Langrain - Madchopf - Hüenerchopf


Published by Kauk0r , 9 November 2019, 10h54.

Region: World » Switzerland » St.Gallen
Date of the hike: 7 November 2019
Hiking grading: T3 - Difficult Mountain hike
Waypoints:
Geo-Tags: CH-SG 
Height gain: 1300 m 4264 ft.

Irgendwann ist es soweit, im Spätherbst fällt der erste Schnee, die Temperaturen bleiben spürbar winterlich...mit Gedanken zu diesen Verhältnissen war ich gestern unterwegs und habe beschlossen sie für mich persönlich  Entschenkopf-Verhältnisse zu nennen. Durch die moderate Schneelage wird die Schwierigkeit eines Anstieges durchaus interessanter gestaltet, sozusagen ein gewisser Reiz gesetzt. Außerdem ist man wesentlich ruhiger unterwegs als im Sommer oder Winter, die Anhänger der einen Jahreszeit sind nicht mehr draußen, die der anderen noch nicht. Und genau bei diesen Verhältnissen bin ich bisher gerne auf den Entschenkopf im Allgäu gestiegen.Allerdings ist mir dieser inzwischen fast zu weit entfernt für eine Tagestour. Deshalb bin ich nach Vermol ausgewichen. Auf dem *Hüenerchopf war ich vor fast fünf Jahren bereits im Winter, es war meine erste Tour in der Schweiz überhaupt. So kamen mir die schönen landschaftlichen Erinnerungen dieser Tour wieder in den Sinn und ich hatte mein Tourengebiet für den einzigen Tag meines Urlaubs mit annehmbarem Wetter gefunden. Die Gipfelauswahl erweiterte ich noch um Langrain (2271 m) und Madchopf (2236 m), weitere Gipfel befinden sich in Reichweite. blieben aber aus konditionell bedingten Gründen unbestiegen.

Gipfel und Routen wurde bereits bei Hikr beschrieben, anhand der Karte und Beschilderungen vor Ort lässt sich die Rund unschwer nachgehen. Orientierungsschwierigkeiten und anspruchsvolle Wegabschnitte gibt es nicht. Auch bei der gestern vorhandenen Schneelage lässt sich das ganze recht problemlos gestalten. Hilfreich sind die teilweise verwendeten Markierungspflöcke, die nicht überschneit waren, außerdem die Wegspuren, die meist noch rudimentär erkennbar waren.

Aktuelle Verhältnisse: Ich denke es dürften ab 1800 Meter bis zu 20 cm Schnee gelegen haben. Allerdings waren diese bereits vom Wind beeinflusst, so dass sich kleinräumig auch mehr Schnee befand. Am Weg bin ich maximal bis zum Knie eingesunken (50-60 cm). Gestern bließ ein kräftiger, unangenehmer Wind, der deutlich weiter verfrachtete, einzelne Flanken waren blank gefegt. Zurück blieb lediglich die überall (auch unter dem Schnee) vorhandene Regenkruste. Im Laufe des Tages wurde der Schnee etwas angefeuchtet, getaut hat es erst nennenswert unterhalb von 1800 Meter.

Fazit: Wie erwartet war es eine eindrückliche Tour, landschaftlich und von den Verhältnissen her mit stürmischem Wind, der mir öfter die Schneekristalle ins Gesicht gepeitscht hat. Gesehen habe ich den ganzen Tag keine Menschenseele, keine Spur angetroffen...erst in Vermol bei der Rückkehr ein paar Menschen. Insgesamt bei Schnee ab verlassen der Alpwege beim Hintersäss fordernde Verhältnisse, so dass sich die 1300 Höhenmeter und die vermutlich gut 17 Kilometer Gehstrecke in einem spürbaren Muskelkater verwandelten. So verbrachte ich den folgenden Regentag gerne in der Therme ;).

Hike partners: Kauk0r


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