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Surettahorn 3027 m - ein kleiner Gletscher und viel, viel Geröll


Published by Ivo66 , 23 August 2011, 19h44.

Region: World » Italy » Lombardy
Date of the hike:23 August 2011
Hiking grading: T4 - High-level Alpine hike
Waypoints:
Geo-Tags: CH-GR   I 
Time: 5:30
Height gain: 960 m 3149 ft.
Height loss: 960 m 3149 ft.
Route:Splügenpass - Bergseeli - Lago Azzurro - Ghiacciaio di Surretta - Surettahorn (Punta Nera)
Maps:1:25'000 Splügenpass

Das Surettahorn liegt an der schweizerisch-italienischen Landesgrenze hoch über dem Splügenpass. Interessanterweise sind von diesem Berg trotz seiner verhältnismässig geringen Höhe sowohl die nördlichen, östlichen und südlichen Flanken, die zwischen zerklüfteten Graten eingekesselt sind, zu einem grossen Teil vergletschert. Über den Ghiacciaio di Suretta führte heute unsere Route, was der Tour fast etwas hochalpinen Charakter verlieh. Lange schon hatten wir ein Auge auf das Surettahorn gerichtet; der sehr informative Bericht von StefanP gab uns letztlich auch den Anstoss, das Unternehmen nun endlich anzugehen.

Nebst etwas Hochtourenfeeling bietet das Surettahorn eine sehr umfassende Aussicht über weite Teile Graubündens und natürlich nach Italien. Trotz der geringen Höhendifferenz ist die Tour auf das Surettahorn sehr kraftraubend; weite Teile müssen - zwar gut markiert - aber meist sehr mühsam über grosse Geröllblöcke zurückgelegt werden, Balanceakt an Balanceakt. Wir bereuten es nicht, die Steigeisen mitgeschleppt zu haben; man ist wirklich für jeden Meter dankbar, den es nicht im Geröll zurückzulegen gilt. Weniger anstrengend wäre es wohl, die Tour im Frühsommer anzugehen, wenn das viele Gestein noch teilweise unter dem Schnee verborgen liegt.

Der Gletscher (Ghiacciaio di Suretta) ist problemlos begehbar; er ist so gut wie spaltenfrei und wo er Spalten hat, sind diese erstens gut sichtbar und zweitens aufgrund ihrer Grösse kaum in der Lage, einen Bergsteiger zu verschlucken. Ein grosser Teil des Gletschers war heute aper, übersäht mit vielen kleinen, mittleren und grösseren Steinen; die Steigeisen waren sicher kein Luxus. Gegen den Gipfelaufbau nimmt die Steilheit des zu Beginn flachen Gletschers stetig zu und erreicht wohl ganz oben etwas über 30° Hangneigung.

Routenbeschreibung:

Dem eingangs erwähnten Bericht von StefanP gibt es nicht viel hinzuzufügen. Vom Splügenpass führt ein markierter Bergwanderweg am Bergseeli vorbei hinauf zum Lago Azzurro und ist entsprechend ausgeschildert.  Kurz vor dem Lago Azzurro wechseln die Markierungen vom schweizerischen weiss-rot-weiss zum italienischen rot-weiss bzw. rot-weiss-rot.  Man erreicht durch endlose Geröllhalden mit einem kurzen Gegenabstieg den Gletscher.

Im Aufstieg über den Gletscher peilt man am besten jene Gletscherzunge an, die bis am weitesten hinaufreicht. Dieses  Bild    von StefanP weist die optimale Route, obwohl die Aufnahme früher im Jahr entstand. Aktuell ist der Gletscher weiter ausgeapert.

Am oberen Ende des Gletscher erreicht man dann schuttiges Gelände, wo immer wieder Wegspuren auszumachen sind. Das Material liegt hier in der Flanke derart lose, dass es kaum vermeidbar ist, hin und wieder etwas Steinschlag auszulösen. Entsprechende Vorsicht ist also angebracht, wenn sich andere Berggänger auf der Route befinden.

Hike partners: Ivo66, Lena


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