In schöner Tradition auch heuer wieder zum ersten Schnee über die Hornisgrinde


Published by Schubi , 24 November 2022, 15h45.

Region: World » Germany » Südwestliche Mittelgebirge » Schwarzwald
Date of the hike:14 November 2022
Hiking grading: T3 - Difficult Mountain hike
Waypoints:
Geo-Tags: D 
Height gain: 140 m 459 ft.
Height loss: 140 m 459 ft.
Route:5,7 km

Kleines Jubiläum: im fünften Jahr in Folge (*1, *2, *3, *4) geht's auch heuer wieder durch den frisch gefallenen ersten Schnee über die Hornisgrinde (1164 m), dem höchsten Nordschwarzwälder Berg.

Als Tourenberichts-Soundtrack läuft Midlakes Schneefall-Song It Covers The Hillside.

In der vorigen Nacht hatte es bis auf ca. 900 Meter herunter geschneit, wie immer starte ich gg. acht vom Parkplatz am heute mal wirklich stillen Mummelsee aus, -0,5 Grad Celsius zeigt das Thermometer. Ebenfalls wie immer beginne ich die Runde über die Südostflanke des Bergs. Die Schneehöhe nimmt (wie immer) auf den wenigen Höhenmetern bis zum Gipfelplateau zu bis auf circa 10 cm. An den baumfreien Stellen und natürlich droben entlang des Hochmoors pfeift der Wind ganz gut und hat schöne Frostfahnen an die Vegetation gebaut: wunderbar (halt wie jedes Jahr :o) Bei soviel sehenswerten Details steht also nicht das Vorankommen oder die Tour im Vordergrund, sondern das Fotografieren. Es zeigt sich wieder mal, dass auch eine Tour durch dichten Nebel ihren Reiz hat – denn zu bestaunen gibt's immer was. Und schlechtes Wetter gibt es nicht. Hingucker sind (wie die letzten Male auch) natürlich die bunten Herbstfarben der Vegetaion, die unter dem Weiß herausleuchten. In der Nähe des Wegpunkts Dreifürstenstein dann prägnante, frische Spuren im Schnee: hier habe ich Auerwild wohl nur knapp verpasst! Nun aus dem kurzen Waldstück herausgetreten auf das offene Plateau der Hornisgrinde mit seinem charakteristischen Hochmoor, das nur unterbrochen wird von Latschenkiefer-Inseln sowie solitär stehenden Bäumen. Der Tiefblick in das ostseitige Kar des Biberkessels reicht heute nicht sehr weit (genau wie die letzten Male). Trotz Nebels steige ich an der höchsten Stelle der Hornisgrinde auf den kleinen Bismarckturm, auch bei schlechter Sicht ein interessanter Perspektivwechsel. Südlich davon, auf Höhe des Windrads, nun zur Westseite des Plateaus gewechselt und dort ein Stück den Steig, der von Norden kommend die Flanke heraufführt, abgestiegen.

Dann umgedreht und durch das kurze Windbruch-Waldstück sowie anschliessend entlang des Pfads an der Westkante des Gipfeplateaus wieder gen Süden. Kurzer Abstecher links an der Bergwacht herauf zu meinen beiden Lieblings-Bergkiefern. Wieder zurück und dem Pfad südlich gefolgt, sowie an der folgenden Weggabelung Abstecher zum (heute nicht existenten) Mummelseeblick. An erwähnter Wegabelung nun auf den etwas versteckten Pfad zur höchsten Stelle des Nebengipfels Katzenkopf (1123 m) gewechselt und dort (wie immer) bissel zwischen den riesigen Sandstein-Blöcken herumgestiegen. Auch an dieser Stelle logischerweise heut kein toller-Fern-Tief-Blick wie zB bei den zwei neulichen herbstlichen Besuchen. Aber – holla! – für mehrmals einige Sekunden wechselt die Nebelfarbe von graublau zu graugelb: der Wolkennebel beginnt also, sich zu lichten. Beim Abstieg darf ich sogar zweimal kurz ein kleines Stück blauen Himmels sehen.

Fazit: hoffentlich kann ich diese kleine Tradition noch lange weiterführen. Stichwort Wanderwetter: ich war (etwaigen Spuren im Schnee nach) bis kurz vor Rückkunft am See gegen Mittag die ganze Zeit offenbar die einzige Person oben auf dem sonst ganzjährig gut besuchten Hochplateau ... T3 btw. nur für die hochtrittige Felspassage im Abstieg vom Katzenkopf.

Hike partners: Schubi


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