Sommerlicher Bergbummel auf dem Auer- und Höhenberg (958 m) über dem Loisachtal


Published by Woife , 6 July 2019, 07h18.

Region: World » Germany » Alpen » Ammergauer Alpen
Date of the hike: 5 July 2019
Hiking grading: T2 - Mountain hike
Waypoints:
Geo-Tags: D 
Height gain: 350 m 1148 ft.
Height loss: 350 m 1148 ft.
Maps:AV-Karte BY 9 Estergebirge

Unzählige Male bin ich auf dem Weg nach Garmisch an diesem grünen Buckel westlich von Oberau vorbeigefahren. Für den heutigen recht warmen Tag war diese kleine Bergwanderung gerade das richtige. Bei der Einfahrt in Oberau kamen wir an der Großbaustelle der Ortsumfahrung Oberau vorbei. Allmählich nimmt sie nun endlich Gestalt an: der Durchstich der Tunnelröhre ist bereits erfolgt. Ewig lang hat man in dieser Gemeinde um diese Planung gestritten. Kurz nach der Großbaustelle geht es vor einer Tankstelle gleich rechts in den Ort hinein am Sportplatz vorbei zum Wanderparkplatz "am  Gipsbruch". Frühers hatte man hier Gips abgebaut, der dem kleinen Dorf zu ansehnlichem Wohstand verholfen hat. Wir folgten nun dem Wegweiser "Loisachblick/Sieben Bänke" über einen Treppensteig im recht dichten Bergwald hinauf zum schlichten, großen Heldenkreuz (728 m). Hier scböner Ausblick nach Süden über Oberau zum Wetterstein. Heute war es recht wolkig, aber mit viel Sonne und recht lebhaftem Wind. Am "Ettaler Mandl Blick" vorbei auf gutem Steig zum Loisachblick mit überdachter Sitzbank. Schöner Blick ins Loisachtal über die  urtümlichen Filze hinüber aufs Estergebirge. Nun stiegen wir weiter durch den schönen Buchenwald - geleitet durch zahlreiche blau-weiße Markierungen. Allerdings hatten die Stürme der vergangenen Jahre hier erheblich gewütet. Immerhin hatte man  den Steig im wesentlichen wieder freigeschnitten. Merkwürdigerweise ist der Steig im weiteren Verlauf nicht in der AV-Karte eingezeichnet. Wir kamen dann an den Kamm, der sehr steil nach Westen abfällt., zu einem wunderbaren Rastplatz  "Kleines Paradies". Schöner Blick in die östlichen Ammergauer Berge  und nach Norden ins Murnauer Moos mit den markanten Köcheln, die aus Glaukoquarzit, einem grünlichen, harten Sandstein bestehen,  und die man bis 2000 zur Schottergewinnung vor allem für den Münchner S- und U-Bahnbau abgebaut hatte. Ich kann mich noch gut an die Seilbahn erinnern, mit der man den Schotter übers Moos zur Bahnlinie München-Garmisch transportiert hatte. Der Bergrücken ist hier mit eindrucksvollen Bergkiefern bestanden und durchaus alpin in seiner Wirkung. Sogar Almrausch war  zu sehen, nachdem wir entlang des Steigs auch zahlreiche violette Waldvöglein bewundern konnten. Dann weiter durch den immer dichter werdenden Hochwald  bis zum höchsten Punkt des Höhenbergs. Hier leider keine Sicht. Laut Karte sollte es  einen trigonometrischen Punkt geben, den wir aber nicht gefunden haben. Wir gingen dann weiter ein Stückerl abwärts nach Norden und stießen auf einen sehr rauhen Karrenweg. Die Markierungen hörten fast völlig auf. Auf der Karte sahen wir, daß wir später auf eine lange, vermutlich langweilige Forststraße stoßen würden. Das gefiel uns überhaupt nicht. Wir  kehrten um und gingen den schönen Steig, über den wir bislang gegangen waren,  zurück nach Oberau zum Parkplatz. Sehr einsam. Erst am Rückweg überholte uns eine sehr sportliche Bergradlerin.


Hike partners: Woife


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