Von Corcelles über den Mont Raimeux nach Moutier


Published by Bergamotte Pro , 5 November 2016, 14h24.

Region: World » Switzerland » Bern » Berner Jura
Date of the hike: 3 November 2016
Hiking grading: T1 - Valley hike
Waypoints:
Geo-Tags: CH-JU   CH-BE 
Time: 3:45
Height gain: 750 m 2460 ft.
Height loss: 870 m 2854 ft.
Route:17km
Access to start point:cff logo Corcelles BE
Access to end point:cff logo Moutier
Accommodation:Cabane du Raimeux (SAC) / Naturfreundehaus Raimeux
Maps:1106 Moutier

Nach einer kurzen Schlechtwetterfront am Mittwoch zeigt sich der Herbst vor dem prognostizierten Wintereinbruch am Wochenende nochmals von seiner schönsten Seite. Weil in den Voralpen wenig Neuschnee liegt und das gute Wetter ohnehin aus Westen kommt, reise ich ein weiteres Mal in den Jura. Den Mont Raimeux kennt man zwar als jurassischen Kantonshöhepunkt, doch als Hausberg von Moutier gehört er geografisch in den Berner Jura. Dabei handelt es sich nicht um einen Gipfel im klassischen Sinn, sondern einen weitläufigen Höhenrücken. Von Osten nach Westen erstreckt er sich über eine Länge von acht Kilometern, beidseitig begrenzt durch tief eingeschnittene Juraklusen.

Um elf Uhr breche ich im verschlafenen Dörfchen Corcelles (655m) zu meiner Jurawanderung auf. Da ich den Mont Raimeux in seiner gesamten Ausdehnung überschreiten möchte, gilt es zunächst dessen östlichen Abbruch zu erreichen. Das geht am schnellsten, wenn man längere Zeit dem Fahrsträsschen folgt. Die vereinzelten Autos stören heute nicht. Es gibt zwar auch einen Wanderweg - den ich im Mittelteil benutze -, doch dieser verläuft umständlicher. Während alle Flanken des Mont Raimeux dicht bewaldet sind, dominieren auf dem Rücken selber Weideflächen. Letzteren erreiche ich nach einer Marschzeit von circa einer Stunde. Für eine erste Pause anerbietet sich P. 1070 (mit Bänkli), wo man einen lohnenden Blick über die Klus von Envelier zum Schönenberg geniesst.

Das Gros der Höhenmeter hat man geschafft. Nun folgt die genussreiche Kammwanderung nach Westen. Immer der bernisch-jurassischen Kantonsgrenze entlang führt mich der Wanderweg über 4.5km bis zum Mont Raimeux (1302m). Ein Picknickplatz mit Bank und Feuerstelle lädt zum Verweilen ein. Wer mag, erklimmt den kleinen Beobachtungsposten aus dem Ersten Weltkrieg. Gipfelgefühl hingegen kommt nur wenig auf, weil Bäume die Aussicht einschränken und sich die Kuppe nur wenig vom weitläufigen Plateau abhebt. Die Mittagsrast verlege ich deshalb vors (geschlossene) Naturfreundehaus: Auf einem windgeschützten Bänklein mach ich's mir bequem und lass mich von der Sonne wärmen.

Der Abstieg ins Grandval, den Talkessel von Moutier, bleibt genussvoll. Man bekommt hier die volle Dröhnung Herbst ab: Blätter in allen Farben und sanft gepolsterte Spazierwege. Erwähnenswert ist der Rastplatz bei P.  845, blickt man dort doch in einen wilden Felskessel der Gorges de Moutier, dahinter erkennt man noch knapp die Arête du Raimeux. Die Gemeinde Moutier (535m) kannte ich bereits von einem früheren Besuch, weshalb ich auf den üblichen Rundgang verzichtet habe. Beim nächsten Mal würde ich jedoch noch zum Pavillon des Golats hochsteigen, das Panorama aufs Dorf soll lohnend sein.

Hike partners: Bergamotte


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