Hellerschwang im Isartal? Ist das ein Steinbruch oder ein Almgipfel? Ja was denn sonst?


Published by Vielhygler , 5 August 2020, 23h52.

Region: World » Germany » Alpen » Bayrische Voralpen
Date of the hike:26 July 2020
Hiking grading: T2 - Mountain hike
Waypoints:
Geo-Tags: D 
Height gain: 100 m 328 ft.
Height loss: 100 m 328 ft.
Access to start point:Von Tölz kommend bis zur kleinen Kirche von Fleck. Hier beschildert ("Roß- und Buchstein" u.a.) nach links abbiegen. Oberhalb des Ortsrands steht, schon kurz vor dem Almbach-P. ein Stadel (s.1. Foto). An diesem Stadel auf einem Wirtsschaftsweg am Gesperrt-Schild vorbei nach rechts loswandern.
Access to end point:dito
Accommodation:keine
Maps:DAV BY 11 Isarwinkel Ausgabe 2018 (besser als 2011)

Nach dem Gewitter ist vor dem Gewitter: ein typischer Juli-Sonntag 2020. Nach ergiebigen Regenfällen scheint die Sonne, aber das nächste Gewitter kündigt sich schon wieder an. Schnell in der Nähe was gehen? Immer gerne. Wohin? Egal. Irgendwohin ist allemal besser als Nirgendwohin! Wie wär' s mit Hellerschwang?

Hellerschwang ist ein Weiler im Isartal und genau so heißt auch ein Steinbruch gleich oberhalb der wenigen Häuser. Ein Steinbruch bei Gewitterstimmung ist natürlich verlockend, aber ganz besonders attraktiv sieht für mich seit langem die schmucke Almkuppe aus, die oberhalb von Weiler und Steinbruch von Südwesten zu sehen ist: ein lockender Blickfang für jeden, der vom Sylvensteinsee nach Lenggries fährt. Heute möchte ich das "Hellerschwang-Duett", also Steinbruch und Almkuppe aus der Nähe betrachten.

Die Wegbeschreibung:

Los geht es in Fleck südlich von Lenggries. Auf etwa halbem Weg über freie Wiesen zum Almbach-P.steht der auch in der Rubrik "Anfahrt" weiter oben erwähnte Stadel. Hier geht es am Gesperrt-Schild vorbei auf einem Wirtschaftsweg nach rechts. Es handelt sich um einen hübschen "old fashioned" Gloaßenweg (mit Grünstreifen in der Wegmitte).
Bevor der Gloaßenweg im Wald verschwindet, lasse ich den Blick noch einmal nach Westen über die Benediktenwandkette hinweg zu den etwas düsteren Wolken schweifen. Ich bin mir aus langer Erfahrung sicher: entweder wird es regnen oder auch nicht!

Steinbruch Hellerschwang (717 m)

Nun geht es in südöstlicher Richtung in hübschen Mischwald. Schon bald bietet eine schottrige Straße in wenigen Schritten nach rechts einen beeindruckenden Blick auf den Steinbruch Hellerschwang mit seinen schroffen, freigesprengten Felswänden. Ein etwas trister Blick in die Grube schließt das geröllige Zwischenspiel ab. Ein Abstecher, der sich wirklich lohnt!
Anschließend folge ich der Ausgangsstraße nach Südosten weiter. Ich erreiche noch vor einerm nach rechts abgehenden Spitzkehrenweg erneut freie Almflächen mit schönen Alleebäumen.
Schließlich wird noch eine Straße nach links (Nordosten) passiert, bis am P. 761 eine nach rechts, Westen, abzweigende Straße sanft in Richtung der südlichen Seite des Almgipfels Hellerschwang (780 m) ansteigt.

Almgipfel Hellerschwang (780 m)

Es wird nach einer kurzen Waldpassage in den Wiesen auch immer aussichtsreicher - erstaunlich, was die paar Höhenmeter ausmachen! Ich gehe an einer Gruppe friedlich grasender Kälber vorbei und erreiche ein hübsches Almgebäude mit einem sehr viel weniger hübschen Anhänger davor.
Von dort geht es weglos in wenigen Schritten über freie Weideflächen bis zum aussichtsreichen Waldrand hinauf, der nur etwa 10 geschätzte Höhenmeter unterhalb des höchsten Punkts des Almgipfels Hellerschwang (780 m) liegt.
Natürlich suche ich auch diesen noch auf, doch das verkrautete Gipfelambiente ohne jegliche Aussicht ist eher in kontemplativer Hinsicht lohnend, wenn sich der Blick des Betrachters auch nach Innen richten darf.
Aber der Waldrand war hinterher für mich ein wirklich lohnender Logenplatz. Dies umso mehr, als sich das aufziehende Gewitter immer noch nicht entschließen konnte, endlich loszudonnern. 

Hinweg wie Rückweg:

Ich bin dann sogar noch trocken bis zum Auto gekommen und konnte vom Weiler Hellerschwang ein Bild der Almkuppe Hellerschwang machen, bevor Wind aufkam und es zu blitzen, donnern und regnen begann.

Fazit:

Ein Almgipfel mit 780 Metern..kann man in alpinistischer Hinsicht noch tiefer sinken? Aber ja! Alles kann man, wenn man nur will. Es gibt auch noch niedrigere Gipfel! Ich empfehle allen Aspiranten die Beherzigung des uralten Taucher-Mottos: "Sink Positiv!".
Mir hat' s jedenfalls g' fallen heute, aber mir g' fällt ja leicht was. In diesem Sinne, ich wünsch' was!  

Hike partners: Vielhygler


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