Pizzo Erra (2417 m): wieder einmal auf dem Leventinagrat


Published by johnny68 , 3 October 2018, 22h09.

Region: World » Switzerland » Tessin » Bellinzonese
Date of the hike: 3 October 2018
Hiking grading: T3 - Difficult Mountain hike
Waypoints:
Geo-Tags: CH-TI   Gruppo Pizzo Molare 
Time: 5:00
Height gain: 1113 m 3651 ft.
Height loss: 1113 m 3651 ft.
Route:Brusacu - Alpe Garina - Passo dei Laghetti - Pizzo Erra und zurück

Der Leventinagrat ist im Herbst für eine Bergtour immer eine gute Adresse. Die Alpställe sind im Oktober nicht mehr belegt, es sind wenig Leute unterwegs, die Natur verfärbt sich rot/gold/ocker. Wenn dies gepaart ist mit einem tiefblauen Himmel, ist es fast kitschig schön. Das einzige, das heute störte, war der auf dem Gipfel sehr spürbare kalte Nordföhn. 

Der Aufstieg auf den Pizzo Erra unternahm ich von der östlichen Seite her: aus dem Valle Blenio. Ich fuhr auf einem Erschliessungssträsschen oberhalb von Corzoneso bis zum Weiler "Brusacu". Von dort gibt es einen nicht offiziellen Bergweg zur Alpe Garina. Der Weg ist auf der Landeskarte eingezeichnet, aber vor Ort nicht ausgeschildert und auch nicht markiert. Trotzdem findet man den Weg mithilfe des GPS recht gut. Er ist immer ersichtlich, aber nicht unterhalten.

Die Alpe Garina ist mit einer Strasse erschlossen. Es gibt ein grosses Alpgebäude und eine Käserei - jetzt natürlich alles zu. Ich verweilte mich hier nicht lange, sondern querte zur Alpe Tarch und noch etwas weiter bis in die Nähe der Alpe del Gualdo. Kurz vor dieser Alp gibt es einen nicht markierten Bergweg, der nach links hoch zum Passo dei Laghetti  führt. Auch diesen Weg muss man gut suchen, da keine Markierungen vorhanden sind - zumindestens im unteren Bereich. Weiter oben wird der Weg deutlicher, und es gibt auch Markierungen an Bäumen oder auf Steinen. Aber der Weg dürfte sehr selten begangen werden. Nach einem Kampf durch etliches Erlengebüsch erreicht man die Anhöhe beim Passo dei Laghetti. Hier ist alles rot von den herbstlichen Heidelbeersträuchern. Es gab noch massenhaft Heidelbeeren, die man Ernten könnte. 

Auf dem Passo dei Laghetti vermisste ich die kleinen Seen, die der Name des Passes impliziert - wahrscheinlich alles ausgetrocknet. Der Passo ist ein kleiner Blocksteinwall. Man dreht dort nach Norden ab und erreicht einen schlecht sichtbaren Pfad, der steil den Pizzo Erra erklimmt. Mindestens im unteren Teil ist es recht steil. Oben wird's flacher: man kommt auf eine grosse Schafweide, die sich bis vor den Gipfel erstreckt. Den eigentlichen Gipfel mit der markanten Eisenskulptur muss man etwas erklettern.

Meine Gipfelpause war wegen der kalten Bise kürzer als sonst. Trotzdem ist die Aussicht dort oben erste Klasse, zumal die Luft ausserordentlich klar war. - Was weh tut, ist die Ansicht des Adula, bzw. seines Gletschers. Dieser ist dramatisch geschrumpft. Es geht nicht mehr lange, kann man die Adula bzw. das Rheinwaldhorn ohne Gletscherberührung erklimmen.

Rückkehr auf demselben Weg (mit einigen Abkürzungen) nach Brusacu.  


Hike partners: johnny68


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