Valser Aqua-Running – s'isch guat...


Published by fuemm63 Pro , 14 July 2011, 19h24.

Region: World » Switzerland » Grisons » Valsertal
Date of the hike:14 July 2011
Hiking grading: T2 - Mountain hike
Waypoints:
Geo-Tags: CH-GR 
Time: 2:00
Height gain: 300 m 984 ft.
Height loss: 900 m 2952 ft.
Route:12,5 km
Access to start point:cff logo Vals, Zervreila
Access to end point:cff logo Vals, Vallé
Maps:1234 Vals.

Nach den Unwettern von gestern hat sich das Wetter fast ausgeregnet. Meine Frunthorn-Tour kann ich begraben. Trotzdem fahre ich mit dem Postauto ins Zervreila hoch und schaue, was sich auf dem Hang zwischen Zervreila und der Bergstation Gadastatt oder in der Valserrheinschlucht machen lässt.

Route
Start bei der Postauto-Endstation Zervreila (1840 m). Wegen schlechter Sicht und vor allem viel, viel Wasser verzichte ich, nach der Überquerung des Staudamms (Aussicht gleich null...)  hinauf zur Fruntstafel abzubiegen, und bleibe auf dem Höhenwanderweg von Frunt nach Gadastatt. Schwierig ist, dass sich die Wege bereits vor Frunt (1990 m) mehrheitlich in Bäche oder Sümpfe verwandelt haben. Meine Goretex-Schuhe sind von Vorteil, aber das Ausrutschen auf den zahlreichen glitschigen Felsblöcken auf dem Weg verhindern sie nicht. Trotzdem gefällt mir das konzentrierte Von-Stein-zu-Stein-Springen. Zwischen Arva und dem Kristalloch überquere ich viele sprudelnde Bäche, versuche, so gut es geht, trockenen Fusses zu bleiben, und erreiche den Abzweiger nach der Brücke bei P. 1835. Dort nehme ich statt den oberen Weg nach Gadastatt den unteren in Richtung Leis. Nach Passieren von Moos (1761 m) steige ich durch ein Waldstück und unter der Seilbahn durch nach Leis (1526 m) ab. Bei der Abzweigung unterhalb der beiden modernen Ferienhäuser (made by Zumthor) biege ich scharf nach rechts ab und steige über einen wunderschönen Pfad oberhalb des Wali über Hüschi (bei P. 1599) bis zum Ronastäg (1525 m) in der Valser Rheinschlucht ab. Trotz des Staudamms (und Null Restwasser) kommt wegen des Unwetters ordentlich viel Wasser das Flussbett hinuntergedonnert. Vom Steg steige ich auf der gegenüberliegenden Seite zur alten Fahrroute hoch und laufe mehrheitlich über Asphalt und den dunklen Rotabärgtunnel bis zur neuen Strasse. Dort fädle ich nach wenigen Kurven auf den Wanderweg ein und erreiche bald das Wegkreuz in Vals-Valé (1266 m).

Tourcharakter
Leichter Berglauf ohne grosse Ansprüche (bis auf die glitschigen Momente), der mehrheitlich abwärts führt. Besonders erwähnenswert ist der Abstieg von Leis in die Valser Rheinschlucht, die Überquerung des Ronastägs und das nicht gerade alltägliche Passieren eines Tunnels mit Tiefblick in die Valserrheinschlucht. Die Tour wäre in umgekehrter Richtung und auch ohne das viele Wasser natürlich ebenso attraktiv.

Valserwasser und Valser Wasser
Bekanntlich kommt das Valserwasser nicht aus dem Zervreilastausee und auch nicht vom Zervreilahorn her (obwohl dieses die Valserwasser-Flaschenetiketten ziert), sondern aus dem Piz Aul, wo es nach neusten Erkenntnissen in einer mittleren Verweildauer von 80 Jahren "gereift" sein dürfte (Hartmann 2001).
Wie würde wohl die Valser Rheinschlucht heute aussehen, wenn es keinen Staudamm im Hochtal Zerfreila gäbe, der im gefüllten Zustand 100 Mio. Liter Valser Rheinwasser aus dem Canaltal und dem Läntatal (einschliesslich zwei Bachfassungen beim Bäraboda und Inder Bleika) zurückhält resp. durch den Überleitstollen ins benachbarte Safiental befördert? 

Flurnamen
Frunt: von rom. Frons = Stirne.
Ronastäg: von roona = modernder Baum.
Wali: Ort, wo Walen (Welsche = Romanen) hausen.
Hüschi: kleines Haus.

Quellen
Hartmann, Peter: Die Entstehung des Valser Mineralwassersonline [Download 14.07.2011].
Schmid, Bernhard / Schmid, Alfons, Orts- und Flurnamen der Gemeinde Vals, Vals 2006.

Hike partners: fuemm63


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