Helm (2434 m) und Hornischegg (2550 m) - Grenzgänger am Karnischen Höhenweg I/A


Published by alpstein Pro , 2 October 2019, 11h14.

Region: World » Italy » Trentino-South Tirol
Date of the hike:26 September 2019
Hiking grading: T2 - Mountain hike
Waypoints:
Geo-Tags: A   I 
Height gain: 680 m 2230 ft.
Height loss: 680 m 2230 ft.
Access to start point:Niederdorf - Toblach - Innichen - Vierschach (PP an der Talstation der Gondelbahn)
Maps:Tabacco Sextner Dolomiten

Schroffe Dolomitengipfel südlich des Tales und ein eher sanfter Höhenzug auf der Nordseite, der Kontrast könnte größer kaum sein. Auf dem Karnischen Höhenweg ist eine tolle Sicht auf die Sextner Dolomiten garantiert, sofern das Wetter mitspielt. Die Webcams klärten darüber auf, dass es über der Hochnebeldecke eine gute Sicht geben sollte. Wir machten uns also nach Vierschach (1154 m) auf den Weg, um von dort Richtung Helm/Monte Elmo zu gondeln, wo man schon auf 2050 m ankommt.

Auf dem Weg zur Hahnspiel Hütte konnten wir uns gemütlich einlaufen. Dort bogen wir links auf den Höhenrücken ab, der in angenehmer Steigung über den Nordwestgrat zum Helm (2434 m) führt. Außer uns war um diese Zeit nur ein junges Pärchen unterwegs, welches zu einer 6-Tagestour über den Karnischen Höhenweg mit Ende am Plöckenpass gestartet war. Windgeschützt am Helmhaus machten wir eine kurze Pause und informierten uns über die Kriegsereignisse, die hier oben auch noch anhand allerhand Baulichkeiten ablesbar waren.

Der Ausblick auf die Dolomiten war prächtig. Der Blick zum Alpenhauptkamm im Norden war durch eine Wolkendecke versperrt. Gut sehen konnten wir aber, dass die Schneefallgrenze Richtung Norden um einiges tiefer lag. In östlicher Richtung konnten wir den Karnischen Hauptkamm ein gutes Stück weit überblicken. Das Hornischegg (2550 m) hinter der Sillianer Hütte (2477 m) hatten wir als Endziel dieser Tagestour auserkoren. Zunächst nicht dem Wanderweg folgend, ging es nach einem Abstieg erst einmal wieder hinauf. Dieses Wechselspiel setzte sich auch so fort. Mal war es windstill und mild, dann wieder stark windig. Unterwegs kamen alle Kleidungsutensilien zum Einsatz, welche im Rucksack mitgeführt wurden.

An der Sillianer Hütte haben wir hinter einer Glaswand eine Kaffepause eingelegt. Das Hornischegg lag von hier nur noch eine halbe Stunde entfernt. Den Gipfel kann man von der Nordost- oder Südostseite her besteigen. Der Neuschnee des letzten Tages war bei unserer Ankunft schon so gut wie weggeschmolzen. Am Gipfel war es zu unserer Überraschung dann windstill und mild, so dass einer längeren Gipfelschau nichts im Wege stand. Gut konnten wir auch den vor zwei Tagen bestiegenen Paternkofel sehen, der sich genau vor den Drei Zinnen positionierte.

Im Auf und Ab wanderten wir dann über den Höhenzug zurück, um dann auf die "Traversata Carnica" einzuschwenken, welche durch die Südflanke vom Helm zum gleichnamigen Bergrestaurant zurückführt. Auf der Terrasse nutzten wir die Gelegenheit, das schöne Panorama, das uns den ganzen Tag begleitete, noch länger zu bewundern. Mit der Bahn fuhren wir in das Tal zurück.

Fazit: Wer alpine Herausforderungen sucht, liegt auf dieser Route verkehrt. Den Zweck, die schöne Aussicht bei einer möglichst knieschonenden Wanderung zu genießen, hat das Unternehmen sehr gut erfüllt.

Dolomiten 2019

Hike partners: alpstein, Esther58


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