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Ruchbüel 2106 m - Top-Aussicht auf einem Alpstein-Nobody


Published by alpstein Pro , 11 October 2019, 20h29.

Region: World » Switzerland » St.Gallen
Date of the hike:11 October 2019
Hiking grading: T3 - Difficult Mountain hike
Waypoints:
Geo-Tags: Alpstein   CH-AI   CH-SG 
Height gain: 1100 m 3608 ft.
Height loss: 1100 m 3608 ft.
Access to start point:über Wil - Wattwil - Wildhaus - PP Chuchitobel (neuerdings mit gestaffelten Parkgebühren, Tagesgebühr 5 SFR)
Accommodation:Zwinglipasshütte
Maps:map.geo.admin.ch

Schmuddelwetter und Schnee in den höheren Berglagen luden die letzten Tage nicht zum Wandern ein. Heute war der Beginn einer Schönwetterphase, die ich für eine Alpstein-Tour nutzte. Hatte ich zunächst den Schäfler über die Altenalp im Visier, kam mir gestern Abend plötzlich der Ruchbüel (2106 m) mit der Direktaufstiegsvariante östlich der Chreialp in den Sinn. Die Wenigsten werden ihn kennen. Sechs Jahre nach meiner Erstbesteigung war er wieder mal einen Besuch wert.

Bei wolkenlosen Verhältnissen und +2 Grad machte ich mich nach 8 Uhr in Wildhaus auf den Weg. Ich schlug über "Egg" die Richtung "Bodenweidli" ein, um später in den Flürentobel abzubiegen. Über eine ruppige Schotterstrecke führt der Bergwanderweg bergan, auf der insbesondere auf dem Rückweg wenig Freude aufkommt. Am P. 1389 m konnte ich bis zur Alp Tesel in den Schlendermodus wechseln. Schattig war es in dem Hochtal, während Moor und Zehenspitz schon in der Sonne leuchteten. Der Hüttenweg Richtung Zwinglipass führte in angenehmen Serpentinen und Steigung aufwärts.

Es dauerte einige Zeit, bis endlich der Girenspitz (Toblerone) auftauchte. Das war auch den Zeitpunkt den Bergwanderweg zu verlassen und in direkter Linie zur "Uf de Wand" aufzusteigen. Das Gelände wurde steiler, war aber nie ausgesetzt. Bei Nässe oder Schnee würde ich die Route aber nicht mehr empfehlen. Nicht nur der Sonne wegen, konnte ich im T-Shirt gehen. Der steile Aufstieg heizte richtig ein. Erst als sich das Gelände wieder zurücklegte, kam so langsam der kühle Südwestwind auf, der in den Prognosen angekündigt wurde. So an der 2000 m-Grenze kam zum Wind auch wenig Schnee hinzu, der im Aufstieg aber nicht hinderlich war.

Eine Geländekuppe folgte und noch eine und siehe da, waren Steinmänner auf dem Ruchbüel zu sehen. Oben angekommen war es des Windes wegen wenig gemütlich. Die Jacke konnte ich gut vertragen, auch für ein Vesper war es an der Zeit. Außer mir war kein Mensch weit und breit. Weit und breit war auch das Panorama, das vom Verwall über die Bernina bis in das Berner Oberland reichte. Gut eingepackt blieb ich längere Zeit oben sitzen. Die Flagge an der Zwinglipasshütte signalisierte mir, dass die Hütte offen hat. Sie wurde zu meinem nächsten Ziel. Die geringe Schneeauflage auf dem Gras bot dazu eine rutschige Unterlage. Der nun schon etwas moderatere Wind, erlaubte eine Einkehr auf der Terrasse, wo sich außer mir nur noch eine Wandererin aufhielt.

Über den Hüttenweg stieg ich später in das Tal ab. In der Flanke über der Alp Tesel wurde es in der Sonne fast sommerlich warm. Pfiffe von unsichtbaren Murmeltieren zeigten, dass der Winterschlaf noch nicht angetreten wurde. Ein Zeichen für einen schönen Herbst? Die Herbstfarben kamen nun in der Nachmittagssonne auch voll zur Geltung. Im Flürentobel nahm ich schließlich auf halber Höhe den "Seitenausgang", der über Hinter Bannholz (1260 m) zum Schluss über den von Gamplüt kommenden Wanderweg in das Tal zurückführt. Eine schöne Herbstwanderung war zu Ende. Beim Abstieg sind mir noch einige Wanderer auf dem Weg zur Zwinglipasshütte über den Weg gelaufen.

Fazit: Ein toller Herbsttag im Alpstein. Von mir aus kann der Herbst bis Silvester oder Ostern so weitergehen.

Hike partners: alpstein


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