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Zum Itonskopf gewühlt.


Published by Kauk0r , 24 May 2019, 23h42.

Region: World » Austria » Zentrale Ostalpen » Verwallgruppe
Date of the hike:24 May 2019
Hiking grading: T4- - High-level Alpine hike
Waypoints:
Geo-Tags: A 
Height gain: 1150 m 3772 ft.
Route:15 Kilometer
Access to start point:PKW bis Bartholomäberg, dort im Zentrum zwei kostenlose Parkplätze. WC-Anlage auf der Rückseite des Einkaufsladens.

Eigentlich war der Tag heute schon seit langem reserviert. Aber dieser Winter der nicht enden will machte meinen Plänen einen Strich durch die Rechnung. Seitdem das Lawinenunglück am Säntis die Stütze der Seilbahn beschädigte, hatte ich die Hoffnung diesen markanten Gipfel vor der Wiederaufnahme des Betriebs besteigen zu können. Dazu hätte es aber nicht mehr Winter sein dürfen (wie anders war es doch vor einem Jahr (*Frühling am Türtschhorn)). Also musste ein neues Ziel her. Nach den Niederschlägen der Vortage war ich auf der Suche nach einem Ziel, bei dem ein (größerer) Teil auch auf Alp- oder Forststraßen absolviert werden kann. Damit wollte ich eine Schlammschlacht verhindern.

So stieß ich auf die Gipfel um den Itonskopf. Erstmals aufgefallen ist mir dieser Bergstock von der Gamsfreiheit im letzten Herbst. Er muss nach dem Kartenstudium ein hervorragender Aussichtsgipfel sein, ragt er doch fast nur über tiefen Tälern empor. Und auch die einzige Seite ohne Taleinschnitt über die er mit den großen Gipfeln des Verwall verbunden ist liegt mehr als 700 Meter tiefer, der Kristbergsattel.

Mein Ziel war also gefunden, unklar war nur auch hier die Schneesituation. Die Schneeschuhe blieben im Auto, eine vertretbare Entscheidung (bei spätem Start oder fehlender Abstrahlung vielleicht sinnvoll). Die Route  ist hier bei Hikr schon öfter beschrieben worden, vor Ort gibt es Dank einiger Wanderkarten und einer guten Beschilderung eigentlich keine Probleme. Es sei denn, der Weg ist Meterhoch unter Schnee verborgen. Mit einer guten Portion Orientierungssinn geht das aber auch, zumal zum Wannenköpfle und auch zum Itonskopf eine Spur vorhanden war. Dazwischen aber war es alles unberührt von Menschen. So durfte ich mich durchwühlen, zumindest zeitweise sank man bis zum halben Oberschenkel ein. Aber auch fast noch tragende Passagen waren dabei. Bis Monteneu kommt man fast ohne Schneekontakt, aber ab dann hat es viel Schnee. Da liegt sicher mehr als in schlechten Hochwintern. Vorteil ist, dass man die ganzen Latschenfelder noch so gut wie ohne Gefahr vor Einbrechen queren kann.

Nach dem direkten Abstieg vom Wannaköpfle peilte ich zunächst den Kessikopf an. Der Aufstieg direkt an der Gratkante durch die Latschen schien mir nicht möglich. Deshalb querte ich zunächst auf der Südseite, als ich in Falllinie vom Gipfelaufbau eine apere Stelle nutzen konnte. Danach nochmal im Schnee an die Felsen heran und nach Osten gequert, bis eine deutliche Rinne den Durchlass zum Grat vermittelt. Der bröselige Untergrund und die Steilheit machen die Sache anspruchsvoller als gedacht, gut das man sich an Latschen festhalten kann (T4-). Nun unterhalb der Wächten nach Westen zum Gipfel. Im Abstieg dann länger dem aperen Teil des Grats gefolgt und ungefähr zum Wanderweg gequert. Der Aufstieg zum Itonskopf wird zunächst durch Schnee erleichtert. Der Ausstieg ist etwas knifflig, aber machbar. Die Seilsicherungen sind abgebaut, aber das stellt bei guter Stufung kein Problem dar (etwas leichter als der Kessikopf).

Der Abstieg entlang des Wanderwegsverlaufs war dann gespurt. Der Alpweg zurück zum Fritzensee ist dann noch gut von Schnee bedeckt, bis deutlich unter 1700 Meter.

Fazit: Ein schöner Bergtag, durch den Schnee auch kräftemäßig fordernd. Außer mir ein Berggänger unterwegs, wir sind uns aber nicht in die Quere gekommen.

Hike partners: Kauk0r


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