Wilde Wege am Wildbarren


Published by Max Pro , 9 April 2018, 20h27.

Region: World » Germany » Alpen » Bayrische Voralpen
Date of the hike: 2 April 2018
Hiking grading: T3+ - Difficult Mountain hike
Waypoints:
Geo-Tags: D 
Time: 3:00
Height gain: 600 m 1968 ft.
Height loss: 600 m 1968 ft.
Access to start point:Inntalautobahn, Ausfahrt Oberaudorf, nach Niederaudorf, links Richtung Bayrischzell. Hinter Agg rechts auf steilem Strässchen nach Regau. Parkplatz beim Gasthaus Bichlersee.
Maps:DAV BY16

Schaut man vom Inntal zum Wildbarren, so vermutet man frühlingshafte Verhältnisse an dem Berglein und bereitet sich auf einen Spaziergang zum Gipfel vor. Ganz so trivial ist es dann aber doch nicht.

Wir folgen dem beschilderten Weg auf der Südseite nach oben, 300 m westlich des Gasthofs. Beim Beginn des Steiges auf 1050 m ist's auch Frühling, allerdings treffen wir bald auf Schnee und als der Steig in die schattige Ostflanke eintaucht, wird's richtig winterlich.

Am Oberen Holzplatz treffen wir die Entscheidung, weiterhin dem beschilderten und markierten Steig zu folgen, wahrscheinlich nur die zweitbeste Lösung. Woife beschreibt in seinem Bericht einen Jagdsteig, der kaum 100 Meter westlich beginnt (nicht in der DAV Karte eingezeichnet). Den hatten wir eigentlich auch auf dem Schirm aber irgendwie kamen wir von der Idee ab.

Im Osthang unterhalb des Gipfelkammes, wo der Steig dann Richtung Westen zum Berg dreht liegt sehr viel Schnee. LWS3, hohe Temperaturen, keine Spuren mehr... die Gemengelage ist uns nicht ganz geheuer. Wir entscheiden, frei Schnauze über den großteils bereits entladenen südseitig ausgerichteten Grashang davor zum Jagdsteig hoch zu krabbeln. Steilgrasfans kommen hier auf ihre Kosten. Unsere Skills diesbezüglich sind überschaubar, aber wir schaffen die knapp 100 Höhenmeter. (T3+)

Schliesslich stehen wir am höchsten Punkt des Wildbarrens und genießen die Einsamkeit. Dass der Gupf ein solches Panorama bietet, das hatten wir seit unserem letzen Besuch vor sieben Jahren glatt vergessen.

Den Abstieg planen wir über die Dreifaltigkeitskapelle und den Schlenker über die West- bzw. Nordseite. Wieviel Schnee dort wohl liegen wird? Im Vergleich zum Aufstieg und zu der Stapferei am Kamm sind die Gefahren vernachlässigbar, auch wenn man den einen oder anderen alten Schneerutsch bemerkt. Der Steig runter bis zum Karrenweg ist halt manchmal etwas schlecht zu identifizieren und die Markierung nicht üppig, am Besten orientiert man sich an der Spur.

Am westlichen Fuß der Wildbarrens folgt man dann den Wegweisern nach links Richtung Süden zum Bichlersee, der Karrenweg ist natürlich nur mäßig abwechslungsreich und zudem arg matschig. Deshalb freut man sich umso mehr, wenn man beim Bichlersee aus dem Wald tritt und sich nochmal das Panorama von Kaiser und Co. aufbaut.




Hike partners: Max


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