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"Z'letscht am Grialetsch" - und davor auf dem Piz Sarsura Pitschen


Published by simba , 1 June 2017, 19h22.

Region: World » Switzerland » Grisons » Davos
Date of the hike:27 May 2017
Mountaineering grading: AD-
Climbing grading: I (UIAA Grading System)
Ski grading: PD
Waypoints:
Geo-Tags: CH-GR 
Time: 2 days
Height gain: 2200 m 7216 ft.
Height loss: 2200 m 7216 ft.

Wie immer in den letzten Jahren brachte der Mai nochmal Pulverschnee. Leider hat es für uns an keinem der Maiwochenenden gepasst. Doch - z'letscht - zum Saisonabschluss (?!) kann man ja auch mit Schnee in Form von Firn leben ;)

Schnee fanden wir ca. 150 Höhenmeter oberhalb von Dürrboden. Entlang des Bachs und über die beiden großen Ebenen konnten wir mit nur einem kurzen Abschnaller bis zur Grialetschhütte ansteigen. Dort hätte sich - zur Planung des weiteren Anstiegs auf den am 1. Tag geplanten Piz Sarsura - ein Blick auf die Karte gelohnt: Die Skitourenroute schlägt von der Hütte eine Abfahrt von ca. 170 Höhenmetern nach Osten vor und dann den direkten Anstieg zur Fuorcla (Route 544b). Unsere Variante - direkt von der Hütte nach SW hinauf und dann in einer langen Querung zur Fuorcla Sarsura (Route 544a) - ist aufgrund vieler (!) Zwischenabfahrten und der sehr langen Strecke nicht zu empfehlen und einen Höhenmetervorteil hat man reell wohl gar nicht.

Ab der Fuorcla Sarsura geht es kurz zu Fuß dem Grat entlang, dann könnte man wieder auf dem Abfahrtsgerät in Kehren die Steile SO-Flanke ersteigen - wäre diese morgens um kurz nach 9:00 Uhr nicht schon ein gefährlicher Nassschnee-Sumpf. Es ging für uns also zu Fuß weiter und das sicherheitsbewusste Beharren am Grat brachte uns schöne steile Schneepassagen und zuoberst sogar ein kurzes Stück Kletterei (I-II) zum mit einer Fernmelde-Antenne "geschmückten" Gipfel.

Leider war auch an eine Abfahrt durch die sumpfige Ostflanke nicht zu denken (ansonsten ein feines Stück Skigelände). Dafür bot der Gletscher ab der Scharte besten Firngenuss bis hinab ins Becken des Val Grialetsch östlich der gleichnamigen Hütte, wo ein heißer Gegenanstieg unseren 1. Tag abrundete.

Nach angenehmem Tagesvertrieb auf der Grialetschhütte (Sonnenbaden, Murmeltiere beobachten, ...) und ebenso angenehmer Nacht starteten wir am nächsten Morgen bereits um 05:45 Uhr - wohl wissend, dass die ostexponierte Abfahrt vom Piz Grialetsch bereits früh auffirnt. Dieses Mal war die Routenwahl via Route 544a goldrichtig, wobei wir auf die steilen Querungen entlang der Osthänge der Chilbiritzenspitzen  verzichteten und deshalb auch von den Harscheisen absehen konnten.

Der Anstieg zur Fuorcla Vallorgia weist durch die wechselnden Blicke auf die Felsburg des Piz Vadret schöne Eindrücke, aber keinerlei Schwierigkeiten auf. Diese beginnen erst im Anschluss mit dem extrem steilen Fußaufstieg (45-50°, oben raus bis zu 55°) auf den Piz Grialetsch: Dieser präsentierte sich nicht mehr in guten Verhältnissen - teilweise musste bereits im kombinierten brüchigen Gelände angestiegen werden, statt Trittschnee gab es im Mittelteil oft einen brechenden Deckel mit Zucker darunter. Um die 2 Eisgeräte pro Person waren wir jedenfalls froh, insbesondere im Abstieg.

Oben lud zwar die Nordflanke zur Abfahrt ein, wir aber hatten das Abfahrtsgerät unten gelassen und hätten es in diesem Schnee vermutlich auch nicht durch das Anstiegscouloir hochbugsiert. Die Firnabfahrt von der Fuorcla Vallorgia war jedoch auch aller Ehren wert und nach Zwischenanstieg zur Grialetschhütte ging es flott (mit einmaligen Abschnallen) hinab bis zum Schneeende; ob auch zum Ende der Wintertouren 16/17 werden die kommenden wenigen Wochen zeigen...

Schwierigkeiten:
Piz Sarsura Pitschen: Ski WS-, Hochtour L + I
Piz Grialetsch: Ski WS, Hochtour ZS-

Hike partners: simba, Nala


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