da eine breite Spur vieler Speer Wanderer empor führt. Es ist aber sicherlich von Vorteil früher als ich dran zu sein da der Schnee am Mittag doch schon ganz schön Sulzig ist.

Nach guten 2 Stunden kam ich ziemlich fertig auf der Oberchäseren an wo mich Janno lachend in Empfang nahm, ich brauchte erst mal Pause.
Eine kurze Rast viel zu trinken und etwas kleines zu Essen und meine Batterien waren wieder soweit aufgeladen, dass der Gipfelangriff gestartet werden kann.

Bis ca. 1750m kann man schön dem Wanderweg entlang aufsteigen bzw. den Fussspuren folgen. Ab da muss man seinen Weg finden man kann zwar links über die Schneefelder aufsteigen was uns aber aufgrund des doch schon sehr sulzigen Schnees nicht gerade die optimale Route schien, daher sind wir dann einfach in direkter Linie zum Gipfel empor geklettert (T4 , I) was ohne grössere Probleme ging. Man muss aber Acht geben, dass man keinen Steinschlag auslöst da viele Steine im Hang lose sind.

Auf dem Gipfel angekommen empfing uns ein klater zugiger Wind. Obwohl es zwar am Horizont überall stürmische Wolkengebilde hatte war die Aussicht trotzdem echt eindrücklich und auch sehr ungewohnt, weil ich in diesem Gebiet noch nie unterwegs gewesen war. Bei Top-Wetter muss die Aussicht unglaublich sein!

Komisch fand ich noch, dass von Andi jede Spur im Gipfelbuch fehlte, wie ich später erfuhr hatte er auch verschlafen; da hätten wir gemeinsam Janno nachrennne können ;-) .
Wir assen schnell etwas genossen noch etwas die Aussicht und dann gings möglichst schnell wieder runter. Beim Absteig leisteten uns die Schneefelder, welche schön aufgesulzt waren gute Dienste und so schlitterten wir hinunter. Wenige Minuten später kamen wir so schon wieder bei der Oberchäseren Hütte an.

Von da an nahmen wir den Abstieg gemütlich, und erreichten dann kurz vor 5 wieder den Bahnhof Weesen.

Fazit: Ein toller Aussichtsberg der für seine geringe Höhe wahrlich etwas bietet, über den Klettersteig wäre der Zustieg vielleicht noch besser, denn der unterste Teil von Weesen auf der Strasse ist etwas langweilig. Aber auf jedenfall empfehlenswert egal mit welcher Route; momentan hat man noch den Vorteil des schnellen Abstieges dank der Schneefelder.

Hike partners: TeamMoomin


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