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Hochiss bei Föhnsturm


Published by scan , 12 October 2018, 12h33.

Region: World » Austria » Nördliche Ostalpen » Rofangebirge und Brandenberger Alpen
Date of the hike:11 October 2018
Hiking grading: T3 - Difficult Mountain hike
Waypoints:
Geo-Tags: A   A-T 
Time: 6:00
Height gain: 1400 m 4592 ft.
Height loss: 1400 m 4592 ft.
Access to start point:Von Tegernsee/Sylvensteinsee Richtung Achensee. Sobald man auf der Höhe des Achensee ist, aufpassen. 400m vor dem ersten Tunnel links auf den Parkplatz. Schild "Klettergarten"

Das Rofangebirge wurde bisher von mir immer bewußt außen vor gelassen, einfach weil ich diesen kommerziellen Micky-Maus-Zirkus, der im Rofan leider extrem ausgelebt wird, boykottiere. Schade, das Gebirge selber kann dafür sicherlich nichts. Da es landschaftlich jedoch trotzdem wirklich beeindruckend ist und ich zumindest einmal auf dem höchsten Gipfel stehen wollte, hab ich mich also sozusagen von der Hintertür aus aufgemacht, um den ganzen Seilbahn-Klettersteig-Fun-Event-Zirkus großzügig zu umgehen.

Ursprünglich wollte ich auf dem Rückweg noch den Grat zum Stuhljöchel mitnehmen, allerdings herrschte überraschend ein dermaßen starker Föhnsturm, wie ich ihn so noch nie erlebt habe. Am Gipfel des Hochiss konnte man mit Mühe stehen und hat sich an den Gipfelkreuzseilen quasi festhalten müssen, um nicht fortgeblasen zu werden. Deswegen hab ich dann auch den weglosen Grat nach einem Versuch aufgegeben. Zu gefährlich, zumal man doch öfters direkt am Grat stehen muss, um den optimalen Wegverlauf einzusehen.

Insgesamt eine nette Tour, die allerdings aufgrund ihres schattigen Aufstieges im Sommer ihre volle Stärke ausspielt.

Wer die Tour gehen will (Wegbeschreibung ganz unten), sollte folgendes beachten:
  • der einigermaßen ruhige Anstieg bis zum Steinernen Tor wird mit vielen Höhenmetern erkauft. Ca. 1400 HM muss man vom Tal bis zum Gipfel einplanen. Wer den Grat macht, darf nochmal einige drauf legen
  • Die Tour wurde hier schön öfters vorgestellt. Der  Standardweg ist markiert , aber äußerst eigenwillig beschildert: Kommt man an eine Weggabelung, sind immer nur die Abstiegswege ausgeschi ldert. Per Ausschlussverfahren wählt man dann die übriggebliebene Richtung, in die keine Schilder zeigen. (Der Wegeverlauf ist aber auch ohne Schilder logisch)
  • Der Aufstieg ist durch die Nordostlage in der Früh sehr schattig. Der ideale Zeitpunkt für die Tour wäre demnach auch der Sommer, wenn man über jeden Schatten froh ist
  • Obwohl der Ausgangspunkt direkt am Achensee liegt, sieht man selbigen nur zu Beginn. Wer den Grat geht, bekommt am Ende wohl man einen Ausblick darauf. Wer also eine Tour mit imposanten Achenseeblick gehen will, dem seien die Seebergspitzen oder die Unnütze nahe gelegt.
  •    Eine Seilbahn   , ein sinnfreier 5-Gipfel-Klettersteig, der Airrofan (man rast an einem Stahlseil hängend vom Gschöllkopf zur Bergstation Seilbahn hinunter), ein künstlich geschaffener "Adlerhorst" am Gschöllkopf -  man hat viel   getan,   um  Touristen    ins Rofan zu locken. Diese nutzen das Angebot natürlich reichlich, weswegen das Rofangebirge, bis auf wenige Ecken  überlaufen  ist. Insgesamt ist es aber auch ein Beispiel, was mit den Bergen passiert, wenn man konsequent auf Massentourismus se  tzt und entsprechend baut.

Wegbeschreibung: Am Parkplatz Richtung Klettergarten, in diesem am Schilderbaum rechts den Steig entlang eines meist ausgetrockneten Bachs folgend. Nun steil zum Kotalm Niederleger (zuletzt auf Forststraße) hoch. Bei diesem links einen Steig hoch und immer wieder die Forststraße abkürzend. Manchmal muss man der Forststraße einige Meter bis zum nächsten Abkürzer folgen (auf Wegmarkierungen achten).

Am Hochleger folgt man nun der breiten Forststraße Richtung Süden in die Felswände. Der flache Weg wird zum Steig und führt zunehmend steil zum Steinernen Törl, welches eine Art Durchschlupf zwischen zwei Felsen darstellt. Man durchsteigt das Tor jedoch nicht, sondern folgt einen schwach unmarkierten Pfad, welcher nördlich um das Tor Richtung Osten führt. Dort stößt man auf einen typischen Wegweiser, welcher sinnfrei nur die Abstiegsmöglichkeit beschreibt. Man folgt bergauf Richtung Osten und gelangt recht bald zum Streichkopf.

In der Scharte zuvor sieht man jedoch den Weiterweg, welcher aus einer abfallenden Querung des Streichkopfs hin zu einer Rinne besteht. Diese Stahlseilversichert und mit einer Krampe entschärft hinauf und etwas luftig den Hang entlang, bis man sozusagen im Herzen des Rofans steht. Von hier aus unschwer in ein paar Minuten zum höchsten Punkt im Rofan hinauf.

Hike partners: scan


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Comments (1)


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Landler says:
Sent 12 October 2018, 13h37
Die beste Zeit für einen Rofanbesuch ist im April und im November, wenn die Bergbahn für einige Wochen nicht fährt.

Gruß - Robert


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