Halber Hohlaubgrat


Published by TeamMoomin , 14 June 2011, 11h49.

Region: World » Switzerland » Valais » Oberwallis
Date of the hike:11 June 2011
Mountaineering grading: PD
Climbing grading: I (UIAA Grading System)
Waypoints:
Geo-Tags: CH-VS 
Time: 2 days
Height gain: 650 m 2132 ft.
Height loss: 650 m 2132 ft.

Diese Tour war irgendwie von Anfang an unter einem schlechten Stern, aber trotzdem gab es viele tolle Momente und ich habe eine Menge gelernt, daher war es auch ohne Gipfelerfolg wertvoll, doch zuerst der Reihe nach.

Das Wetter sollte dieses Weekend ja eher bescheiden oder durchmischt sein, also kam eine allzu grosse Tour wie ich sie ursprünglich mit meinem Kollegen beplant hatte sowieso nicht in Frage. Ausserdem erfuhren wir das es im Wallis in den oberen Regionen doch einiges an Schnee gegeben hat was als nicht Skitourengeher natürlich auch nicht gerade ideal ist.  Trotzdem wollten wir etwas grosses versuchen und so beschlossen wir das Allalinhorn zu besteigen aber vom Hohlaubgrad aus den der Normalweg, ohne jemanden hier auf die Füsse treten zu wollen, ist für mich einfach etwas schauerliches.

So gings am Samstag gemütlich mit der Bahn bis Felskinn und dann rüber zur Britanniahütte. Schon hier merkten wir wieviel Schnee es hier noch hatte und so wurde dieser ansonst kleine Spaziergang doch noch zu einer ordentlichen Spurerei, für mich der vorging ein tolles Aufwärmtraining.

Bei der Hütte trafen wir dann zwei Paare an, welche sich ebenfalls im Winterraum einquartiert hatten. Wir erfuhren, dass die einten beabsichtigten aufs Rimpfischhorn zu gehen und die anderen  morgen mit der Metro rauf wollten und dann aufs Allalinhorn.

Die Sicht war gleich null und so beschlossen wir Morgen mal um 4 Uhr auf zu stehen und uns weiter zu beratschlagen, dann gings vor dem Essen noch schnell auf den Hausberg der Britanniahütte dem Kleines Allalin, definitiv mein leichtester 3000er den ich bis jetzt gemacht habe ;-).
Ich legte mich danach schon mal ins Bett weil ich von Anfangs Woche ja noch halb krank war und die anderen plauderten noch kurz.

Am Morgen als ich raus ging sah es gut aus viele Sterne waren zu sehen also beschlossen wir einen Versuch zu starten. Beim Bereitmachen merkte ich dass mein Kollege irgendwie sehr unsicher war mit seinen Geräten und den Knoten, er hatte das Zeugs wohl zu lange nicht mehr gebraucht, also half ich ihm und wir steigen zum Gletscher ab. Hier kam wieder ein totaler Nebel auf. Also warteten wir etwa eine halbe Stunde bevor es wieder aufriss und wir den Weg über den Gletscher zum Anfang des Hohlaubergrates wieder sehen konnten. Auf dem Gletscher fühlte ich mich unwohl da ich nicht sicher war ob er mich im Falle eines Sturzes halten könnte. Wir wichen aber allen Spalten gut aus bis auf eine ganz kleine die ich zu spät sah und einen Fuss drin versenkte, aber mehr hätte auch nicht Platz gehabt.

Dann standen wir auf dem Grat und der Aufstieg begang. Ich spurte uns den Weg durch den Schnee in welchem ich teilweise bis zur Hüfte einsank. Dies kostete enorm Kraft und meine noch nicht ganz gesunde Lunge fand dies überhaupt nicht toll, und es kostete vorallem Zeit.

Als es dann gegen 10 Uhr ging und wir gerade mal auf 3500m waren, beschloss ich die Sache ab zu brechen. Erstens war ich müde vom Spuren und merkete in der dünneren Luft nun definitiv das ich noch nicht gesund war, zweitens war mein Kollege nicht mehr fit und wollte auch nicht spuren, drittens lief uns so die Zeit davon, und zu guter letzt entdeckten wir dass über der Kletterstelle am Gipfel eine etwa 2 Meter hohe Schneewächte lag. Die zu durchqueren bzw. uns dort einen Weg durch zu hacken traute ich mir nicht wirklich zu also war das Umkeheren beschlossene Sache.

Wir machten dann eine Pause und genossen die Aussicht bevor das Wetter eher wieder schlechter wurde. Dann hies es absteigen da wir doch noch einiges an Weg zurük bis zur Felskinn hatten.

Drei stunden später kam ich müde aber erleichtert dort an und freute mich auf zu Hause und mein Bett. In Saas Fee trafen wir noch das Paar an welches heute Morgen zum Rimpfischhorn aufgebrochen war. Sie erzählten uns dass Sie auf ca 3500 abgebrochen hätten weil mit dem vielen Schnee die Verhältnisse momentan zu heikel seien. Dank Ihnen bekamen wir dann noch eine Gratis Fahrt bis nach Visp.

Zuhause war ich dann froh als ich ins Bett konnte, denn meine Erkältung war definitv wieder da.

Fazit: EIne Tour bei der es viele Fehler in der Vorbereitung gab, bei der ich aber sehr viel gelernt habe. Nie mehr würde ich solch eien Tour versuchen wenn 1) Ich erkältet war und es immer noch leicht bin 2) die Schneeverältnisse so schlecht sind 3) Man alles alleine spuren muss 4) man merkt dass der andere alles was er letztes Jahr gelernt hat wieder vergessen hat 5) es ein Ostgrat ist der mit der Sonne sofort matschig wird.
Eigentlich alles Fehler die nur ein Anfänger wie ich machen kann, aber ich sage mir nur durch Fehler lernt man und die Aussicht hat das ganze allemal gelohnt. Ich werde definitv nochmals kommen vielleicht noch dieses Jahr im Spätsommer, den der Hohlaubgrat ist echt ne Wucht!

Hike partners: TeamMoomin


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