COVID-19: Current situation

Zur Ringgenburg


Published by Nyn , 11 April 2021, 00h49.

Region: World » Germany » Südwestliche Mittelgebirge » Sonstige Höhenzüge und Talgebiete
Date of the hike: 9 April 2021
Hiking grading: T1 - Valley hike
Waypoints:
Time: 1:45
Height gain: 60 m 197 ft.
Height loss: 60 m 197 ft.
Route:ca 2km
Access to start point:Über die L288 / L289 zum Kreisel ö. von Wilhelmsdorf und n. von Esenhausen. Kurz die L289 östlich und die erste Möglichkeit links weg, dann über geteerten Fahrweg und nördlich zu Parkmöglichkeiten am Waldrand

Wie sicher die allermeisten von euch wissen, bieten uns die Randzeiten des Tages, der frühe Morgen oder wenn es dem Abend zugeht, interessante und oft spannendere Lichtverhältnisse als der pralle Mittag.
Fragt sich also nur noch, WIE bekomme ich das hin, bei meinen momentanen Lebensumständen (~Nachtarbeit) die ganz frühen Stunden bei entsprechenden Verhältnissen zu erwischen, die sich (subjektiv?) zudem noch durch ein anderes Farbspektrum als am Abend auszeichnen?

Antwort: Einfach den genialen Tipp von schubi benutzen, und nach der Arbeit ( ca. 6-6.30 Uhr bin ich normalerweise damit fertig) eine kleinere Fotopirschrunde am Rückweg direkt dranhängen. Zeitlich geht das, auch wenn es schon erst mehr als zäh ist, nicht gleich heim und ins Bett zu dürfen. Bin ich doch schon seit halb2 in der Früh unterwegs.

Dafür wird mein Einsatz aber so was von belohnt: Was ein Licht!

Als Ziel hatte ich mir -als ob ich es vorher gewusst hätte, daß es heute passt- eine Ecke mit Berg- und Morgensonnenblick ausgesucht. Mein Timing war geradezu perfekt. Eben, als die Sonne langsam hinter einer Baumreihe über den Horizont kriecht, bin ich nur 100m vom P auf einem Jägerstand bereit mit grandiosem Blick nach Osten.

Die weitere Route zur ehemaligen Burganlage Ringgenburg oberhalb von Wilhelmsdorf/Lengenweiler beschert mir u.a. dank der noch kaum belaubten Bäume  Aus,- Ein-, Gegenlicht- und Durchblicke, wie ich sie vorher selten erlebt habe. Um so schöner, sie ein bisserl mit dem Herzen und der Kamera einzufangen.

Meine Müdigkeit wurde durch die umwerfende Stimmung völlig nebensächlich.
Aber seht selbst!

.............................................

EXKURS PHOTOGRAFIE
Warum ist das so anders mit dem Licht am Morgen und Abend?


KURZ:
Dadurch, dass das Sonnenlicht durch "mehr" Atmosphäre hindurchscheinen muss, werden gewisse Anteile des Spektrums mehr herausgefiltert und das Licht wird wärmer und oranger/röter -was vielen Motiven gut tut.

MIDI:
Bei Sonnenaufgang oder –untergang befindet sich die Sonne tief am Horizont oder sogar unterhalb des Horizonts. Die Sonnenstrahlen durchqueren dabei die Atmosphäre in einem viel kleineren Winkel als zum Beispiel mittags.
Der Weg der Sonnenstrahlen durch die Atmosphäre ist dabei bedeutend länger als mittags. Wenn zum Beispiel die Sonne nur 4 Grad über dem Horizont steht, ist die von den Sonnenstrahlen durchquerte Schicht der Atmosphäre 12 Mal dicker als die Schicht, die sie mittags durchqueren.
Die Sonnenstrahlen werden bei ihrer Durchquerung der Atmosphäre an Luftmolekülen, Partikeln, Wassertröpfchen gebrochen, gestreut oder reflektiert. Je kurzwelliger das Licht, desto stärker wird es gestreut. Blaues Licht ist kurzwelliger als rotes und wird daher stärker gestreut. Und je länger der Weg durch die Atmosphäre, desto deutlicher ist dieser Effekt. Der Himmel färbt sich für den Beobachter rot, weil der blaue Anteil des Lichts den Beobachter nicht mehr erreicht.

AUSFÜHRLICH
Zerstreutes Licht
Das Licht der Sonne erscheint uns zwar gelblich-weiß, doch setzt es sich aus allen Farben des Regenbogens zusammen – von Violett über Blau, Grün, Gelb, Orange bis hin zu Rot. Jede dieser Farben entspricht elektromagnetischer Strahlung einer bestimmten Wellenlänge. Diese Wellenlänge ist bei Blau am kürzesten, bei Rot am längsten.
Die verschiedenen Wellenlängen spielen nun eine wichtige Rolle, wenn das Licht auf dem Weg durch die Atmosphäre mit Gasmolekülen zusammenstößt und dabei seine Richtung ändert. Physiker sagen: Das Licht wird gestreut. Immer wenn wir nicht direkt in die Sonne blicken, sehen wir ausschließlich gestreutes Licht, das über ein paar Umwege von der Sonne in unser Auge gelangte. Daher ist es gerade das gestreute Licht, das die Farbe des Himmels bestimmt.
Sonnenuntergang über dem Meer. Die Sonne ist gelb eingefärbt, der Himmel um sie herum schimmert von orange um die Sonne herum bis dunkelrot direkt über dem Horizont
Abendrot
In der Atmosphäre wird Licht nun umso stärker gestreut, je kleiner seine Wellenlänge ist. Blaues Licht wird daher stärker gestreut als rotes.
Bei hohem Sonnenstand ist der Weg des Sonnenlichts durch die Atmosphäre recht kurz, es wird dabei hauptsächlich Blau gestreut, so dass uns der Himmel am Tag blau erscheint. Bei tiefem Sonnenstand ist der Weg des Lichts durch die Atmosphäre weit länger. Durch die Streuung vermindert sich der Blauanteil dabei so stark, dass das Rot überhand gewinnt. Das Blau wurde weggestreut. Daher ist der wolkenfreie Himmel tagsüber blau, und rot bei Sonnenaufgang (Morgenrot) und Sonnenuntergang (Abendrot).

Hike partners: Nyn


Minimap
0Km
Click to draw, click on the last point to end drawing

Gallery


Open in a new window · Open in this window


Comments (2)


Post a comment

Schubi says:
Sent 11 April 2021, 10h18
Es freut mich, dass ich hab' inspirieren können :-)

rojosuiza says: Kurz und Lang
Sent 12 April 2021, 21h35
Kurz: Im Frühtau zu Berge...

Lang und immer länger: /www.deutschland-lese.de/index.php?article_id=554


Post a comment»