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Wasmengrat 2701 m - Schweizer Karten lügen nie...


Published by Ivo66 Pro , 29 July 2017, 19h32.

Region: World » Switzerland » Grisons » Davos
Date of the hike:29 July 2017
Hiking grading: T4 - High-level Alpine hike
Waypoints:
Geo-Tags: CH-GR 
Time: 6:30
Height gain: 1520 m 4986 ft.
Height loss: 1340 m 4395 ft.
Route:Postautohaltestelle Wiesen, Valdanna - P. 1480 m - Steigrügg - P. 2005 m - P. 2377,3 m - Alteingrat - Wasmengrat P. 2701 m - Ufem Tritt - Bärental - Bärentaler Alp - Glaris
Maps:1:25'000 Filisur

Der Wasmengrat bzw. sein höchster Punkt (P. 2701 m) ist ein selten besuchtes Gipfelziel, welches heute zu seinem ersten Hikr-Eintrag kam und dies, wie die Jungfrau zum Kinde. Denn geplant war eigentlich die etwas höher gelegene und vor allem dominantere Amselflue. Diese Gipfelkette, welche das Landwassertal in der Landschaft Davos gegen das Aroser Welschtobel begrenzt, besticht durch seine weit offene Landschaft und die fast totale Einsamkeit, obwohl doch einige recht gut markierte Bergwanderwege angelegt sind.

Die Amselflue ist uns bei unserer Frühjahrstour auf den Strel ins Auge gestochen. Bei meiner vorabendlichen Tourenplanung übersah ich wohl in meiner Euphorie - das Kartenbild versprach eine Tour inmitten prächtiger Wildnis - die enorme Streckenlänge. Ich konzentrierte mich ausschliesslich auf die Wegführung mit schon weit unten angesetztem Ausgangspunkt.

Als wir bereits über 3 Stunden im Aufstieg zurück gelegt hatten, entdeckte ich meinen Irrtum: Das Gipfelziel lag noch in weiter Ferne und kam auch bei zügigem Schritttempo kaum näher. Wir entschieden, auf keinen Fall zum weit zurück liegenden Ausgangspunkt zurückzukehren, sondern durch das schöne Bärental nach Glaris abzusteigen, wo wir um 17.33 Uhr das letzte Postauto erwischen mussten. Die Amselflue kam somit als Gipfelziel nicht mehr in Frage, wobei das Ersatzziel mit dem zwar nicht so spektakulären Wasmengrat rasch ausgemacht war.

Die kurzzeitige Enttäuschung wich rasch dem Geniessen der herrlichen Berglandschaft. Der Wasmengrat war dann irgendwann einmal erreicht; zuletzt durften wir sogar auch noch etwas Hand an den Fels legen, wenn auch das T5 im SAC-Clubführer etwas zu hoch gegriffen ist. 

Der Abstieg nach Glaris glich von der Landschaft her eine Bergwanderung im Unterengadin: Viele Legföhren, immer wieder unterbrochen von mächtigen Geröllströmen, bewaldeten die steilen Hänge im romantischen Bärental auf beiden Seiten. Mit dem Postauto ging es dann gemütlich zurück zum Ausgangspunkt. Die Amselflue rennt nicht davon, dürfte aber weiter vor sich hin brösmeln - unser nächster Versuch erfolgt dann aber vom deutlich näher gelegenen Glaris aus.

Postautohaltestelle Wiesen, Valdanna - Alteingrat (T2)
Es hat einige Parkmöglichkeiten für PW's. Man folgt dem Strässchen, welches links des Bachs langsam ansteigt. Man ignoriert Abzweigungen nach links. Allmählich geht das Strässchen in einen immer schlechter werdenden Pfad über. 

Kurz nach dem Abzweig des Wanderwegs nach links, den man ignoriert (Wegweiser) weist ein Schild darauf hin, dass der Weg infolge Erdrutsch gesperrt sei (Stand 29.07.2017). Wir haben dieses Schild übersehen;-). Tatsächlich wird der Pfad kurz vor P. 1480 m ungemütlich durch eine Verschüttung. Wir umgingen diese Stelle und stiegen direkt nach rechts auf (T3), wo wir auf ein gutes Natursträsschen trafen (Wegweiser). 

In der Folge ist der weitere Anstieg in Richtung "Alteingrat" ausgeschildert und gut markiert. Nach Austritt aus dem Wald bei P. 2005 m bleibt die Routenfindung unproblematisch. Auch die einfacher Überschreitung über den breiten Alteingrat ist gut markiert.

Alteingrat - Wasmengrat (T4)
Vom Wegweiser, welcher den nachfolgenden Abstieg durch das Bärental nach Glaris anzeigt, ist die Fortsetzung zum Wasmengrat weglos. Das Gelände ist aber sehr gut begehbar. Ohne nennenswerten Höhengewinn quert man beliebig in nordwestlicher und bald nördlicher Richtung, um die Einsattelung zwischen P. 2603 m und dem Wasmengrat zu erreichen. Der Aufstieg zu P. 2701 m erfolgt zunächst etwas nach rechts ausweichend, dann aber direkt über den Grat über plattige Felsen mit viel Schutt. Der letzte Übergang zum Gipfel ist kurzzeitig etwas ausgesetzt - im oberen T4-Bereich.

Abstieg durch das Bärental nach Glaris (T2)
Der Abstieg erfolgt vom Wegweiser im Bereich des Alteingrat auf einem zunächst steilen, aber stets guten Bergwanderweg. Keine Orientierungsschwierigkeiten. 

Hike partners: Ivo66, Lena


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