Piz dˋImmez Runde via Val Trigl / Trigl Grond


Published by ZHB , 4 August 2024, 15h44.

Region: World » Switzerland » Grisons » Basse Engadine
Date of the hike: 3 August 2024
Hiking grading: T4 - High-level Alpine hike
Waypoints:
Geo-Tags: Lischana Gruppe   CH-GR   I 
Time: 11:30
Height gain: 2200 m 7216 ft.
Height loss: 2200 m 7216 ft.
Route:23km

Die wilde Gegend rund um S-Charl fasziniert mich immer wieder so kam es, dass ich an diesen Samstag zwei offene Pendenzen in Form der Trigl Täler (Val Trigl und Trigl Grond) und der logischen Überschreitung des Piz Christanas mit Auslatschen im Val Sesvenna widmete.

Am Parkplatz Punt da Minger am Tor des schweizerischen Nationalparks parkierte ich und ging gegen 06:45 Uhr mit geschnürten Wanderstiefeln talausgangs. Bei Punkt 1610 stieg ich auf einem anfangs leicht erkenntlichenen Pfad in das Bachbett des Val Trigl ein, der Pfad verliert sich nach wenigen Metern jedoch. Ich peilte das Wegfragment auf etwa 1697 Hm an, an welchem ich einen guten Pfad vorfand. 
Es ist hier sinnlos, früher einzusteigen, da der frühere Pfad welcher unter anderem bei Punkt 1642 beginnt, in der Folge komplett weg ist respektive ist der Hang komplett wegerrodiert ist.

Der Pfad führte mich in der Folge linksseitig des breiten Flussbettes zum Zusammenfluss zweier Bäche auf etwa 1787Hm, dort verliert sich der Pfad beziehungsweise wie ich nachher sah, führt dieser rechts in das Seitental und quert den dortigen Bach etwas unterhalb der ehemaligen Jagdhütte.
Ich ging jedoch weiter im Bachbett, versuchte zweimal rechts an erodierten Geröllhängen, hoch zu steigen, gab dies jedoch auf und lief weiter, bis ich auf die in der Karte eingetragene Runse traf, welche auch das eingezeichnete Wegfragment beginnen von der Jagdhütte des wenigen Meter nördlich der Runse führt, liegt.
Hier, fand ich eine schwache Pfadspur in der gerölligen Runse vor welche auf Satellitenaufnahmen sichtbar ist, diese führte mich effizient auf das Wegfragment hievte. 

Angekommen auf dem Weg ging ich noch kurz zur Jagdhütte, dort musste ich feststellen, dass diese neu gedeckt worden ist und zwar mit einem neuen, Massivdach in Form des Felsen an den sie sich zuvor anlehnte. 
Nach dieser Stippvisite, folgte ich dem Pfad welcher zweimal Runsen quert, bei der zweiten der versuchte ich erst diese zu queren, konnte jedoch mit den Wanderschuhen keine vernünftigen Tritte ins Geröll treten, so dass ich Plan B wählte und ein Legföhrenkampf begann… Ich drehte mich um 180° und stieg kurz einen Felsen hoch, welcher mich darauf hin in den Legföhrenwald führte, hier verlor ich irgendwie das Gefühl für die Höhenmeter verlor ich und stieg viel zu weit hoch, bis ich vor einer Felswand stand. Hier stieg ich wieder wieder herab, kam jedoch am anderen Ende der Runde rauskam, und dort den Weg fortsetzen konnte. 

Erstaunlicherweise hat es eine durchgängige Wegspur bis auf etwa 2200hm, die Legföhren beidseits des Weges sind gut zurückgeschnitten, so dass man relativ schnell an höhe gewinnt. Oberhalb von 2200 Höhenmetern verliert sich die Wegspur, infolge der nicht mehr vorhandenen Legföhren in einer Wiese. Wer von oben kommt, und sich wie *Piz Madlain (3099m) in dichtem Legföhrenterrain befinde, tut gut daran nochmal einen neuen Versuch zu wagen und nach der Wegspur ausschau zu halten.

Ich peilte den Punkt 2325 an, und Schritt in der Folge durch die erste Hochebene, und beobachtete dabei links und rechtzeitig von mir in den hängen jeweils Steinböcke. Die die nächste Steilstufe verliess ich orographisch rechts und südlich von Punkt 2534, ab und zu fand ich Steinmännli vor welche ich jeweils erhöhte. 

Die Steilstufe zum Lais da Trigl beging ich südlich von Punkt 2728 und kurze Zeit später vor einem nicht allzu steilen Schneefeld, welches ich querte und vor der letzten Steilstufe stand.
Hier gibt es nun drei Gerölldichten orographisch von rechts beginnend liegt grober Schotter, in der Mitte halbgrober Schutt und links feiner Schutt, welche sich zum Aufstieg anbieten.
Ich wählte den feinen Schutt, wo ich auch eine leichte Wildspur ausmachte, wechselte im mittleren Teile auf den halbgroben Schutt und erreichte schliesslich den namenlosen Pass nördlich des Piz Cotschen.

Ein Schneefeld abrutschend begab ich mich auf einen Hügel südlich des Lajet da Lischana, und ass dort einen Rastapfel. Im Anschluss begab ich mich auf den vor Ort markierten, rot-weissen Wanderweg, welcher zuerst auf den Vorgipfel und in der Folge auf den Hauptgipfel des Piz dˋImmez führte.

Vom Piz dˋImmez folgte ich den weiterhin einen Wegmarkierungen, welche einen mit einem etwas steilen Abstieg auf die Ebene der Fuorlca Cornet führt. Bei Punkt 2853 trifft auch ein Wanderweg vermutlich vom Val Cristanas auf meine Route. Ich ging jedoch weiter in Richtung Piz Cristanas, welchen ich unschwierig erreichte. In der Folge besuchte ich noch den Piz Rims, und wanderte im steten auf und ab zur Fuorlca Sesvenna

Nun folgt der laaaaaaaaaange Talhatscher Mutterkühen ausweichend zur Alp Sevenna, wo ich mir eine Cola kaufte und trank, sowie mangels Münz noch ein Fusspils für den allfälligen Strassenmarsch ab S-Charl erwarb - ich trug ultralight mässig nur Scheine auf mir ;). Den Weg nach S-Charl verkürzten mir zwei Wanderer durch kurzweilige Gespräche bis wir uns in S-Charl trennten.

Abgeneigt von der Autopiste stieg ich bei Punkt 1747 in den nicht markierten Wanderweg nördlich der Autopiste ein, welcher sich durch die diverse umgestürzte Bäume ausgezeichnete, an sich jedoch eine attraktive Alternative zur Autopiste ist. Dieser Weg mündet wie aus der Karte hervorgeht nach kurzer Zeit auf den offiziellen Wanderweg und führt mich kurzweilig mit einem kurzen Stück Autopiste wieder zu meinem Ausgangspunkt.

Generell würde ich hier die Tour aufgrund der anfänglichen Runsenquerungen unterhalb der 1. Steilstufe im Val Trigl als T4 einstufen, der Rest ist T3 .

Weiteres:

  • Info für Aspiranten des  Piz San Jon d'Immez 3065m , es sah  von der ersten Ebene des Trigl Grond so aus, als liesse sich dieser über grüne Matten vom Pt. 2324 via Pt2696 auf Wildpfaden besteigen.
  • Eine allfällige Skiabfahrt im Winter durch das Val Trigl stünde einzig die mit Legföhren bewachsende Steilstufe von Pt. 1993 - ca. 2200 Hm im Wege, sowie das grobsteinige Bachbett des Val Trigls welches gut eingeschneit sein muss. Die Hänge haben obderhalb und unterhalb der Steilfstufe zwischen Val Trigl und trigl Grond ansonsten gäbig geneite Hänge. Will jemand einen Versuch im Winter wagen? :)
  • Weitere Begehungen gab es bereits vor 15 Jahren hier*Piz Madlain (3099m) und hier *Piz San Jon d'Immez (3065 m), damals mit noch intakter Jägerhütte.
  • Eine Säge braucht es nicht, sofern man auf dem Pfädli bleib, allenfalls um komfortable eine der zwei Runsen umgehen zu können. Meine Unterahme wünschten sich diese im Nachgang meiner zu gutgemeinten zu hohen Runsenumgehung ;).

Hike partners: ZHB


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