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Tour um Chur - Calanda, Montalin, Dreibündenstein


Published by MK1 , 19 June 2020, 17h05.

Region: World » Switzerland » Grisons » Calanda
Date of the hike:13 June 2020
Hiking grading: T3 - Difficult Mountain hike
Time: 15:00
Height gain: 5300 m 17384 ft.
Height loss: 4300 m 14104 ft.
Route:55 km
Access to start point:Haldenstein Bahnhof
Access to end point:Parkplatz Brambrüesch

Die Idee die drei höchsten Gipfel rund um Chur an einem Tag zu Fuss zu meistern geisterte schon längere Zeit in meinem Kopf umher. Während der Covid-bedingten HomeOffice Zeit reifte die Idee zu einem Projekt, welches wir am Samstag 13.6. in Angriff nahmen. Wir entschieden uns für die Reihenfolge Calanda, Montalin und zum Schluss den Dreibündenstein. Den Start setzten wir beim Schloss Haldenstein, die Strecke zwischen dem Schloss und Montalinschulhaus planten wir mit dem Velo zu machen. Das Ziel liessen wir offen – Brambrüesch oder Chur, abhängig von der Verfassung, dem Wetter und der Uhrzeit.
 
Calanda retour ( 2050 hm, 22km)
Wir starteten um 04:20 beim Schloss in Haldenstein. Unsere Route folgte stets dem Wanderweg, vorbei an der Calanda Hütte, über die kleine Fläche rein in die Schutthalte. Der Schneefall von vor 2 Wochen war leider noch nicht geschmolzen, vor allem auf dem Weg hatte es noch eine Schneedecke. Nach 3 Stunden erreichten wir den Rücken des Dach’s auf 2670 müM. Von dort weiter lag jedoch noch so viel Schnee, dass an ein vernünftiges Weiterkommen nicht zu denken war. Wir entschieden uns auf die verbleibenden 135 hm zu verzichten und machten uns nach einer kurzen Pause und einigen Blicken in Richtung Montalin und runter nach Chur in eisiger Kälte wieder an den Abstieg. Nach 1h 40 leichtem runter-joggen erreichten wir Haldenstein, fuhren per Velo nach Chur und verpflegten uns / pausierten ca 45min (inkl Velofahrt). Unsere Verfassung von Kopf und Körper tip top.
 
Montalin retour ( 1680hm, 22km)
Vom Montalinschulhaus gingen wir über den Mittenberg, Ochsenberg, Fürhörnli hoch in Richtung Montalin. In der Zwischenzeit war die Temperatur ziemlich angestiegen und in der steilen Schlussflanke machte sich bei mir die erste Krise bemerkbar. Wir kamen nur noch langsam voran, nach 2h 50 erreichten wir trotzdem schon den Gipfel. Oben verpflegten wir uns erneut, pausierten und genossen die Aussicht. Danach begaben wir uns auf den auf dem gleichen Weg nach unten. Der stete Anblick des Dreibündensteins während dem runterlaufen war herausfordernd. Ich musste aktiv daran «arbeiten» nicht ständig daran zu denken, zuerst noch runter zu müssen bevor es auf der anderen Seite wieder hoch geht. Wir joggten und gingen abwechselnd, um die Schläge auf den Körper ein bisschen zu balancieren. Das Tempo war entsprechend tief und wir brauchten 1h 40 bis zum Cafe Martinsplatz wo wir uns bei Sandwich und Cola stärkten und auf das Finale vorbereiteten.
 
Dreibündenstein (+1650hm, 9km)
Wir waren überrascht wie gut wir uns nach der Pause fühlten und machten uns um 15:15 via Rosenhügel auf zum Dreibündenstein.  Den letzten Berg teilten wir in 4 Etappen auf. Das erste Etappenziel war das Känzeli, dieses erreichten wir tip top nach 1h. Die nächste Etappe führte uns währende einer weiteren Stunde über den Antennentrail bis zur Fernseh-Antenne hoch über Chur. Der dritte Abschnitt zog sich über die Spundisköpfe, Spundisseeli zu den Hühnerköpfen. Dieser Abschnitt hatte es in sich – der steile Anstieg auf die Spundisköpfe forderte stark, dann begann es auch noch zu regnen und wir mussten im Wald ein paar Minuten abwarten. Nach insgesamt 50 Minuten erreichten wir im stärker werdenden Regen die Sesseli-Station. Wir stellten uns nochmals kurz unter und berieten ob wir trotz Wetter den Gipfel in Angriff nehmen sollen. Zum Glück entschieden wir uns dafür es zu tun – nach nur wenigen Minuten legte sich der Regen und wir konnten ohne Niederschlag hochgehen. Der letzte Kilometer war Genuss pur, das Wissen dass wir es schaffen, setzte nochmals Ressourcen frei. 3h 20 nach Start auf dem Martinsplatz erreichten wir den Dreibündenstein (Furggabüehl).
 
Brambrüesch (-500hm, 3km)
Auf dem Dreibündenstein entschieden wir definitiv, dass das Ziel in Brambrüesch liegt. Der Abstieg führte uns unter der Sesselbahn, dem Skilifttrasse folgende auf direktem Weg zum Parkplatz.
 
Fazit
Der ganze Spass (und das meine ich wörtlich) dauerte 15 Stunden, inklusive Pausen. Die zurückgelegte Strecke betrug ca 55km, +5300hm / -4300hm. Auf dieser Tour werden sowohl Körper als auch Geist gefordert. Bei jedem Abstieg schaut man quasi dem nächsten Aufstieg ins Gesicht, das zermürbt – und ich musste es aktiv ausblenden. Die geplanten und auch gemachten Verpflegungspausen erwiesen sich als genau richtig und waren key fürs finishen.
Die Sicht auf Chur aus drei verschiedenen Perspektiven ist super und der Anblick vom Dreibündenstein auf die beiden zuvor gemeisterten Berge ist echt gigantisch und entlohnt für alles und der Regenbogen zum Schluss war mehr als nur ein würdiger Zielbogen....

Hike partners: MK1


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Comments (6)


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Delta Pro says:
Sent 19 June 2020, 22h45
Herzliche Gratulation zu dieser langen Kombi Tour der Churer Hausberge und der grossen Leistung! Darauf muss man erst mal kommen
Gruss Delta

MK1 says: RE:
Sent 22 June 2020, 20h02
danke!! an inspiration mangelts ja hier definitiv nicht...

2Cool4You says:
Sent 21 June 2020, 08h55
Coole Idee und Gratulation zu der Leistung die wirklich nicht ohne ist :)
T2 finde ich recht tief bewertet... die Strecke über die Steile Flanke vom Fürhörnli zum Montalin ist mit Sicherheit ein T3. Nicht das noch ein paar Leute dort mit dem Kinderwagen raufgehen ;)

Gruass

MK1 says: RE:
Sent 21 June 2020, 17h40
Danke für den Hinweis - habs angepasst!!

Sent 22 June 2020, 14h20
Cool, Hammer, stark! (die emojis frisst hikr leider nicht).

MK1 says: RE:
Sent 22 June 2020, 20h00
haha ... danke! und jetzt geht die ideenfindung für ein neues projekt los... :-)


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