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Grauspitz (2599 m) - der höchste Liechtensteiner


Published by PStraub , 17 July 2019, 19h32.

Region: World » Switzerland » Grisons » Prättigau
Date of the hike:17 July 2019
Hiking grading: T5- - Challenging High-level Alpine hike
Waypoints:
Geo-Tags: CH-GR   FL 
Height gain: 1400 m 4592 ft.
Height loss: 1400 m 4592 ft.

Von der Besteigung des Vorder Grauspitz ab der Älplibahn gibt es schon einige HIKR-Beschreibungen. Was mir auffällt, sind die jeweiligen Höhenangaben und die "Region". Entgegen der Festlegung, dass der Ausgangspunkt die Region bestimmt, steht dort überall "Liechtenstein". Und bei der Höhendifferenz scheinen einige nicht in Betracht zu ziehen, wieviel Gegensteigung man da macht.
 
Mit der ersten Bahn nach Älpli hoch. Das war in meinem Fall die Fahrt fürs Personal, bei welcher jemand nicht aufgetaucht war, sodass ich den Platz erben konnte.
Auf dem Hinweg wählte ich die östliche Variante, welche am P. 2086 vorbei führt. Auf dem Rückweg jene über Kamm. Beide kumulieren auf ca. 2040 m, streckenmässig ist die östliche etwas günstiger.
 
Bis zum Vorderst See entspricht der Aufstieg dem Normalweg zum Falknis. Ab hier bis Guggernell wird etwas (= wohl eine weitere Strasse) gebaut, der Bergweg verliert sich im Nirgendwo. Dann kommt man in die Strasse nach Ijes, welche durch zwei Tunnel führt. Erst wenn man sich klarmacht, dass die Kunstbauten Teile der Festung Sargans waren, erschliesst sich der Sinn von Strasse und Tunnel.
 
Auf Alp Ijes ist nichts, es gibt keinen Grund, da hochzufahren. Trotzdem musste es offensichtlich sein. Zwei Burschen in einem Offroader fuhren im langen Tunnel an mir vorbei. An dessen Ende machte einer von ihnen Fotos mit seinem Handy, dann gingen sie am Ende der Strasse wenden und fuhren wieder hinunter.
 
Das Gelände ist gutgängig, ich meine aber, fast alle nehmen den Gratrücken, der via P. 2146 und P. 2303 auf den Hinter-Grauspitz-Südgrat führt. Hier habe ich auf Gamswegen die Südwestflanke Richtung P. 2501 gequert. Das geht weit besser als man erwarten würde, meist ein gutes T4. Man kommt deutlich oberhalb P. 2501 an und muss etwas absteigen. Der Aufstieg zum Vorder Grauspitz ist ein Flyschgrat: viel lockeres Zeug und einige Stufen. Je grosszügiger man in die Südflanke ausweicht, umso einfacher ist es.
 
Von weitem sieht man einen Steinmann, erst ganz oben realisiert man, dass das nicht der Gipfel ist. Der ist noch eine kurze Scharte weiter nördlich.
Das Gipfelbuch ist zwar praktisch neu, aber "dank" unsachgemässer Lagerung völlig durchnässt.
 
Zum Hinter Grauspitz könnte man dem Grat folgen. 
Ich bin vor dem felsigen Schlussaufstieg wieder in die Flanke ausgewichen. Wenn man der Logik der Grasbänder folgt, geht das sehr elegant. Ich kam bei der "Schwarzen Madonna", also wenige Schritte unter dem Gipfel, auf den Südgrat. 
 
Im Gegensatz zum Vorder hat der Hinter Grauspitz ein grosses Gipfelkreuz, und ein weiteres liegt wenig unter dem Gipfel am Boden.
 
Geplant hatte ich, zum Ijesfürggli abzusteigen. Aber irgendwann war ich den Schotterweg leid und bin quer durch den Hang hinunter. Da liegt noch massig Schnee, das ging sehr schnell.
 
Ab der Hütte entsprach der Rückweg weitgehend dem Hinweg, ausser der Querung der Wasserscheide.
 
Das Besondere heute war die Vielfalt an Blumen. Auf 1800 m ist schon Bergsommer, in der Höhe blühen noch Soldanellen neben den Schneefeldern. Und dazwischen gibt es alles - vom Enzian bis zum Männertreu. Im Hang unter den Krüzplatten blühen Feuerlilien zu Tausenden.

Hike partners: PStraub


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Comments (1)


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dropsman says: Gratulation
Sent 19 July 2019, 21h50
Glückwunsch zur Besteigung. Ich bin heute gerade von meiner Tour auf den höchsten Liechtensteiner zurück. Allerdings von Steg über den Rapsstein und dann über den Grat. Bericht folgt hier noch.
Gruß Thomas


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