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Strel 2674 m + Amselflue 2780 m Überschreitung


Published by StefanP , 21 July 2019, 18h12.

Region: World » Switzerland » Grisons » Davos
Date of the hike:20 July 2019
Hiking grading: T4 - High-level Alpine hike
Waypoints:
Geo-Tags: CH-GR 
Time: 8:00
Height gain: 1380 m 4526 ft.
Height loss: 1380 m 4526 ft.
Route:13.54 km
Access to start point:Davos Platz, Richtung Tiefencastel, Davos Frauenkirch, Lengmatta, bis Parkplatz vor Weiler Rüti
Maps:1216 Filisur, 1217 Scalettapass, 1196 Arosa, 1197 Davos

Strel und Amselflue liegen zwischen Davos und Arosa auch genannt Plessurgebirge. Beide Berge sind selten besuchte Ziele, das zeigen die wenigen Hikr-Berichte. Vom Amselflue Hauptgipfel 2780 m ist das sogar eine Hikr-Sommer-Premiere. Das Gipfelbuch ist aus dem Jahre 1990 und noch zu 2/3 frei.... Der Amselflue (oder die Amselflue??) ist ein hufeisenförmiger Berg mit ganz vielen Gipfeln und unkotierten Punkten. Von unserer letztjährigen Leidbachhorntour stach mir dieser spezielle Berg ins Auge. Die Informationen im Netz waren nicht sehr ausgiebig, daher suchten wir selber eine geeignete Route. Da der Zustieg von Glaris/Frauenkirch bis zum Amselboden allein schon 900 Höhenmeter benötigt, schien mir die 2-Bergetour sinnvoll. Der Strel ist einfach zum erreichen und bietet eine abwechslungsreiche Grattour-Überschreitung. Der Amselflue hingegen ist anspruchsvoller, da dort viel loses Geröll liegt. Ein Zustieg erschien mir von Westen am einfachsten, ob der Zustieg auch vom Amselboden möglich wäre wollten wir im Abstieg erkunden.
Das Kartenmaterial gestaltet sich etwas umständlich, da je nach Routenwahl bis 4 Karten nötig sind. Mit Scalettapass und Filisur deckt man schon mal viel Landschaft ab.

Rüti-Bärentaler Alp 45 min T1
Start nach Lengmatta im Weiler Rüti mit Wanderweg Richtung Alteiner Fürggli zur Bärentaleralp.

Bärentaler Alp - Punkt 2431 via Ufem Tritt 1 Std. 15 min T2
Von der Bärentaler Alp führt ein gut markierter Wanderweg am Bäretalbach in den Talboden, dann steil hoch zu Ufem Tritt bis zum Aussichtspunkt 2431 m

Punkt 2431 m - Strel  2672 m 45 min T3
Vom Punkt 2431 m verliessen wir den Wanderweg der links vom Strel zum Alteiner Fürggli weiter verläuft, und steuerten auf direktem Weg den Strel-Gipfel an. Durch eine wiesen- und geröllige Halde geht es steil, aber ohne Schwierigkeisten zum Gipfel. Neues Gipfelbuch aus dem 2018.

Strel 2672 m - Bärentaler Furgga 2558 m 25 min T3
Eine der schönsten Strecken der Tour: Die Überschreitung vom Strel nach Osten, ohne Schwierigkeiten und leicht sinkend, mit schönem Tiefblick zum Altein Tiefenberg

Bärentaler Furgga - Amselflue 2780 m 1 Std. 5 min T4-
Von der Bärentaler Furgga traversierten wir den Grat und stiegen direkt in die grosse Mulde um Punkt  2578 m. Dort direkt die steil empor ziehende Geröllhalde hoch. Diese ist aus feinem Geröll, dazwischen finden sich aber immer wieder gröbere und somit Halt bietende Brocken.

Amselflue 2780 m - Gratsenke - Basleren 2590 m 30 min T4+
Der Weg vom Hauptgipfel in die Senke nach Basleren war für uns der schierigste Teil, da wir von oben kamen und so das Gelände nicht überblicken konnten. Die Karte zeigte viele Felsbänder, die uns den direkten Abstieg versprerrten. Ob den recht hohen senkrechten Felsen entdeckten wir eine Felsterasse die, nur wenige Meter breit, einen Zustieg zur tiefsten Gratsenke ermöglichten. Wir durchquerten das Band und fanden die Geröllhalde, welche zum Hufeisenende sich hochzieht, bis eben zur tiefsten Gratsenke. Der Grat selber ist sehr brüchig und sah nicht sehr einladend aus. Durch über diese Geröllterasse, konnten wir den Abstieg ohne grössere Schwierigkeiten machen. Das Geröllfeld nachher war super zum absurfen, da es sehr feines loses Geröll war. Ein Aufstieg dort hoch ist also sehr kräfteraubend.

Basleren - Amselboden - Augstberg - Grat Punkt 2362 - Punkt 2146 m - Punkt 2064 m - Bodewaald - Hitzenboden 2 Std. 15 min, T3 - T2
Vom Basleren stiegen wir direkt zum Amselboden ab am Augstberg vorbei zu Punkt 2362 m, auf dem Grasrücken in den Bodenwald, weglos tiefer, bis wir den Wanderweg fanden, der vom Hitzenboden in Zick-Zack herauf zieht, dann zum Auto zurück.

Fazit:
Wunderschöne Wanderung in einer sehr einsamen Gegend, der wilde Amselflue war eine spannende Herausforderung und lädt zur Wiederkehr ein. Wichtig, wir fanden nach der Bach-Querung im Talboden über den Bäretalbach keine einzige Wasserquelle mehr (abschmelzende Schneefelder mal ausgenommen)


Hike partners: Conny_71, StefanP


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