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Unterwegs am Mont Blanc-gescheitert am Grand Couloir


Published by trainman , 4 December 2011, 00h40.

Region: World » France » Haute-Savoie » Massif du Mont Blanc
Date of the hike:16 August 1995
Hiking grading: T5+ - Challenging High-level Alpine hike
Climbing grading: I (UIAA Grading System)
Waypoints:
Geo-Tags: F 
Height gain: 440 m 1443 ft.
Height loss: 1240 m 4067 ft.
Route:Tete Rousse-P.3600m-Nid d'Aigle
Access to start point:Zahnradbahn "Tramway du Mont Blanc" zum Nid d'Aigle,dann zu Fuss zum Refuge de Tete Rousse
Access to end point:Zahnradbahn "Tramway du Mont Blanc" zum Nid d'Aigle
Accommodation:Refuge de Tete Rousse
Maps:Cartes IGN Mont Blanc

Der Mont Blanc ist für jeden Bergfreund eine Herausforderung.Wegen seiner geringen klettertechnischen Schwierigkeiten auf dem Normalweg scheint er ein relativ leichtes Ziel zu sein,aber der Schein trügt.Das wirkliche Problem sind hier die Wetterverhältnisse.Was an einem schönen Tag leicht aussieht kann bei Sturm,Temperatursturz und Schneefall rasch lebensbedrohlich werden.Ausserdem ist so manch einer in dieser Höhe konditionell überfordert.Nicht zu unterschätzen ist auch der berüchtigte Dauersteinschlag im Grand Couloir,der bei meiner Unternehmung das Erreichen der Gouter-Hütte verhinderte...
Am Vortag wurde zur Tete Rousse Hütte aufgestiegen.Die ungewöhnliche warme Nacht in dieser Höhe wurde allgemein als Zeichen für eine Wetterverschlechterung angesehen(diesmal zu Unrecht,wie sich am nächsten Tag herausstellte!).Mein Spezi und ich machten uns keine Illusionen über einen Gipfelerfolg am Mont Blanc.Meine mangelnde Wind-und Wetterfestigkeit und seine möglicherweise auftretenden  Konditionsprobleme machten einen Sieg am höchsten Alpengipfel mehr als fraglich.Aber zur Gouterhütte und im günstigsten Fall noch den Dome du Gouter,das wäre schon eine feine Sache gewesen.Aber es kam alles ganz anders.Nach dem späten Start um 6.00Uhr wurde an den Rand des berüchtigten Grand Couloir aufgestiegen.Dort war dann wirklich die Hölle los,im 1-5 Sekundentakt donnerten die Steinbrocken herunter,deren Grösse lag zwischen Faust und Kopf.Das Ganze hörte einfach nicht auf,es ist schon beinahe ein Wunder,dass die Steine in dieser Form hintereinander herunterkommen und nicht alle in einer Lawine mit anschliessender Pause.Mein Spezi war nicht bereit,dieses Couloir unter diesen Bedingungen zu passieren.Natürlich hätte man versuchen können,mit Blick nach oben und schneller Reaktion durchzukommen,aber das Risiko getroffen zu werden war ziemlich gross.Einige Bergsteiger haben es dennoch versucht und schafften es auch.Mein Spezi wollte indes auf der Rippe am linken Rand hochsteigen,wie er es in einem Führer gelesen hatte.Das ging zunächst eine Weile ganz gut,T4+,I.Leider kam man auf 3600m an einen Aufschwung,der schärfere Kletterei notwendig machte und der mir nicht geheuer war.Nachdem ich hier streikte,wurde nach links in die Flanke ausgewichen,wo das Gelände allerdings auch sehr garstig war(T5-T6),sodass der weitere Aufstieg abgebrochen werden musste.Der Abstieg durch eine Block-und Schuttrinne bis zum Weg nach Nid d'Aigle kostete viel Zeit und Nerven(T5-T5+) und ist mir immer noch in unangenehmer Erinnerung.
Fazit: Das Grand Couloir ist nach wie vor ein grosses Problem am Mont Blanc-Normalweg und verursacht immer wieder schwere Unfälle.Vor kurzem habe ich gelesen,dass man einen Tunnel unter dem Couloir plant,um einen sicheren Hüttenzustieg zur vielbesuchten Gouter-Hütte zu gewährleisten. 

Hike partners: trainman


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T3
18 Jun 14
Mont Blanc Normalroute - Solo · peterker
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