Short report 

Dizapayt (2478 m) - Bergtour im Südkaukasus


Published by Riosambesi , 19 June 2019, 20h49.

Region: World » Nagorny Karabach » Bergkarabach
Date of the hike:19 June 2019
Hiking grading: T2 - Mountain hike
Waypoints:
Time: 3:15
Height gain: 600 m 1968 ft.
Height loss: 600 m 1968 ft.
Route:7,8 km
Access to start point:Ab Stepanakert über Kamir Schuka Richtung Hadrut. Nach 65 km rechts auf eine Piste abbiegen (Schild: Khandzadzor). Nach genau 15,7 km zweigt rechts ein Weg ab. Dort parken. Für die Piste ist ein 4WD von Vorteil.
Maps:openandromaps

Seit 100 Jahren schwelt der Konflikt um die kleine Region Bergkarabach im Südkaukasus, nach dem Krieg ist vor dem Krieg. Eine solide Lösung ist nicht in Sicht. Die Bewohner haben sich längst daran gewöhnt. Oder wandern aus.

Dass dieser Berg etwas ganz Besonderes ist, haben schon die Menschen im Mittelalter erkannt. Ob es wohl an der imposanten Gestalt des Massivs lag mit seinen steilen Grashängen und den wuchtigen Felszacken auf dem Gipfelkamm?

Aber es gibt noch eine mystische Komponente: Die Armenier lieben Legenden und über den Dizapayt gibt es auffällig viele davon. Das Gipfelkloster Kataro – das höchstgelegene in ganz Bergkarabach – ist für viele ein Pilgerort, wo sich Religion und Übernatürliches an einem Ort vereinen.

Auch wem es in erster Linie um ein Naturerlebnis geht, ist hier goldrichtig. Die Gebirgslandschaft ist hier so beeindruckend wie in Südtirol – nur ohne Touristen. Dazu kommt noch der Komfort eines bestens angelegten Bergpfads, eine Seltenheit im wilden Kaukasus.

 

Wegbeschreibung:

Vom Startpunkt folgt man dem abzweigenden Weg, zunächst ein kurzes Stück relativ steil, dann fast eben. Nach gut 20 Minuten zieht eine breite Spur nach links für einen kurzen Aufschwung, dann flacht die Route wieder ab. Kurz darauf geht es sogar leicht bergab. Eine überdachte Picknickstelle mit einer Wasserquelle bietet sich für einen kurzen Halt an.

Gut 200 m weiter beginnt links ein Pfad, der elegant den steilen Hang hinauf führt. Von nun an ist der weitere Weg offensichtlich. An einigen Stellen ist der Hang abschüssig, Fehltritte können unangenehme Folgen haben. Technisch bleibt die Tour aber leicht, es gibt keine Kletterstellen oder Probleme mit der Orientierung.

Schließlich erreicht man die Kammhöhe, etwa 70 Höhenmeter unter dem Gipfel. Die Route führt nun – weiterhin deutlich zu erkennen – über den Südhang unter dem Gipfelfels und zieht in einem Bogen zum Klostergebäude. Daneben stehen Kreuzsteine.

Der höchste Punkt ist mit wenigen Schritten erreicht. Der benachbarte Fels in westlicher Richtung ist ungefähr genauso hoch, allerdings etwas schwieriger erreichbar.

Der Rückweg erfolgt analog zur Aufstiegsroute.


Hike partners: Riosambesi


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Geodata
 44943.gpx Dizapayt

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