COVID-19: Current situation

Auf dem Steinbockweg in Weisstannen übers Horn


Published by Krokus , 27 August 2019, 22h07.

Region: World » Switzerland » St.Gallen
Date of the hike:26 August 2019
Hiking grading: T2 - Mountain hike
Waypoints:
Geo-Tags: CH-SG 
Height gain: 940 m 3083 ft.
Height loss: 940 m 3083 ft.
Access to start point:Mit SBB bis Mels, Postauto nach Weisstannen Oberdorf
Access to end point:Ab Weisstannen mit Postauto bis Pizolpark, Bus bis Sargans, dann SBB Richtung Ziegelbrücke

Mit dem Postauto, das Unterstufenschüler und Kindergärtler von Mels bis Weisstannen ins Schulhaus Weisstannen fährt, fahre auch ich nach der Haltestellensuche im Bahnhof Mels nach Weisstannen Oberdorf. Noch im Schatten wandere ich auf dem immer steiler werdenden Strässlein über Gschwärmet Boden bis Unterlavtina Sässli auf 1307 Metern. Hier verlasse ich den Weg Richtung Badöni und steige den steilen Bergweg durch die Lavtinaruns hinauf. Eindrücklich, wie schnell man hier Höhe gewinnt. Das schmale Weglein ist gut markiert und quert die Runs auf 1480 Metern. Die Steine im Wasser sind schlüpfrig, man sollte also besser direkt ans andere Ufer springen. In kurzweiligem Zickzack geht es hier im Cher weiter bergauf, bis auf 1620 Metern der Weg einige Meter einfach nordwärts führt. Welche Überraschung! Hier steht ein Bänklein, offenbar recht neu, abgesichert an einer Tanne gerade über dem Abgrund.-«Nanis Binkli», steht darauf. Diese Einladung nutze ich für eine Pause und danke in Gedanken dem Erbauer für die originelle Idee.

Gleich geht’s weiter aufwärts durch lichten Wald, bis man auf 1660 Metern auf eine Bergwiese kommt. Weiter oben sieht man bereits das schöne Alphüttlein Rappenloch. Dort angekommen, lese ich die sympatische Einladung, dass es erlaubt ist, im eingezäunten Sitzplatz die Ruhe zu geniessen, zu bräteln und sich am Brunnen zu laben. Der Bitte, den Abfall wieder nach Hause mitzunehmen, werden hoffentlich alle nachkommen. In den Sommerferien wird hier ein Besenbeizli von Cedric und seinen Brüdern geführt, siehe Foto. Ich wandere weiter und stehe staunend vor Diogenes Fass. Hier kann man auf Anmeldung übernachten, es hat 2 Betten mit Duvets und Fenster mit wunderbarer Aussicht. Weiter steige ich dem Gipfel zu, vorerst nochmals sehr steil, die letzten 20 Höhenmeter aber nur noch im Legföhrenwald in kaum wahrnehmbarer Steigung.

Auf dem 1840 Meter hohen Horn sind ein Kreuz und 2 Bänkli, was eine sehr angenehme Pause garantiert. Eine ganze Stunde geniesse ich die Aussicht und die Ruhe. Dann steige ich südwestwärts ab durch Alpweiden und Latschen, quere bei den Bächen etliche grössere oder winzige Rinnsale, die manchmal auch den Weg als Bachbett wählen, und komme zur Alp Valtnov auf 1769 m. Zwei Pferde weiden bei den Hütten, die Rinder sind weit oben zu sehen, die Hütte leer. Eine Transportbahn führt von der Chlosteralp an der Vorsiezstrasse hier herauf.

Ich wandere abwärts durch die Alpweide bis Brüggli. Hier wird ein Sumpfgebiet durch Bretter gangbar gemacht und der Weg danach ist breit und mit Treppen ausgestattet, beidseitig abgesichert, alles vorbereitet für den Viehabtrieb. Erst vor der Alp Gula ist das Weglein wieder schmal und für Wanderer bestimmt, das Vieh geht hier gerade durch die Weide hinunter. Aber unterhalb Gula im Wald und durch die Felswand ist wieder alles bestens abgesichert und für Mensch und Tier gangbar gemacht. Auf 1225 Metern verlasse ich den Weg Richtung Alp Vorsiez und steige durch die Runs. Offenbar gehen die Älpler auch mit den Kühen da durch. Ob die wohl die Steinschlagtafel mit dem Vermerk, auf eigene Gefahr, richtig interpretieren?

Bei 1200 Metern wählen die Rinder den Abgang durch die Weide und für die Wanderer beginnt ein sehr schöner Weg, immer im Wald bei leichtem Gefälle bis P 1066. Das Weglein führt jetzt abgetrennt durch einen Holzzaun der Strasse entlang bis zur Haltestelle Locs. (nur Sonntags Busbetrieb)  Nach Überquerung der Strasse verschwindet das schöne Wanderweglein wieder im Wald und führt kurzweilig, mit vielen Steinbock-Infotafeln, dem Seezufer entlang nach Weisstannen.

Das Hotel Alpenhof hat Montags Ruhetag. Zum Gämsli wären es zwar nur 500 Meter, aber ich weiss nicht, ob es offen hat. Darum fahre ich schon mit dem 14.42 Posti talwärts und bin so noch vor dem Feierabendverkehr wieder zu Hause.

Fazit: Ausser einigen Rindern, 2 Pferden, einer Maus und Vögeln habe ich nirgends Tiere gesehen, auch nicht mit dem Fernglas auf der anderen Talseite. Aber eigentlich habe ich auch nicht damit gerechnet, das Horn ist nicht die Heimat der Steinböcke. Der Steinbockweg dient der Erinnerung an die Wiederansiedelung der Tiere.

Zeitbedarf: 6.40, davon 1 Stunde Gipfelrast, 15 Minuten Pause bei Nanis Bänkli, diverse Fotopausen und Studium der Infotafeln.

Hike partners: Krokus


Minimap
0Km
Click to draw, click on the last point to end drawing

Gallery


Open in a new window · Open in this window


Post a comment»