Bächenstock


Published by dinu79 , 21 December 2021, 17h01.

Region: World » Switzerland » Uri
Date of the hike:18 December 2021
Climbing grading: II (UIAA Grading System)
Ski grading: AD
Waypoints:
Geo-Tags: CH-UR 
Time: 6:30
Height gain: 1572 m 5156 ft.
Height loss: 1572 m 5156 ft.
Route:15,2 km

An diesem Samstag lies ich es mir bei der Anfahrt offen, ob ich den Bächenstock mit dem Zwächten oder den Stössenstock besteigen werde. Da ich Energiegeladen war und eine gute Spur Richtung Rieter bestand, wählte ich dann spontan den Aufstieg zum Bächenstock. Dem steilen und teils ausgesetzten Wanderweg durch den Färnigwald folgend stieg ich hinauf. Ein Grossteil der Strecke war vereist und somit waren Harscheisen ein willkommenes Hilfsmittel. Kommt man aus dem Wald sieht man bereits die Alp Rieter. Hier arbeitete die Sonne und der Wind - viele grossflächige Stellen waren bereits wieder aper. Im Rieter Richtung Sewenalpsee schreckte ich einen Birkhahn auf, welcher rund zehn Meter an mir vorbei ins Tal flog.

Am Sewenalpsee angekommen befinde ich mich in einer verzauberten Schneelandschaft. Die Sonne leuchtet durch den blauen Himmel hindurch auf die glatte Fläche vom Sewenalpsee - "es Träumli"! Es folgt ein erster steiler Aufschwung auf ein kleines Plateau. Der Steilaufschwung war von alten Lawinenkegeln bespickt, die verursachenden Steilwände am Ruederstock vollständig entladen, was mir ein gutes Gefühl für einen sicheren durchstieg gab. Die Alte Sewenhütte bekam ich nicht zu Gesicht, zu klein sind diese Grundmauern. Ab dem Sewenalpsee lag dann auch durchgehend sehr viel Schnee. Die vorhandene Spur hinauf zum Bächenstock war wohl schon mehrere Tage alt. An vielen Stellen wurde diese vom Wind wieder zugedeckt, was mich eine erneute Spurarbeit kostete. Der zweite Steilaufschwung konnte ich ebenfalls mit einem guten Gefühl bewältigen, der Schnee hat sich hier oben schon ganz schön verfestigt. 

Nach dem letzten Steilaufschwung zeigt sich der Bächenstock. In einem grossen Bogen führte mich die angelegte Spur zum Skidepot. Der Bergschrund stand noch weit offen. Da die Spuren am Skidepot endeten prüfte ich zuerst die Sicherheit am steilen Aufstieg. Ich entschied mich in einem S aufzusteigen und mich somit in möglichst sicherem Gelände zu bewegen. Zudem packte ich meine Skier auf den Rucksack, um nach dem Bächenstock noch über den Verbindungsgrat zum Zwächten zu traversieren. Die Spurarbeit kostete aber Zeit & Kraft. Den Ausstieg auf den Grat zum Bächenstock machte ich über apere Felsen im -3. Schwierigkeitsgrad. Dies war für mich die Ideale Variante um auszusteigen. Am Grat angekommen deponierte ich den Rucksack mit den Skiern und kraxelte ohne diese bis zum Gipfel. Auf dem Gipfel hat man eine supertolle Aussicht. Leider hatte ich keinen Einblick in das Couloire, welches vom Verbindungsgrat zum Juzfad hinunter führt - so konnte ich nicht einschätzen ob es genügend Schnee im Couloire hat. Zudem hatte es am Felsband vor dem Zwächten sichtbar zu wenig Schnee um mit den Skiern dort aufsteigen zu können. Aufgrund der Fortgeschrittenen Zeit und diesen Tatsachen entschied ich wieder über die Südseite abzusteigen/-fahren.

Dem Grat entlang erreichte ich wieder mein Rucksackdepot. Um nicht im 3. Schwierigkeitsgrad abklettern zu müssen entschied ich mich um den grossen Fels am Grat zu gehen und nach diesem direkt in die verfirnte Steilwand einzusteigen, was dann auch sehr gut klappte. Beim offiziellen Skidepot angekommen, montierte ich die Skier und fuhr genüsslich via Sewensee und danach dem Seebach entlang hinunter via Äbnet zur Passstrasse. Diese Abfahrt überraschte mit offenem Gelände. An der Passstrasse angekommen musste ich nur noch zum parkierten PW hinauf laufen. 

Hike partners: dinu79


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