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Karpatenrunde


Published by Westfale , 23 May 2020, 14h27.

Region: World » Romania » Carpati » Munţii Făgăraşului
Date of the hike:11 September 2016
Hiking grading: T3 - Difficult Mountain hike
Waypoints:
Geo-Tags: RO 
Time: 8 days
Height gain: 6500 m 21320 ft.
Route:ca. 140km
Maps:Bezug von www.muntii-nostri.ro

Wo steht das höchste Gipfelkreuz der Welt? Richtig, Ihr habt es bestimmt gewusst: In den Karpaten, siehe auch https://de.wikipedia.org/wiki/Caraiman-Spitze.
Auch sonst hat diese Ecke bekanntlich viel zu bieten. Mitunter auch ein paar geradezu archaische Eindrücke. Lust auf Wölfe, Bären, blutrünstige Schäferhunde, Pferdefuhrwerke, oder gar Vampire? Nichts wie los.

Wahl der Route:

Wenn man mit der Bahn unterwegs sein will drängt sich die Routenführung am Kamm geradezu auf. Auf der Nordseite des Faragas Gebirges verläuft die Bahnstrecke von Sibiu nach Brasov bzw. Bukarest mit mehreren kleinen Haltepunkten. Nach ca. 1/3 des Weges gelangt man an die tansfogarasche Hochstraße, die Diktator Ceausescu in den 1970ern hierhin hochgetrieben hat. Seitdem "ziert" ein Hotelkomplex den Bergrücken, mit allen aus den Alpen bekannten Nebenwirkungen. 
Vorteil für die Tour ist natürlich, dass man hier auskneifen könnte, aber auch die Vorräte auffüllen kann.

Vorbereitung:

Gutes Kartenmaterial ist von http://www.schubert-franzke.ro oder http://www.muntii-nostri.ro zu beziehen. Ein Bahnticket ist vorab online zu buchen. In der Bahn ist zu beachten, dass (Stand 2016) in den Zügen keine Anzeigetafeln existieren, d.h. wenn man an einem kleineren Haltepunkt aussteigen will, höllisch aufpassen muss, da man der Lautsprecheransage nur schwer folgen kann.
Mit Englisch oder mitunter Deutsch kommt man oft nur bei der jungen Generation durch.
Wasser ist am Grat oben übrigens auch kein Problem. Es gibt zahlreiche Quellen.

Die Tour:

Zustiege zum Gebirgskamm gibt es zahlreich, sodass beliebig variiert werden kann. Ich stieg anders als geplant anstatt in Turnu Rosu in Avrig zu später Stunde aus dem Zug. Im Dörfchen fand ich trotz längerer Suche keine Herberge, sodass ich am Ortsende mein Zelt auf einer Wiese aufschlug. Nun galt es an der Cabana Suru den langen Gebirgsgrat zu gewinnen. Beschwerlich, aber technisch leicht ging es hinauf auf den Sattel unterhalb des Cocoraciu. Hier erneut eine Nacht im Zelt. Ich bin wieder "on track" und folge nun dem Grat. Leider liegt ziemlich viel Müll hier oben. Immer wieder alte Fischdosen und Plastik. Nach einer Weile gebe ich es auf, das Zeug in meine Mülltüte zu stopfen. (Hoffentlich setzt hier bald ein Umdenken ein.) Die am Grat zahlreichen Unterkünfte (Refugiul) sind leider ebenfalls ziemlich vermüllt. Ich ziehe da doch mein Zelt vor, das ich ja ohnehin mitschleppe.

Am Weg kurzer unschwieriger Abstecher zum Varful Negoiu (2535m), bevor es dann zum Lacul Balea geht, der aufgrund der hier kreuzenden Passstraße touristisch ausgebaut ist. Ich kaufe dort leckeren Käse, sowie ein paar Schokoriegel ein. Dann schnell noch drei Bratwurstsemmeln und ein Bierchen, bevor es wieder in die raue Einsamkeit geht.
Nun zum Varful Moldoveanu, dem Landeshöhepunkt Rumäniens. Es ist hier schon etwas voller als in den letzten Tagen, d.h. man trifft mal 5-10 Leute am Tag. Die meisten mir begegneten Ausländer kommen aus Israel und Deutschland.
Der lange Abstieg nach Zarnesti mit seinen gutmütigen Hügeln ist mir eigentlich landschaftlich am schönsten in Erinnerung geblieben, auch wenn er mit einem langen Hatscher entlang einer Straße endet. Dieser blieb mir glücklicherweise aber weitgehend erspart, da ein freundlicher Arzt am Weg stoppte und mir in bestem deutsch einen Platz in seinem nagelneuen BMW anbot, was mir aufgrund meiner nicht gerade frischgewaschenen Kleidung fast etwas unangenehm war. In Zarnesti dann (spottbillig) per Taxi nach Bran zum Dracula Schloss. Hier eine Nacht im Hotel und übers Bucegi Gebirge nach Busteni (Bahnverbindung nach Bukarest).

In Summe eine schöne Tour. Gerne würde ich beizeiten wieder kommen und noch ein paar andere Ecken der Karpaten erkunden. Vielleicht klappt es ja..

Hike partners: Westfale


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