Aiplspitz über Heißenplatte


Published by shanB , 22 May 2018, 21h47.

Region: World » Germany » Alpen » Bayrische Voralpen
Date of the hike:21 May 2018
Hiking grading: T3 - Difficult Mountain hike
Climbing grading: I (UIAA Grading System)
Waypoints:
Geo-Tags: D 
Time: 7:00
Height gain: 1100 m 3608 ft.
Height loss: 1100 m 3608 ft.
Route:18 km
Access to start point:B307 oder BOB Hp. Fischbachau
Access to end point:B307 oder BOB Hp. Fischbachau

Jägersteig, Nordgrat, Westgrat, Nordflanke - abwechslungsreiche Erlebniswanderung.

Geplant war, von Aurach bzw. Hammer (Hp. Fischbachau) aus zuerst auf einem alten Jägersteig zur Heißenplatte aufzusteigen und danach die Aiplspitz zu überschreiten. Der Abstieg sollte über den Jägerkamp-Gipfel und die Benzingalm erfolgen.

Alle Kilometer-Angaben beziehen sich auf den aufgezeichneten und nicht fehlerkorrigierten GPS-Track, der verlinkt ist.

Der Einstieg war nicht ganz optimal, weil es am Beginn der Forststraße bei Hagnberg durch eine Kuhweide geht. Zusätzlich gab´s noch etwas Action wegen ein paar Kälbern, die auf der Straße herumtollten. Dann kamen noch wir mit den Hunden und schon waren die Kühe recht aufmerksam.

Also nahmen wir lieber die nächste Abzweigung (bei km 2,2), da führt die Forststraße um das Weidegebiet herum. Hierher käme man auch von Geitau aus (am Heißenbauer vorbei).

Die Straße führt erst gemächlich, dann sehr steil den Hagnberg hinauf, anfangs entlang des Heißengrabens, später in Richtung Riesgraben. In ca. 1020m Höhe nicht die "gute" Straße nach rechts verfolgen, sondern die etwas verwilderte nach links weitergehen, bis sie in einer kleinen Mulde endet. Jetzt gerade aus den Waldhang empor, bis man auf eine quer zum Hang verlaufende Steigspur stößt. Man sieht sie am besten von oben, sie läuft links den Hand entlang bis zu einem gut ausgeprägten Rücken. Obwohl der Tannenzapfen-Wegweiser zerstört war, haben wir den Jägersteig diesmal auf Anhieb gefunden, er ist immer noch ganz gut erhalten, wenn auch sehr schmal und teilweise nicht ganz ungefährlich an den steilen Hängen. Ein-, zweimal musste ein Abbruch überwunden werden und an manchen Stellen hat Totholz den ursprünglichen Wegverlauf unbenutzbar gemacht. Da konnten wir aber überall einfach durch Abkürzen der Serpentinen weitergehen (oder krabbeln).

Auf etwa 1245m kommt von rechts ein guter Weg, wir halten uns aber links, es ist nun deutlich leichter zu gehen, ein paar Totholzkraxeleien bleiben aber nicht aus.

Bei Pkt. 1407 (Bayern-Atlas) gehen wir rechts knapp hundert Meter die Wiese hinauf und verlassen den Weg geradeaus in den dunklen Wald hinein und steil geradeaus nach oben. Diesmal fanden wir, weil wir uns konsequent links von den Wiesenflecken hielten, im Wald genau die richtige Stelle, wo es am freigeschnittenen Grat weitergeht. Man darf einfach nicht gleich auf das erste Wiesenstück heraustreten (das gibt Latschenkampf allererster Güte!).

Auf der Heißenplatte waren dann außer uns keine weiteren Bergsteiger. Wir hatten einen schönen Blick auf die Wendelsteingruppe und auf den noch zu gehenden Aiplspitz-Nordgrat. Allerdings waren wir spät dran, 3 Stunden sind schon vergangen – da wollten wir eigentlich schon die Aiplspitz erreicht haben. Wir beschließen, auf Jägerkamp zu verzichten und entweder über den Nordgrat wieder abzusteigen oder zwischen Benzingspitz und Jägerkamp durch die Nordflanke zur Benzingalm und dann das Aurachtal hinauszugehen.

Der Gipfelanstieg auf die Aiplspitz über den Nordgrat (UIAA I) war aber dann schnell geschafft, auch für Buddy ist deutlich leichter hochgekommen als letztes Jahr. Nach kurzer Brotzeit im Nießelregen entscheiden wir uns für die Nordflanke.

Beim Abstieg am Westgrat (UIAA I) waren die Felsen deutlich speckiger und weil nass, ging´s wieder etwas langsam voran in Richtung Jägerkamp.

Ein Zuckerl kam dann noch, der Abstieg in die Nordflanke kurz vor dem Gipfel des Jägerkamps. Der Steig wird wohl nicht mehr unterhalten, ist aber deutlich zu erkennen (auch blass rot markiert), allerdings verschwand er gleich nach den ersten Metern unter einem Altschneefeld. Wir begleiteten das Schneefeld seitlich uns an den Latschen herunterhangelnd bis zu einer guten Querungsmöglichkeit und hielten dann auf einen Wiesenbuckel zu, um mal die Lage zu peilen. Von einem Weg war hier keine Spur zu sehen und unter uns nur fröhlich und dicht wuchernde Latschen. Während ich das GPS-Gerät konsultiere, geht Florian ein paar Schritte nach unten und ruft gleich "hier ist der Weg!". Das GPS-Signal zeigt ebenso, dass wir genau richtig sind.

Von hier ging´s dann recht zügig bergab, übrigens auf einem überraschend schönen Weg, nur auf den letzten eineinhalb Kilometern geht man auf einer Forststraße.

Viele weitere Bilder unter der früheren Begehung unter http://www.hikr.org/tour/post121064.html


Hike partners: shanB


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